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Grimmen Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis Vorpommern-Rügen sinkt weiter
Vorpommern Grimmen Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis Vorpommern-Rügen sinkt weiter
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06:20 08.05.2015
Paulin Ortmeier (20) aus Emsdetten im Münsterland, zweites Lehrjahr zur Landwirtin auf Gut Darß in Born, hat ihre Zwischenprüfungen gerade mit Bravour bestanden. Quelle: Timo Richter
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Stralsund

Die Zahl jugendlicher Arbeitsloser im Landkreis Vorpommern-Rügen ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Nur 6,4 Prozent der Arbeitslosen in der Region sind zwischen 15 und 25 Jahre alt. Das entspricht 1002 Erwerbslosen, wie Gunther Gerner, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Stralsund, auf der jüngsten Sitzung des Kreis-Jugendhilfeausschusses darlegte.

„Die Chancen für junge Menschen hier haben sich deutlich verbessert“, sagte Gerner. So seien vor zehn Jahren noch 13,4 Prozent der Arbeitslosen aus dieser Altersklasse gekommen. Und der Trend zeigt, dass ihre Anzahl wohl weiter sinken werde.

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Weiter deutlich weniger Bewerber als Ausbildungsstellen

Gründe dafür liegen im demografischen Wandel, im Fachkräftemangel und in der Situation auf dem Ausbildungsmarkt. So haben die Ausbildungsunternehmen in der Region bereits seit einiger Zeit eher mit dem Problem fehlender qualifizierter Bewerber zu kämpfen.

Auch in diesem Jahr erwarten die Betriebe laut Gerner wieder eine deutliche Bewerberlücke. Auf 1246 Ausbildungsstellen kommen voraussichtlich etwa 836 Bewerber, so der Stand im März. Das sind noch mal weniger Stellen und weniger Bewerber als im Vorjahr.

Weitere Zahlen zum Thema:

  • Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen im Landkreis geht zurück: Zum Stichtag Ende März 2015 waren es 279 – das sind 97 weniger als im Vorjahr.
  • Nur 20 Prozent der Bewerber, die sich bei der Arbeitsagentur gemeldet haben, wanderten in andere Regionen außerhalb des Landkreises ab. Das sind zehn Prozent weniger als zuletzt.
  • Die Zahl der unversorgten Bewerber ist – entgegen dem Bundestrend – leicht gestiegen: 53 blieben ohne Stelle, das sind 17 mehr als im Vorjahr.
  • 1246 Ausbildungsstellen werden in diesem Jahr angeboten, 836 Bewerber haben sich bereits bei der Arbeitsagentur gemeldet. Das sind 81 Bewerber weniger und 274 Stellen weniger als im Vorjahr. Die Arbeitsagentur rechnet jedoch damit, dass sich noch weitere Bewerber melden.
  • Die meisten Bewerber (98) haben Verkäufer/in als Erstwunsch für den Ausbildungsberuf angegeben, 64 streben eine Karriere als Kaufmann/frau im Einzelhandel und 43 als Kfz-Mechatroniker/in.
  • Fast ein Drittel aller Ausbildungsstellen werden im Bereich der Hotellerie und Gastronomie angeboten: 98 Restaurantfachmann/-frau, 94 Koch/in und 69 Hotelfachmann/frau.
  • In diesem Jahr werden etwas mehr Schüler im Landkreis einen Abschluss machen als in den Vorjahren. Trotzdem geht die voraussichtliche Anzahl der Ausbildungsbewerber nach aktuellem Stand laut Arbeitsagentur zurück.



Elisabeth Woldt

07.05.2015
07.05.2015
07.05.2015