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Grimmen Keine Helfer: Grimmener Tafel sucht dringend Freiwillige
Vorpommern Grimmen Keine Helfer: Grimmener Tafel sucht dringend Freiwillige
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19:00 12.09.2019
Anstehen bei der Grimmener Tafel: 1200 Menschen nehmen das Angebot derzeit in Anspruch. Quelle: Carolin Riemer
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Grimmen

Die Tafel in Grimmen benötigt dringend Hilfe. Nachdem viele der Ehrenamtlichen aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten mussten, ist das Team von Susanne Taraschinski geschrumpft. „Wir brauchen wirklich jede Hand. Dringend“, sagt sie. Seit 14 Jahren, also von Anfang an, kümmert sie sich in Grimmen um die Menschen, die auf die Tafel angewiesen sind.

Vor allem ältere Menschen brauchen Hilfe

In Grimmen und in die Außenstelle in Richtenberg kommen aktuell etwa 1200 Menschen regelmäßig. Die Zahl sei zwar vor fünf Jahren höher gewesen und lag schon bei 1700 Hilfesuchenden, aber eines ist der ehrenamtlichen Leiterin der Grimmener Tafel besonders aufgefallen: „Es ist vor allem die ältere Generation, die zu uns kommt.“ Doch auch Jugendliche und junge Erwachsene nutzen das Angebot.

Dienstag und Donnerstag geöffnet

An jedem Dienstag und Donnerstag öffnet das Gebäude im Heidebrinker Weg seine Türen. Meist hat sich dann schon eine Schlange vor dem Haus gebildet. Doch nun brauchen eben auch die Menschen Hilfe, die seit Jahren Hilfe spenden. Wer gern kocht, backt oder bastelt, ist in dem Team, das derzeit aus etwa 15 Freiwilligen besteht, herzlich willkommen. Auch in der Suppenküche seien helfende Hände gefragt. „Ob nun zum Ware abholen, durchsortieren, oder in der Ausgabe, wir suchen sprichwörtlich händeringend nach Unterstützung.“ Susanne Taraschinski kann zwar keinen Lohn zahlen, aber sie bietet jedem Helfer ein nettes Team, abwechslungsreiche Arbeit in angenehmer Atmosphäre und Kollegialität. „Wer sich vielleicht noch zu fit für die Rente fühlt, oder sich manchmal einsam fühlt, für den ist unsere Arbeit genau das Richtige.“ Außerdem bekomme man von den Kunden der Tafel viel zurück. „Es ist ein schönes Gefühl, Gutes zu tun.“

Eine Warteliste für Elektrogeräte

Das hat auch Diana Schwiemann gespürt, als sie vor gut einem Jahr begann, in der Tafel zu arbeiten. Die 36-Jährige gehört zu den Jüngsten im Team. Auch ihr Mann hilft mit. „Ich habe sehr viele nette Leute durch die Arbeit kennengelernt“, sagt die gelernte Hauswirtschafterin. Und auch ihre Kollegin Hannelore Lange, die seit zwölf Jahren zum Team gehört, kann das nur bestätigen. „Es bringt Abwechslung in mein Leben“, sagt die 69-Jährige, die Jahrzehntelang in der Geflügelaufzucht der LPG arbeitete und nie selbst auf die Tafel angewiesen war. Durch eine ABM-Stelle kam sie zur Tafel, merkte dass ihr die Arbeit dort gut tut, und blieb bis heute.

Haushaltsgeräte werden dringend gebraucht

Doch nicht nur Verstärkung benötigt Susanne Taraschinski für Grimmen. „Wer Elektrogeräte, beispielsweise Waschmaschinen, einen Herd oder Kühlschrank los werden möchte, wir nehmen die Geräte sehr gern entgegen.“ Mittlerweile gebe es Wartelisten für derartige Geräte. Der Bedarf ist groß. Doch die Spenden sollten nicht nur funktionstüchtig, sondern die Übergabe auch vorher telefonisch angemeldet werden.

In der Tafel gibt es nach dem Vorzeigen des Sozialbescheides demnach nicht nur Lebensmittel, die regionale Unternehmen spenden, sondern auch Möbel, Bücher, Blumen und Kleidung. Wer die Freiwilligen unterstützen möchte, kann sich gern unter der Telefonnummer 0171/ 1138741 bei Susanne Taraschinski melden.Mehr zum Thema:
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Von Carolin Riemer

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