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Grimmen Neues Stationszimmer und größeres Pflegebad: Jessiner Pflegeheim will 80 000 Euro investieren
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Neues Stationszimmer und größeres Pflegebad: Jessiner Pflegeheim will 80 000 Euro investieren

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17:00 20.01.2020
Das Pflegeheim „Haus Sonnenschein“ in Jessin. Hier werden 46 Leute im Alter von 54 bis 95 Jahren gepflegt. Quelle: Raik Mielke
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Jessin

Gemütlich sitzen die Bewohner des Pflegeheims „Haus Sonnenschein“ in Jessin bei Grimmen gemeinsam mit dem Pflegeteam im großen Saal des ehemaligen Herrenhauses zusammen. Einrichtungsleiterin Idun Dührkoop erhebt das Sektglas und begrüßt die Männer und Frauen. Neujahrsempfang in der Pflegeeinrichtung.

„Diese gemeinsamen Vormittage haben inzwischen Tradition. Einmal im Monat organisiert mein Team einen Thementag. Heute wollen wir mit einem kleinen Neujahrsempfang auf das Jahr 2019 zurückblicken und in geselliger Runde ins neue Jahr starten“, erzählt Idun Dührkoop. Seit 2018 leitet sie das Pflegeheim des Betreibers Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH. In dieser Zeit hat sich einiges verändert.

Welche Veränderungen gab es im „Haus Sonnenschein“?

„Es ist uns in den vergangenen Monaten gelungen, ein tolles Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Dies war mir enorm wichtig“, betont Idun Dührkoop. So wurden beispielsweise Stationsarbeitswagen und Getränkewagen eingeführt, die täglich zweimal mit den benötigten Arbeitsmitteln bestückt werden. „Dadurch konnten die alten Holzkommoden von den Fluren verschwinden“, erklärt die Einrichtungsleiterin.

Einrichtungsleiterin Idun Dührkoop beim Neujahrsempfang des Pflegeheims. Quelle: Raik Mielke

„Zudem haben wir begonnen, die verschiedensten Räume unserer Einrichtung zu renovieren“, beschreibt sie. Hierzu zählten beispielsweise der Umkleideraum für die männlichen Mitarbeiter, der Lagerraum der Lebensmittel, oder das Vorhaltezimmer. „Die jeweiligen Räumlichkeiten haben wir zum einen grundlegend saniert und zugleich mit neuem Equipment und Mobiliar ausgestattet“, sagt Idun Dührkoop und beschreibt: „Im Lagerraum für die Lebensmittel gab es bis dato nur Lagerregale, die aus ausrangierten Betten gebaut wurden. Nun stehen unseren Mitarbeitern bedienfreundliche Regale zur Verfügung.“

Haus Sonnenschein bietet 46 Heimplätze

Das Herrenhaus in Jessin wurde um 1916 in seiner heutigen Form errichtet.

Seit 71 Jahren ist es ein Pflegeheim.

Im Inneren des zweigeschossigen Putzbaus beeindrucken unter anderem die Eingangshalle mit Holztäfelungen, die Holztreppe und eine Galerie, ein Sandsteinkamin und ornamentale Glasmalereien und ein Gewölbekeller.

Heute betreibt die Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten GmbH das Pflegeheim Haus Sonnenschein.

Es bietet:46 Heimplätze verteilt auf 3 Wohnebenen, aufgeteilt in 23 Doppelzimmer, ein Pflegebad, zwei Gemeinschaftsräume, ein Fest- und Speisesaal, eine Rollstuhlrampe, eine Terrasse und Balkone, einen Raum für Angebote, sowie Küche und Wäscherei.

„Ich habe zuvor in Bartmannshagen in einer sehr modernen Einrichtung gearbeitet. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinem Team, auch hier gewisse Standards einzuführen“, sagt die Einrichtungsleiterin und freut sich: „Neben vielen langjährigen Mitarbeitern haben wir inzwischen auch viele neue Kollegen. Ich bin sehr stolz, dass die Motivation, etwas zu verändern, so groß ist.“

So arbeitet das Pflegeteam inzwischen auch mit einem neuen Medikamentensystem. Das Haus wird inzwischen mit einer angeschafften Maschine gereinigt und auch die Küche wurde mit neuester Technik ausgestattet. „Wir haben eine Kippbratpfanne, eine neue Hauben-Spülmaschine und einen neuen Hauben-Trockner angeschafft“, informiert die Leiterin des Jessiner Pflegeheims und sagt: „Ich freue mich sehr, dass unser Betreiber immer ein offenes Ohr hat und wir die bisherigen Veränderungen realisieren konnten.“

Im großen Saal finden monatlich Themenveranstaltungen statt. Hier sitzen Pfleger und Bewohner beim Brunch anlässlich des Neujahrsempfangs zusammen. Quelle: Raik Mielke

Viele Pläne für das neue Jahrzehnt

Und für 2020 sind weitere Veränderungen geplant. „Sicher ist, dass wir in eine neue Niederschlagswasserableitung investieren müssen. Hierfür ist eine Investition in Höhe von 80 000 Euro geplant. Dies ist zwingend notwendig, weil es im Kellerbereich unseres Hauses bei Regen immer wieder zu Problemen kam“, erklärt die Einrichtungsleiterin.

Zudem sollen das Stationszimmer renoviert und das Pflegebad erweitert werden. „Zurzeit ist es unmöglich, mit dem Lift zur Wanne zu gelangen. Darum muss eine Zwischenwand entfernt werden, um dieses Pflegebad auch intensiv nutzen zu können“, erklärt Idun Dührkoop.

Die Mitarbeiter beim Neujahrsempfang. Liebevoll hatten sie den Saal geschmückt und einen gemütlichen Vormittag für die Bewohner vorbereitet.  Quelle: Raik Mielke

Seit August vergangenen Jahres ist in Jessin zudem ein neuer Hausmeister tätig. „Eines seiner Hauptaugenmerke ist die Pflege unseres wunderschönen Parks. Mein Ziel ist es, dass dieser von unseren Bewohnern künftig noch häufiger als Wohlfühloase im Sommer wahrgenommen wird“, sagt sie.

Zudem soll es zum Tausch und zur Umgestaltung des Essens- und des Betreuungsraumes kommen. „Dies hat ganz einfach arbeitstechnische Gründe, weil wir dann aufgrund der unterschiedlichen Größe der Räume mehr Möglichkeiten haben“, verdeutlicht Idun Dührkoop.

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Von Raik Mielke

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