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Grimmen Krachende PS-Show im Grimmener Hexenkessel
Vorpommern Grimmen Krachende PS-Show im Grimmener Hexenkessel
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09:45 30.06.2019
Der Slegde Hammer sorgte im Grimmener Hexenkessel für ohrenbetäubenden Lärm. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

 Alleine am Samstagabend feierten tausende Besucher im Grimmener Hexenkessel den schwersten Motorsport der Welt. „Das macht Mut, im nächsten Jahr damit weiterzumachen. Es ist schön, so viele motorsportbegeisterte Menschen auf den Wällen zu sehen“, sagte Benno Rüster, Vorsitzender der 1. Grimmener Stock-Car-Legion, am Samstagabend durchs Mikrofon. Landrat Stefan Kerth, der nach eigenen Aussagen „Benzin im Blut“ hat, legte sogar noch eine Schippe drauf. „Ich bin das erste Mal beim Tractor-Pulling in Grimmen. Mein Herz schlägt schneller. Es ist einfach eine super Show“, schreite er voller Adrenalin ins Mikrofon.

Und Adrenalin war genau das passende Wort für die PS-Show im Grimmener Hexenkessel. Denn das Mega-Race des Nordens machte am Wochenende seinem Namen mal wieder alle Ehre. 15 Stunden Motorsport am Stück erlebten die Besucher allein am Sonnabend. „Diese Veranstaltung wird inzwischen in ganz Europa kopiert“, hebte Ulf Schnackenberg hervor, der die Rennen im Grimmener Hexenkessel moderiert. „Vor ein paar Jahren gab es nur sehr wenige Nachtläufe in Deutschland. Die Organisation und die Show hier im Motodrom hat viele andere Veranstalter dazu bewegt, so etwas auch auf die Beine zu stellen.“

Die wichtigste Botschaft des Tages für Sonnabend lautete aber: Das Wetter spielte zu 100 Prozent mit. „Oft hat uns der Regen die Tractor-Pulling-Veranstaltungen kaputt gemacht. Diesmal hat alles super geklappt. Unser neues Werbekonzept fruchtet zudem“, freute sich Benno Rüster. Und auch die europäischen Spitzenfahrer zeigten sich angetan, wie Ulf Schnackenberg zu berichten wusste: „Die Bahn ist inzwischen in einem perfekten Zustand. So eine Rennstrecke für die Tractoren braucht Jahre, bis sie europäisches Spitzenniveau hat. Und das hat sie inzwischen. Sie war super schnell und hat den Fahrern alles abverlangt.“

Volle Ränge beim Mega Race des Nordens 2019. Die Besucher erlebten alleine am Sonnabend 15 Stunden Motorsport. Quelle: Raik Mielke

Insgesamt 40 Teams waren dabei und ließen den Hexenkessel im wahrsten Sinne des Wortes mit bis zu 6000 PS und spektakulären Full-Pulls (der Tractor fährt die geforderten 100 Meter mit dem Bremswagen) beben. „Einfach eine super Show. Wir sind aus Berlin angereist und verfolgen sehr viele deutsche Tractor-Pulling Events. Grimmen stellt hier richtig was auf die Beine“, schwärmte Besucher Christian Strübing.

Tausende Besucher kamen am Wochenende zum Mega Race des Nordens ins Grimmener Motodrom.

Die spektakulärsten Läufe zeigten der amtierende Europameister „Bad Habit“ und das dänische Team „Gator“. Es schien, als könnte der Bremswagen sie gar nicht aufhalten und so flogen sie beinahe über die 100 Meter lange Strecke. „Der ’Gator’ ist ein Tuning-Wunder. Im Motor befindet sich kein einziges Originalteil mehr. Das Team hat 350 Teile in Eigenbau angefertigt und dabei herausgekommen sind 6000 PS“, erklärte Ulf Schnackenberg.

Der amtierende Europameister „Bad Habit“ im Grimmener Hexenkessel. Er war an diesem Tage nicht aufzuhalten. Quelle: GRM

Seit 26 Jahren werden in der Trebelstadt Stock-Car-Rennen gefahren. Gemeinsam mit der Tractor-Pulling-Szene ist das Mega-Race des Nordens inzwischen eine Motorsportveranstaltung, die europaweit ihres Gleichen sucht. „Es ist schön, dass beide Szenen so zusammengewachsen sind“, freute sich Benno Rüster.

Zahlen und Fakten

15 Stunden lang konnten die Besucher der Motorsportveranstaltung im Grimmener Hexenkessel allein am Sonnabend spektakuläre Action auf vier Rädern erleben. Am Sonntagmorgen um neun Uhr ging der Stock-Car-Wahnsinn bereits weiter.

150 Helfer sorgten im Motodrom für einen reibungslosen Ablauf.

40 Tractor-Pulling-Teams aus ganz Europa gingen an den Start.

30 Liter verbrauchen die Traktoren im Schnitt auf 100 Meter.

„Die Tractor-Pulling-Teams reisen extra früher an, weil sie total begeistert von den spektakulären Stock-Car-Rennen sind. Sie finden, dass diese Fahrerinnen und Fahrer noch verrückter sind, als sie selber“, so Ulf Schnackenberg. Und tatsächlich waren die Rennen in den offenen Klassen bis über 140 PS, sowie die Trabant- und Buggy-Rennen an diesem Rennwochenende kaum an Action zu überbieten. Die Fans erlebten den Wahnsinn auf vier Rädern in Höchstform. „Ein fantastisches Wochenende. Super Sommerwetter, coole Action auf der Strecke und ein tolle Party“, schwärmte am Ende nicht nur Besucherin Christin Schwaab.

Die Stock-Car-Rennen waren an Action kaum zu übertreffen. Quelle: Raik Mielke

Raik Mielke

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