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Grimmen Nach Lärm-Vorwurf in Grimmen: HSV-Chef will „Geselligkeit auch weiterhin zulassen“
Vorpommern Grimmen Nach Lärm-Vorwurf in Grimmen: HSV-Chef will „Geselligkeit auch weiterhin zulassen“
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19:55 04.12.2019
Der Platz vor der Sporthalle Südwest: Eine Anwohnerin sagt, hier sei es abends oft zu laut. Sie und die Nachbarn können deshalb nicht schlafen. Quelle: Almut Jaekel
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Grimmen

Ein OZ-Bericht über abendlichen Lärm an der Sporthalle Südwest ist auf dem sozialen Netzwerk Facebook intensiv diskutiert worden. Hintergrund: Eine OZ-Leserin beklagte, dass sich die Handballer nach dem Training oft noch vor der Halle treffen und einige Anwohner sich davon gestört fühlen. Das Klappern von Flaschen, laute Motoren und Stimmen sollen dabei auch bis nach Mitternacht herüberschallen.

Vertraglich hatten sich die Handballer dazu verpflichtet, das Gelände nach dem Training zu verlassen und das Tor zu schließen. Diese Regelung umgehen sie jedoch. Vereinschef Thomas Hagemann räumte ein, dass die Sportler schlicht nicht wissen, wo sie sich treffen sollen und betonte, dass soziales Miteinander zu einem Vereinsleben dazugehöre. Bürgermeister Benno Rüster erinnerte die Handballer dagegen an die Einhaltung aller Absprachen.

Oliver Habel kommentiert: „Einerseits beschweren wir uns über mangelnde Angebote, anderseits treten wir den aktivsten Vereinen in den Hintern? Den ehrenamtlichen Spielern und Trainern gehört Respekt gezollt!“

Steffi Schmekelschreibt: „Man kann aber auch zum Lachen in den Keller gehen.“ Manuela Westphal vermutet: „Das sind bestimmt die, die keine Kinder haben und selbst nie jung waren.“ Für Doreen Boese gehört die Anwohnerin „ins Hexenhäuschen.“

Nachdenklich setzt Solveig Piechowski sich mit dem Zwiespalt der Handballer auseinander: „Ich kann leider nicht mitreden, wie laut es ist, aber ich stelle mir wirklich die Frage „Wo sollen sie hin?“ Und Anne Sportigeht auf die Sorge der Anwohnerin ein. Sie ist der Meinung: „Die Dame hätte vielleicht zuerst mal den Weg in die Geschäftsstelle des HSV suchen sollen und nicht gleich den weiten Weg zur OZ. Bei einem Gespräch hätte man sicher eine Lösung gefunden, mit der beide Seiten hätten leben können.“ So sieht es auch Mario Schmidt: „Wenn es Probleme gibt, sollte man sich zusammensetzen und die Differenzen klären. Mit der Stadt Grimmen gab es immer eine gute Zusammenarbeit.“

Für Lars Kibscholl ist der Artikel schlicht: „Eine Frechheit. Vieles entspricht nicht der Wahrheit und wird hochgepuscht.“ Und Doreen Breitenfeld findet: Der OZ-Artikel ist aber auch wirklich grottenschlecht. Sehr einseitig recherchiert.“

Schließlich meldete sich auch der HSV-Vorsitzende Thomas Hagemannauf der Facebook-Seite des Vereins zu Wort. Unter anderem weist er die Verbindung von Alkoholgenuss vor der Halle und der Beobachtung, dass die Vereinsmitglieder später mit ihren Pkws losfahren, entschieden zurück: „Kein Spieler des HSV Grimmen steigt alkoholisiert in ein Fahrzeug. Es ist für uns unverständlich und sehr unseriös, solch eine Behauptung aufzustellen.“

Darüber hinaus bedauere der HSV die Ansicht der Anwohnerin, bleibe aber gesprächsbereit, so Hagemann. „Gerne würden wir die Kritikerin zu einem unserer Heimspiele in der Sporthalle Südwest begrüßen.“ Darüber hinaus sei es korrekt, dass Spieler vereinzelt nach dem Spiel zusammenbleiben. „Wir werden diese Geselligkeit auch weiterhin zulassen, weil sie unseren Grundprinzipien entspricht.“ Jedoch werde er die betroffenen Mannschaften erneut darauf hinweisen, dass der Lärmpegel, der lediglich durch Gespräche entstehe, in einem vertretbaren Rahmen bleibe.

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