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Grimmen Neue Schule: Im Frühjahr wird gebaut
Vorpommern Grimmen Neue Schule: Im Frühjahr wird gebaut
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12:23 10.01.2019
Die neue Schule in Miltzow soll schon im Frühjahr gebaut werden. Quelle: dpa
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Sundhagen

 Im zehnten Jahr Sundhagens – die 2009 gegründete Kommune fusionierte aus sieben Gemeinden – ist die Großgemeinde ein Erfolgsmodell. Das zumindest sagt Bürgermeister Helmut Krüger (CDU) über die aktuelle Situation.

Der Haushalt beispielsweise habe eine positive Entwicklung genommen, die die kleinen überschuldeten Gemeinden nicht geschafft hätten. Aufgrund höherer Einnahmen konnten die letzten Jahren nach vernünftiger Haushaltsdiskussion mit Überschüssen abgeschlossen werden. „So sind Investitionen für uns wieder möglich“, sagt Krüger mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung.

Schulneubau

Manche glauben kaum noch an den Schulneubau in Miltzow – wo eine Bildungseinrichtung für Schüler bis zur zehnten Klasse entstehen wird. Mehr als sechs Jahre wurde geplant, geändert, wurden sogar schon Grundsteine gelegt. „Im Frühjahr wird gebaut“ sagt Krüger – und zwar zuerst die Sporthalle, weil dafür die Vorleistungen schneller fertig waren, und es die Genehmigung für die weiterführende Schule spät gab. 2021 ist der Umzug in die neue Schule geplant. „Bis dahin werden wir alle drei Schulstandorte in Ordnung halten“, verspricht er.

Feuerwehr

Ebenso Verzögerungen gab es beim Bau des lange geplanten Feuerwehrgerätehauses in Brandshagen. „Wir sind auf Leitungen gestoßen, die vorher dort nicht bekannt waren“, begründet der Bürgermeister. Aber die Arbeiten beginnen in den nächsten Tagen.

„Es ist nicht einfach, in einer Großgemeinde die Arbeit einer Freiwilligen Feuerwehr mit vielen Löschgruppen umzusetzen“, weiß Helmut Krüger. In den vergangenen Jahren sei das Wehrführer Heiko Schammel und auch dem Jugendwehrführer Frank Schröder optimal gelungen. Knapp 100 Aktive zählt die Sundhagener Wehr, etwa 30 Mitglieder sind im Jugendbereich tätig.

Wegebau

Vorwärts gegangen ist es beim Wegebau: Die Verbindung vom Stahlbroder Fähranleger nach Falkenhagen wurde noch im Dezember übergeben. „Eine sehr schöne Verbindung in guter Qualität“, lobt Krüger.

Auch die neuen Hochufertreppen, die die Begehbarkeit des Steilufers in Stahlbrode wieder möglich machen und deren Vorgänger von einer Sturmflut weggespült worden waren, können zur nächsten Saison genutzt werden, verspricht der Bürgermeister. Die Planung des Ostseeküstenradweges im Gemeindegebiet soll ebenfalls 2019 anlaufen - dann unter Federführung des Kreises, mit dem die Gemeinde dazu einen Vertrag geschlossen hat.

Auf Antrag der Teilnehmergemeinschaft im Bodenneuordnungsverfahren wird die Straße von Horst nach Gerdeswalde saniert. Diese Entscheidung wurde 2018 getroffen, Mitte 2019 soll der Förderantrag gestellt, 2020 frühestens gebaut werden. „Straßenausbaubeiträge gibt es dann sicher nicht mehr“, freut sich Helmut Krüger für die Anwohner. Wie die Straße gestaltet wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall wird auf die sensible und unter Denkmalschutz stehende Friedhofsmauer eingegangen.

Küsten- und Naturschutz

Auch momentan richtet Hochwasser Schäden in Stahlbrode an. Ein Weg sei fast weggebrochen. „Auf der gesamten Länge unseres Gebietes findet kein Küstenschutz statt, weil dieses Gebiet als sogenannte Opferküste deklariert wurde“, sagt Krüger. Aber: „Dort wo wie in Stahlbrode Infrastruktur wie die Bungalowsiedlung vorhanden ist, ist auch Küstenschutz wichtig“, fordert er.

Schwer würden es der Gemeinde solche Vorschriften machen, die extreme Ausgleichsmaßnahmen fordern. Krüger denkt dabei an teure Maßnahmen, die als Gegenzug zur Löschteichsanierung gefordert werden. „Steht der Naturschutz über dem Brandschutz?“, fragt er.

Wohnen und Leben

Krüger: „Unsere Einwohnerzahl ist stabil.“ 5200 Sundhagener leben in den 34 Dörfern der Gemeinde. Und Bauland ist gefragt, 2018 entstanden etwa 40 Eigenheime in der Gemeinde. Deshalb entwickelte die Gemeinde drei Bebauungsplangebiet in Stahlbrode und Brandshagen. „Das erste in Stahlbrode setzen wir in diesem Jahr um“, sagt der Bürgermeister. Die stabile Einwohnerzahl ist auch für das Miltzower Wohnungsunternehmen der Hillebrand-Gruppe gut. „Der Eigentümer kommt seinen Verpflichtungen nach, innerhalb von zehn Jahren den gesamten Bestand zu sanieren“, sagt Krüger. Dazu zählen die Fassaden, Dächer, Treppen und Flure sowie das Umfeld. Die Wohnungen selbst werden nur in Abstimmung mit den Mietern saniert.

Fischereihafen

Weitere Sanierungen, wie Arbeiten am Anlandesteg und bessere Bedingungen für kleinere Angelboote, sind im Fischereihafen Stahlbrode geplant: Ein entsprechender Leader-Antrag ist positiv beschieden. „Aber die Bearbeitung im Landwirtschaftsministerium ist lahm“, sagt Helmut Krüger. Permanent gebe es neue Forderungen.

Zitat: Wir als Gemeinde wollen unterstützen, dass die kleine Küstenfischerei erhalten bleibt. Bürgermeister Helmut Krüger (CDU)

Ein neues Konzept für den Hafenbereich zu erstellen, hat Sundhagen außerdem beschlossen. Damit soll auf die veränderten Bedingungen eingegangen werden, denn die Fischereigenossenschaft löst sich auf, nur ein Fischer wird weiterhin dort tätig sein. „Wir als Gemeinde wollen unterstützen, dass die kleine Küstenfischerei erhalten bleibt“, sagt Helmut Krüger. Neu geordnet und erweitert werden soll auch das Parkplatzangebot.

Kirchengemeinden

Nicht zufrieden ist Helmut Krüger mit der Situation in den Kirchengemeinden. „Ende des Jahres sind alle Pastorenstellen im Gemeindegebiet vakant“, bedauert er, der gleichzeitig stellvertretender Kirchenratsvorsitzender in Reinkenhagen ist. Krüger: „Wir trachten danach, hier wieder eine optimale Stellenbesetzung zu bekommen.“

Erdölmuseum

„Die Sicherung des Erdölmuseums werden wir in das Wahlprogramm der CDU aufnehmen“, plant Krüger. Er sieht die Zukunft in Nähe der neuen Schule. Für das einzigartige Museum solle aber nicht nur die Gemeinde Verantwortung tragen, sondern auch Landkreis und Land. Dankbar ist der Bürgermeister den Mitgliedern des Erdölvereins, die die Einrichtungen – auch als Begegnungsstätte im Dorf – erhalten.

Mitglieder des Erdölvereins präsentieren sich beim Tag des Bergmanns 2018. Quelle: Almut Jaekel

Almut Jaekel

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