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Grimmen Kultursommer voller Glanzpunkte in Starkow
Vorpommern Grimmen Kultursommer voller Glanzpunkte in Starkow
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16:27 24.04.2019
Viel Anklang fand am Ostersonntag die Eröffnung des Cafébetriebs der Starkower Vereins Backstein, Geist und Garten in der Backsteinscheue. Quelle: Uwe Roßner
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Starkow

Im Fußball heißt es: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das Gleiche gilt auch in der Kultur. Dafür braucht es langfristig einen guten Namen und immer wieder einen bestechenden Plan. Letzterer ging für die Starkower Backsteine im vergangenen Jahr ausgezeichnet auf: „Es ist die erfolgreichste Saison seit dem Bestehen unseres Vereins“, äußert deren Vorsitzender Dr. Gerd Albrecht.

Die strahlende Sonne und der blaue Himmel lockten zu Ostern die ersten Gäste in den historischen Pfarrgarten an der Barthe. Rund einhundert Besucher kamen am Sonntag zur Eröffnung des Cafébetriebs in der Backsteinscheune. Einen immer weiter steigenden Anklang findet bei den Kindern die Suche der Osternester in der Streuobstwiese.

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Mit bewährtem Konzept

Die Caféeröffnung am Ostersonntag war der erste von insgesamt siebzehn Punkten des bis Ende November reichenden Jahresplans. Der Anspruch ist klar: Starkow will im Küstenvorland, im Bereich der Nordvorpommerschen Waldlandschaft und innerhalb des hiesigen Schreiadlerlandes den Gästen und Einheimischen ein breit gefächertes Kulturangebot bieten. Eckpfeiler der Bespielungen sind die Führungen durch den historischen Pfarrgarten sowie der Cafébetrieb an Sonn- und Feiertagen in der Backsteinscheune. Ganz im Sinne des Vereinsdreiklangs Backstein, Geist und Garten startet die Kultursaison Anfang Mai mit dem Baumblütenfest. Ende August findet Petticoatrock im flammenden Garten statt. Der Pommersche Krummstiel und andere regionale Früchte dürfen Mitte Oktober beim Appeldag wieder glänzen.

Entzückte Partner

Wer dieser Tage einen Blick in den an der Backsteinscheune befindlichen Schaukasten wirft, findet dort die Ankündigung des Auftritts von Harmonic Brass. Das aus München stammende Blechbläserensemble kehrt nicht nur immer wieder gern in das rund 60-Seelen-Örtchen an der Barthe zurück. Mittlerweile haben sie in der Region treue Fans. Carsten Bergner bestätigt dies: „Für den Auftritt Ende Juli gibt es nur noch wenige Restkarten“, so der Organisator des Vereins Backstein, Geist und Garten.

Zu einer festen Tradition ist die Eröffnung der Naturklänge in Starkow geworden. „Der Ort ist außergewöhnlich“, findet Lutz Gerlach. Der Künstlerische Leiter verweist auf die einmalige, aus Klangkunst an einzigartigen Spielstätten bestehende Harmonie der Konzertreihe. Laut Angabe des Vereins Backstein, Geist und Garten findet deren Saisonauftakt am Ende Juni zur ersten Rosennacht statt.

„Junge Elite“ an der Barthe

Nach der damals brandneuen Reihe „Komponierte Landschaften“ gastieren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr mit ihrer „Jungen Elite“ an der Barthe. „Starkow ist ein besonderer Festspielort. Wir freuen uns sehr, an diesen Ort zurückzukehren“, sagt Dr. Markus Fein, Künstlerischer Leiter des eines der bundesweit größten Klassikfestivals. Die Backsteinkirche St.-Jürgen und der verwunschene Pfarrgarten seien gleichermaßen für das Publikum wie die Musiker inspirierend. Entsprechend sei das Programm mit Werken von Telemann, Panman und Bach für die Flötistin Tabea Debus, dem Cellisten Jonathan Rees und dem Cembalisten Johannes Lang auf den malerischen Ort mit seiner ausgezeichneten Akustik für Ende Juli abgestimmt worden. Eine Führung durch den Pfarrgarten vor Konzertbeginn sei fast ein Muss, so der Festivalleiter. „Die Zusage der Festspiele ist für uns ein Ritterschlag“, findet Cornelia von Uckro, stellvertretende Vereinsvorsitzende von BGG.

Eine Premiere für den Pommernadler

„Starkow ist ein wunderschöner, ein beseelter und geistreicher Ort. Es ist ein Stück Kulturlandschaft, wie wir sie uns als Opernale Institut für Musik & Theater für ganz Vorpommern wünschen“, sagt Henriette Sehmsdorf. Starkow sei die dritte der Station innerhalb der Opernale-Saison 2019, so die Künstlerische Leiterin. Vor vier Jahren gastierten Künstler des Vereins als Opernale-Trio zur Eröffnung der Naturklänge. Zur offiziellen Frauentagsfeier des Landkreises Vorpommern-Rügen war die Opernale mit einem Ausschnitt aus der „Zauberfläut“- Inszenierung präsent. In diesem Jahr liegt beim ersten Starkower Opernabend mit Henriette Sehmsdorfs und Benjamin Saupes „Clanga pomarina“ das Augenmerk auf den bedrohten Pommernadler.

Uwe Roßner

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