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Grimmen Kinderkahn wird volljährig
Vorpommern Grimmen Kinderkahn wird volljährig
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00:00 03.05.2017
Kinder, Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und viele weitere Gäste feierten gestern Nachmittag gemeinsam den Geburtstag des Kinderkahns auf dem Hof der Kita in der Greifswalder Straße. FOTO (6): ALMUT JAEKEL
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Grimmen

. Vor 18 Jahren läuteten die Macher um die Kita Kinderkahn eine neue Ära in Grimmen ein – gestern Nachmittag feierten sie gemeinsam mit den Jungen und Mädchen, Eltern, Großeltern, Erziehern und Tagesmüttern sowie Kooperationspartnern die „Volljährigkeit“ der Kindertagesstätte in der Greifswalder Straße. Die Kita, die einst als reine Kinderkrippe entstand, war die erste in freier Trägerschaft in der Stadt.

Vor 18 Jahren entstand die erste Kita in Grimmen unter freier Trägerschaft. Gestern wurde gefeiert.

„Heute gibt es davon sechs im Stadtgebiet, und wir sind sehr froh über diese Vielfalt“, sagte Uta Zoth, die in der Stadtverwaltung unter anderem für Kitas verantwortlich ist. Jede der Einrichtungen sei etwas Besonderes und alle hätten sich über die Jahre entwickelt. Und die erste sei damals eben der Kinderkahn gewesen.

Einen symbolischen Kahn, in dem Jungen und Mädchen Geborgenheit finden, aber auch neue Welten entdecken können, wünschten sich damals Dorothea und Heinz Wenzel, die das Konzept entwickelten und die teilweise schweren Anfänge meisterten. „Wir haben damals die billigsten Möbel gekauft, teilweise große Tische, von denen wir die Beine absägten, weil sie billiger als Kindermöbel waren“, erinnerte sich Dorothea Wenzel. Mit einer großen Scheune hätte alles angefangen. 2001 schwebte per Kran ein Fertigteilhaus über die schattenspendende Linde auf dem Hof. 2007 wurde das neue Haus an der Greifswalder Straße gebaut, das über eine behindertengerechte Ausstattung verfügt. „Der Kinderkahn war von Anfang an ausgelastet“, sagte sie. Mit Krippenkindern fing es an, doch schon bald hätten die Eltern gefragt, wie es weitergehe, wenn die Kleinen der Krippe entwachsen seien. „Also bauten wir, und als Zwischenlösung mieteten wir eine gegenüberliegende Wohnung an“, sagte die Gründerin.

Jetzt seien im Kinderkahn allerdings keine Erweiterungen mehr geplant, ergänzte Claudia Siegmeier, Geschäftsführerin des Trägervereins, der Eva-Sofa gGmbH. Die Kita solle so familiär bleiben, wie sie ist. „57 Kinder – 18 Krippenkinder und 39 Kindergartenkinder – werden in vier Gruppen von insgesamt neun Erziehern umsorgt“, erzählte sie. In der integrativen Einrichtung können bis zu acht Mädchen und Jungen mit besonderem Förderbedarf betreut werden.

Wichtig ist ihr, den Gründern und den Erzieherinnen, dass das Konzept der evangelischen Einrichtung als Angebot gedacht sei. Siegmeier: „Wir wollen Werte und Normen vermitteln.“ Und sie würden sich dabei immer am Kirchenjahr orientieren, ergänzte Dorothea Wenzel, wobei alle Feste und Feiern wie Weihnachten und Ostern jeweils zuerst in den Familien und anschließend in der Einrichtung gefeiert werden würden.

Und gefeiert wurde natürlich gestern auf dem Kita-Gelände auch ordentlich. „Wie es sich gehört, wird dabei gesungen und es gibt Geschenke“, sagte Kita-Leiterin Sandra Brunzel Kindern und Gästen. Und so stimmten viele von ihnen in die Lieder der Mädchen und Jungen ein. Neben kleineren Geschenken wird es bald auch ein großes geben: Ein neues Trampolin wird angeschafft.

„Ich bin gern hier und spiele am liebsten mit den Puppen“, meinte die fünfjährige Lina. „Wir wünschen der Kita natürlich alles Gute für die Zukunft“, sagte die Vorsitzende des Elternrates Andrea Mockschan, deren fünfjährige Tochter Meta den Kinderkahn besucht, das ältere Geschwisterchen auch dort betreut wurde, mittlerweile aber die 1. Klasse besucht, und ein drittes Kind zwar noch nicht geboren, aber schon angemeldet ist. „Das zeigt doch, dass ich von diesem Konzept und von der Kita überzeugt bin“, sagte die Mutti, wandte sich dann aber gleich wieder der Tombola zu, die der Elternrat organisiert hatte und deren Erlös der Kita zugute kommt.

Neun Erzieherinnen

18 Jahre ist es her, dass die Kindertagesstätte Kinderkahn als evangelische Einrichtung in freier Trägerschaft in der Greifswalder Straße in Grimmen eröffnet wurde.

Damals besuchten nur Krippenkinder die Kita.

2001 schwebte per Kran ein Fertigteilhaus über die schattenspendende Linde auf dem Hof.

2007 wurde das neue Haus direkt an der Greifswalder Straße gebaut.

57 Kinder – 18 Krippenkinder und 39 Kindergartenkinder – werden im Kinderkahn in vier Gruppen von insgesamt neun Erzieherinnen betreut.

Almut Jaekel

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