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Grimmen Krumrick: „Als Imker jedes Jahr neu erfinden“
Vorpommern Grimmen Krumrick: „Als Imker jedes Jahr neu erfinden“
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07:00 26.03.2019
Die ersten Frühblüher der Region laden die Bienen zum Verweilen ein. Der milde Winter und der tolle Sommer des Vorjahres bot optimale Bedingungen für die fleißigen Bienen. Quelle: Raik Mielke
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Grammendorf

„So viel Ertrag wie im vergangenen Jahr hatte ich bis dato noch nie“, freut sich Ralf Gildo Krumrick. Er ist seit 2009 Imker und engagiert sich mit 19 weiteren Bienen-Liebhabern im Vorstand des Grammendorfer Imkervereins. „Unseren Verein, der Mitglied im Landesverband der Imker ist, besteht bereits seit 1990. Aber auch zuvor gab es in der Gemeinde Grammendorf schon organisierte Imker“, erklärt Rald Gildo Krumrick.

Grammendorfer Imker haben kaum Verluste zu verzeichnen

Die Saison der Bienen hat längst begonnen und die Grammendorfer haben kaum Verluste zu beklagen. „Dies liegt zum einen an dem sehr guten Sommer des Vorjahres und dem recht milden Winter. Zudem aber auch an der Pflege der Völker“, betont er. Hierbei sei vor allem entscheidend, dass man sich ständig weiterbildet. „Eine der größten Gefahren für die Bienenvölker sind Milben“, erklärt er. Diese schädigen die Bienen bereits beim Aufwachsen, verringern die Lebenszeit und vernichten sukzessive ganze Völker. „Es gibt heute aber gute vorbeugende Behandlungsmöglichkeiten, so dass jeder Imker auch in der Verantwortung ist“, findet der Grammendorfer.

Ralf Gildo Krumrick, Imker aus Grammendorf: "Wir wollen vermehrt mit Landwirten und Menschen aus der Region ins Gespräch kommen." Quelle: Raik Mielke

Stammtisch soll Aufklärungsarbeit leisten und begeistern

Um sich noch besser auszutauschen, hat der Verein, der einen Bestand von 190 Bienenvölkern hat, nun einen Stammtisch ins Leben gerufen. „Wir haben uns für das Jahr 2019 ein ganz klares Ziel gesetzt“, sagt der erfahrene Imker und erklärt: „Unser Verein möchte mit seiner Arbeit mehr in die Öffentlichkeit treten.“ Ein erstes Schritt sind die angesprochenen Stammtische in Grammendorf. „Hierbei wollen wir uns mit Imkern aus unserem, aber auch benachbarten Vereinen austauschen. Aber immer wieder auch fachkundige Redner, Landwirte aus der Region und naturinteressierte Leute einladen“, beschreibt Simon Reich, Vorstandsmitglied des Grammendorfer Vereins. Die Veranstaltungen sind jeweils öffentlich. „Das Wichtigste ist nämlich ein regelmäßiger Austausch. Zum einen um frühzeitig Trends zu erkennen, aber insbesondere auch um andere Menschen für unsere Arbeit zu begeistern und beispielsweise mit Landwirten an einem Strang zu ziehen“, sagt Simon Reich.

Simon Reich, Imker aus Müggenwalde: "Man muss sich in Sachen Pflege seiner Völker jedes Jahr aufs Neue auf die Umweltbedingungen einstellen." Quelle: Raik Mielke

Die Biene ist das dritt-wichtigste Nutztier

Denn wie der Imker aus Müggenwalde berichtet, ist die Biene nach wie vor, nach Schwein und Rind das dritt-wichtigste Nutztier. In erster Linie produzieren sie rund 25 000 Tonnen Honig, welches 20 Prozent des jährlichen Bedarfs in der Bundesrepublik darstellen. Zudem haben sie einen sehr hohen wirtschaftlichen Nutzen. „Durch das Bestäuben, beispielsweise von Obstbäumen oder Rapsfeldern bringen sie alleine in Deutschland einen wirtschaftlichen Nutzen vor rund zwei Milliarden Euro jährlich“, betont Ralf Gildo Krumrick und hat ein weiteres Beispiel: „Es ist erwiesen, dass Bienen zum Beispiel den Rapsertrag um 25 Prozent erhöhen. Einzig durch eine Windbestäubung würden wir in allen Bereichen deutlich schlechtere Erträge verzeichnen.“

Grammendorfer Imker wollen sich mehr präsentieren

„Darum ist es uns als Verein auch so wichtig, nun vermehrt Aufklärungsarbeit zu leisten“, verdeutlicht Simon Reich. Neben den geplanten Stammtischen, soll es zukünftig eine enge Zusammenarbeit mit der Grammendorfer Grundschule geben. „Zudem wollen wir uns bei Volksfesten präsentieren und so vielleicht auch neue Mitglieder gewinnen“, zählt der passionierte Imker auf.

Der nächste öffentliche Stammtisch

Der nächste Stammtisch der Grammendorfer Imker findet am 3. April 2019 um 18 Uhr im Gemeinderaum Grammendorf statt.

Raik Mielke

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