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Grimmen Naturkita in Sievertshagen wird erweitert
Vorpommern Grimmen Naturkita in Sievertshagen wird erweitert
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14:23 11.07.2019
Kita-Leiterin Franzi Nickel beobachtet mit Kindern aus der kleinsten Gruppe wie die Baugrube für den Anbau ausgebaggert wird. Quelle: Almut Jaekel
Sievertshagen

Wenn alles klappt wie geplant, können ab November sechs Knirpse mehr den Naturkindergarten in Sievertshagen besuchen. Besonders Eltern der ganz kleinen Jungen und Mädchen wird das freuen – die Erweiterung um sechs Plätze betrifft nämlich Kinder im Alter bis zu drei Jahren.

„Dann können wir hier in unserer Einrichtung 37 Kinder betreuen“, sagt Kita-Leiterin Franzi Nickel. Fünf Erzieherinnen sorgen für das Wohl der Mädchen und Jungen, außerdem sind in der Kita des Grimmener Jugendfreizeitvereins zwei technische Kräfte und ein Hausmeister beschäftigt.

Der derzeitige Anbau – am Mittwoch legte der Bagger los und fraß die Baugrube in den Mutterboden – ist nicht der erste. Bereits 2012/13 war die Traditionskita, die seit 1993 als Naturkindergarten des Vereins bekannt ist, erweitert worden. Damals kam zwar nur ein Betreuungsplatz dazu, aber die Bedingungen für die Kinder und die Mitarbeiter hatten sich erheblich verbessert: Moderne Sanitärbereiche für Krippe, Mittelgruppe und Mitarbeiter, einen Hauswirtschaftsraum und eine Küche, ein Büro, mehr Platz in den Fluren sowie einen dritter Gruppen- und einen Schlafraum für die Krippenkinder gab es zuvor nicht.

Jetzt bekommt der Krippenbereich noch mal zwei Räume dazu – ebenfalls wieder einen Gruppenraum und ein Zimmer zum Schlafen. „Wir können dann die Kleinen noch einmal nach Alter trennen“, sagt Franzi Nickel. „Ich freue mich sehr auf die Erweiterung in diesem Bereich“, sagt Maja Schmidt, die bisher die „Mäuschengruppe“ betreut. Nur einen zweiten Namen für die neue Gruppe weiß sie noch nicht. Die älteren Kinder fühlen sich übrigens in der Hasen- und der Igelgruppe wohl.

Finanziert wird das Projekt mit Fördermitteln des Landes, einem Eigenanteil des Jugendfreizeitvereins sowie Unterstützung der Gemeinde. „Die Gesamtkosten liegen bei mehr als 130000 Euro“, informiert Franzi Nickel.

Die Planung für den Anbau liegt in den Händen des Grimmeners Lars Jeske. Bauausführende Firma ist Ingolf Lange aus Glashagen. „Es ist schön, mit ortsansässigen Firmen zusammenzuarbeiten. Unser besonderer Dank geht an Ingolf Lange, der kurzfristig mit seiner Zimmerei und Holzbau-Firma eingesprungen ist“, sagt die Kita-Leiterin. Etwas mehr als 18 Quadratmeter werden den Knirpsen im Gruppenraum zum Spielen zur Verfügung stehen, der Schlafraum wird ca. 12 Quadratmeter groß. „Geplant ist, die Arbeiten bis zur 44. Kalenderwoche zu beenden, dann sollte alles im November fertig sein“, gibt Ingolf Lange Auskunft.

Aber auch wenn die Kita größer wird und mehr Plätze bietet – freie Krippenplätze gibt es in Sievertshagen kaum: „Wir freuen uns über die nach wie vor große Nachfrage, alle neuen Plätze sind bereits reserviert“, sagt Franzi Nickel.

Naturkindergarten Sievertshagen

Der Naturkindergarten 1993 wurde die Sievertshäger Kita als Naturkindergarten des Jugendfreizeitvereins eröffnet.

Wenn der Neubau eingeweiht ist, bietet die Kita 37 Mädchen und Jungen Platz.

Die Angebote drehen sich um Natur- und Umwelterziehung. Dazu zählen: Kooperation mit dem Grimmener Heimattierpark und regelmäßige Besuche, Waldtage, Ziegenfarm-Besuche im Dorf, Ponyreiten im Kindergarten, Versorgung der eigenen Tiere wie Schweine, Schafe, Ziegen, Ponys und Kaninchen.

Dass das so ist, liegt wahrscheinlich auch am besonderen Konzert des Naturkindergartens. „Bei uns geht es sehr familiär zu, und das wird auch mit der Vergrößerung so bleiben, plant die Leiterin. Außerdem dreht sich in der Naturkita eben sehr viel um die Verbundenheit zur Natur. Es gibt viele Tiere auf dem Hof, die die Kinder auch mitversorgen, es wird geritten, der nahe Wald spielt ebenso eine große Rolle wie die Ziegenfarm im Dorf. Und mit Heimattierpark in Grimmen gibt es einen Kooperationsvertrag: Die Kinder besuchen die Einrichtung regelmäßig und lernen dort allerhand über die Bewohner.

Zur Zeit ist natürlich die Baustelle direkt auf dem eigenen Gelände besonders spannend. Aus dem Gruppenraum beobachten die Kinder Bagger & Co und bald auch, wie der Anbau wächst. Am Freitag entsteht zum Beispiel das Fundament. Am jetzigen Gruppenraum wird auch gebaut – aber in der Kita-Urlaubzeit. Sicherlich staunen die Knirpse dann nicht schlecht, wenn sie nach den Ferien wiederkommen und sie plötzlich ein neues Fenster – ein Oberlicht – bewundern können.

Almut Jaekel

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