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Grimmen München: Trap-Schützen begeistern bei deutschen Meisterschaften
Vorpommern Grimmen München: Trap-Schützen begeistern bei deutschen Meisterschaften
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16:00 12.09.2019
Großer Erfolg für die Trap-Schützen des PSV Grimmen: Max Becker (deutscher Vizemeister), Tim-Luka Schmidt (deutscher Vizemeister), Romy Gramowski (deutsche Meisterin), sowie Julia Freese (deutsche Meisterin, v.l.n.r.) räumten bei den deutschen Meisterschaften in München ab. Möglich gemacht haben diesen Erfolg auch die beiden Trainer Mike Stöcker und Holger Westphal. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

“Das ist für unseren Verein der größte Erfolg seit der Wende“, sagt Trainer Mike Stöcker vom Polizeischützenverein der Stadt Grimmen. Die Nachwuchs-Trap-Schützen des Landesleistungszentrums räumten bei den deutschen Meisterschaften so richtig ab. Zweimal Gold, zweimal Silber und ein starker fünfter Platz standen bei dem prestigeträchtigsten Wettbewerb des Jahres am Ende zu Buche. „Wir waren in den vergangenen Jahren sehr oft nah dran. In diesem Jahr wurden wir für die harte Arbeit endlich belohnt“, freut sich Mike Stöcker.

Erste Teilnahme bei den deutschen Meisterschaften und gleich einen neuen deutschen Rekord aufgestellt

Romy Gramowski sicherte sicherte sich gleich bei ihren ersten deutschen Meisterschaften den Titel. Um genau zu sein: im Trapschießen und in der Schüler-Klasse, in der Jungen und Mädchen gemeinsam antreten. Es galt, 75 Mal auf eine fliegende Tontaube zu schießen. Und die Sportschützin des Polizeischützenvereins in Grimmen trifft 72 Mal. Dies bedeutete nicht nur den deutschen Meistertitel, sondern einen neuen deutschen Rekord in dieser Alterklasse. Im Jahre 2015 war es einem Teilnehmer gelungen, 67 der 75 Tontauben zu treffen. Romy Gramowski pulverisiert diesen bisherigen Bestwert.

Romy Gramowski stellte bei ihrer ersten deutschen Meisterschaft einen neuen deutschen Rekord auf und feierte in München den Meistertitel. Quelle: Raik Mielke

Nur seine Teamkollegin war noch ein bisschen besser

Dabei hatte ihr Teamkollege Tim-Luka Schmidt nur wenige Sekunden zuvor den alten Rekord egalisiert. Er landete am Ende auf dem zweiten Platz. Auch für den 14-Jährigen war es die erste Teilnahme bei den deutschen Meisterschaften. Genauso wie Romy Gramowski hat er erst vor wenigen Monaten mit dem Trapschießen begonnen. Bei der Jugendverbandsrunde, einem national hochkarätig besetzten Turnier, konnte er wenige Wochen zuvor noch den Sieg einfahren.

„Die beiden sind derzeit absolut auf Augenhöhe. Bei den deutschen Meisterschaften hatte Romy einfach einen Sahnetag erwischt. Dafür, dass beide erst seit wenigen Monaten dabei sind, ist dies natürlich ein überragendes Ergebnis“, freut sich Trainer Mike Stöcker.

Dafür müssen die Nachwuchsschützen aber viel Trainingsfleiß aufbringen. „Unsere Schützen trainieren dreimal in der Woche. Perfekt wären sogar vier Einheiten“, erklärt Stöcker.

Bei seiner ersten Teilnahme bei den deutschen Meisterschaften landete Tim-Luka Schmidt auf dem zweiten Platz. Quelle: Raik Mielke

Mannschafts-Kapitänin sichert sich ersten deutschen Meistertitel

Fast schon eine alte Häsin im Geschäft ist die 18-jährige Julia Freese. „Im Verein schieße ich seit 2009. Angefangen habe ich mit dem Luftgewehr“, erzählt die Trap-Schützin. Bereits fünf Mal qualifizierte sich die Auszubildende für die deutschen Meisterschaften in München. „Bisher war meine beste Platzierung der fünfte Rang im Vorjahr“, sagt sie.

„Meistens haben bei unseren Schützen am Ende nur eine oder zwei Tontauben für eine Podest-Platzierung gefehlt“, betont Mike Stöcker, der das Team gemeinsam mit Holger Westphal trainiert.

In diesem Jahr hat Julia Freese das Glück auf ihrer Seite. Mit einer Taube Vorsprung und 108 von 125 Treffern sichert sich die PSV-Schützin ihren ersten deutschen Meistertitel.

Julia ist unsere Älteste im Team und damit Mannschafts-Kapitänin. Ich freue mich sehr, dass es nun für sie geklappt hat“, sagt Trainer Holger Westphal.

„Ich absolviere derzeit eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Darum ist es schwierig regelmäßig zu trainieren. Trotzdem schaffe ich es immer noch zweimal in der Woche auf den Trainingsplatz“, sagt die sympathische Trap-Schützin.

Julia Freese wurde deutsche Meisterin im Trapschießen. Quelle: Raik Mielke

Eine Taube fehlte zum Stechen um Platz 1

Der vierte Medaillen-Träger im Bunde ist der 16-jährige Max Becker. Ihm fehlte am Ende lediglich eine einzige Taube für den ganz großen Coup. Der junge Mann aus Tremt wurde deutscher Vizemeister. „Dies hat Mal wieder gezeigt, wie eng die Leistungsdichte in diesem Alter ist. Trifft Max seinen letzten Schuss, geht es ins Stechen um Gold. Aber auch so eine hervorragende Leistung“, lobt Mike Stöcker den Vizemeister-Titel.

Max Becker ist seit 2015 im Verein aktiv. Auch für den jungen Mann der bis dato größte Erfolg.

Max Becker fehlte am Ende eine Scheibe zum deutschen Meistertitel. Er wurde in München deutscher Vize-Meister. Quelle: Raik Mielke

Eric Staschok landet auf dem fünften Platz

Der Fünfte im Bunde ist Eric Staschok. Auch er qualifizierte sich für die deutschen Meisterschaften in München und landete am Ende auf dem fünften Platz. „Auch dies ist ein Erfolg. Für eine Medaille fehlten am Ende nur zwei Tauben. Aber so eng geht es in unserem Sport nun mal zu“, sagt Stöcker.

Von Raik Mielke

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