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Grimmen Linkspartei wählt Politiker, der nicht gewählt werden durfte
Vorpommern Grimmen Linkspartei wählt Politiker, der nicht gewählt werden durfte
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17:07 24.02.2018
Karl-Michael Meiß aus Martensdorf stand schon als Kandidat der Linken für die Landratswahl in Vorpommern-Rügen fest - bis sich herausstellte, dass er zu alt dafür ist.
Karl-Michael Meiß aus Martensdorf stand schon als Kandidat der Linken für die Landratswahl in Vorpommern-Rügen fest - bis sich herausstellte, dass er zu alt dafür ist. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Erst hat alles nach einem großen Überraschungserfolg für den politischen Neuling aus Martensdorf ausgesehen. Mit knapper Mehrheit setzte sich Karl-Michael Meiß am Samstag gegen seinen Konkurrenten Steffen Bartsch-Brüdgam aus Tribsees bei der Wahl zum Landratskandidaten der Linken durch. Strahlende Gesichter, Händeschütteln, Fotos - und dann das böse Erwachen. Der Landesparteivorstand wies die Genossen in Vorpommern-Rügen auf ein entscheidendes Detail hin - Karl-Michael Meiß ist zu alt. Der Landrat darf am Wahltag am 27. Mai noch keine 60 Jahre alt sein, so steht es im Gesetz. Der Gewählte feiert aber schon drei Wochen vorher seinen 60. Geburtstag. 

Die Partei sucht nun nach einer Alternative

„Das ist Altersdiskriminierung. Ich hätte mich gerne für die Menschen eingesetzt“, sagte der enttäuschte Politiker später. Die Linken wollen nun prüfen, ob der unterlegene Steffen Bartsch-Brüdgam bei einem weiteren Parteitag noch einmal zur Vefügung stünde. Sollte der ablehnen, würde die Partei keinen Kandidaten ins Rennen um das Landratsamt schicken. Bartsch hätte jedoch einen entscheidenden Vorteil: Er wird einen Tag nach der Wahl erst 50 Jahre alt.

Die SPD hat bereits den Barther Bürgermeister Stefan Kerth nominiert. Für die CDU tritt der Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn an. Die AfD will ebenfalls einen Kandidaten stellen, hat aber noch keinen Namen genannt.

Alexander Müller

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