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Grimmen Menschen machen Luise zum Problemstorch
Vorpommern Grimmen Menschen machen Luise zum Problemstorch
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00:00 21.09.2018
Marie-Luise und Heiko Kauffmann sorgen sich um den Storch: „Nicht füttern und vorsichtig auf dem Rewe-Parkplatz fahren.“ Quelle: Foto: C. Riemer
Grimmen

Storch Luise entwickele sich zu einem Problemstorch, sagt Grimmens Tierparkleiterin Christin Trapp. Dabei sei jedoch weniger das Tier, sondern eher der Mensch das Problem und verhalte sich falsch.

Nachdem Baby-Storch Luise vor nunmehr drei Jahren aus einem Nest gefallen war, liebevoll aufgepäppelt und später ausgewildert wurde, machte die Störchin schon damals keine Anstalten, im Süden überwintern zu wollen (die OZ berichtete). „Ihr Zugtrieb ist weg. Störche sind heimattreu“, erklärt die Tierparkchefin. Und das sei auch kein großes Problem.

Nun treibt sich das zahme Storchenmädchen fast täglich auf der Wiese und auf dem Parkplatz des Grimmener Rewe-Marktes herum und zieht die Blicke auf sich. Auch Heiko Kauffmann und seine Frau Marie-Luise fiel der langbeinige Vogel mehrfach auf. Sie sorgen sich um Luise und informierten den Naturschutzbund und den Tierpark nachdem sie beobachteten, dass einige Menschen Luise mit Keksen oder Fisch füttern wollten. „Das kann schlimm enden. Falsches Futter kann zum Tod führen“, warnt Christin Trapp. Auch das Ehepaar Kaufmann mahnt: „Autofahrer auf dem Rewe-Parkplatz sollten bitte vorsichtig fahren.“ Erst wenn eine Schneedecke liegt, könnte es kritisch für den Vogel werden. Und für diesen Fall hat die Tierparkleiterin vorgesorgt: „Noch findet sie genug Frösche und Insekten.

Wenn das im Winter anders wird, darf sie im Greifswalder Tierpark überwintern.“ Dort ist Luise keine Unbekannte, denn sie wurde dort schon einmal aufgenommen.

cr

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