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Grimmen Menschen in Vorpommern-Greifswald bei Lebensrettung auf Platz vier
Vorpommern Grimmen Menschen in Vorpommern-Greifswald bei Lebensrettung auf Platz vier
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13:50 21.11.2019
Wiederbelebungstraining auf Greifswalder Markt, vorn Prof. Hahnenkamp Quelle: Peter Binder
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Greifswald

In der Bundesrepublik Deutschland erleiden pro Jahr rund 50 000 Menschen einen Herzkreislaufstillstand. Auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind die Zahlen beachtlich. Hier werden in 24 Monaten etwa 200 Reanimationen außerhalb von Krankenhäusern durchgeführt, das ist bei 23 000 Alarmierungen des Rettungsdienstes ein Anteil von unter einem Prozent.

Dabei spielen nicht besonders qualifizierte Bürger eine wichtige Rolle. 58 Prozent der Reanimationen im Landkreis Vorpommern-Greifswald werden von Laien durchgeführt. Das ist die viertbeste Quote in Deutschland. 2014 waren es erst 17 Prozent. Der Greifswalder Anästhesieprofessor Klaus Hahnenkamp engagiert sich sehr auf diesem Feld. Allerdings verdoppeln Profis im Vergleich zu medizinischen Laien die Überlebenswahrscheinlichkeit.

Schnelle Reaktion ist erforderlich

Damit eine Defibrillation erfolgreich ist, muss sie möglichst rasch nach dem Herzkreislaufstillstand eingesetzt werden. Die Überlebenswahrscheinlichkeit nimmt sehr schnell ab – und zwar exponentiell. Nach den Daten des deutschen Reanimationsregisters ist bei Eintreffen des Rettungsdiensts noch ein Viertel der Patienten mit Herzkreislaufstillstand defibrillierbar.

Umfrage

Die Unimedizin Greifswald führt eine Befragung zum Einsatz von Drohnen als Lebensretter durch.

Sie möchte wissen, ob diese Methode zur Verbesserung der Notfallversorgung bei Herz-Kreislauf-Stillstand akzeptiert wird. Auch zum generellen Einsatz von Drohnen und zur Bereitschaft, sich an der Lebensrettung zu beteiligen, wird dabei gefragt. Jeder, der möchte, kann sich beteiligen.

https://www.surveymonkey.de/r/MVLifeDrohne

Nach vorliegenden Daten aus den Niederlanden überleben 23 Prozent aller Patienten einen Herzkreislaufstillstand. Bei 63 Prozent war bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes ein Schockgeber eingesetzt worden. Dass 95 Prozent aller Überlebenden ohne oder nur mit minimalen neurologischen Defiziten aus dem Krankenhaus entlassen werden, ist sehr erfreulich. Laien können viel erreichen.

Laien lernen bei Schulung die Reanimation

Die bundesweite Woche der Wiederbelebung fand 2019 im September statt: 170 000 Menschen lernten, richtig zu reanimieren. Laut einer Studie beginnen Laien übrigens häufiger mit Reanimationsmaßnahmen nicht Zuhause, sondern am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit. Generell erfolgt demnach bei Patienten unter 60 Jahren öfter eine Reanimationsmaßnahme als bei älteren Patienten. Die Studie legt nahe, die Aufklärung der Bevölkerung sowie Häufigkeit und Art der Schulung zu verbessern.

Vorpommern-Greifswald steht da recht gut da. Etwa 16 000 bis 18 000 Menschen ließen sich im Kreis in den vergangenen fünf Jahren bei einem Training an Reanimationspuppen für die Wiederbelebung fit machen. Zum Abschluss der Woche der Wiederbelebung trainierten 2019 rund 1000 Leute auf dem Greifswalder Markt.

Von eob

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