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Grimmen Ein neues Wohngebiet für Abtshagen?
Vorpommern Grimmen Ein neues Wohngebiet für Abtshagen?
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17:36 25.03.2019
Auf dem Gelände des ehemalige Gutshofes könnten Eigenheime entstehen. Der Eigentümer Manfred Fracke im Gespräch mit Bürgermeister Frederic Beeskow. Quelle: Almut Jaekel
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Abtshagen

In Abtshagen soll ein neues Wohngebiet entstehen. Wenn alles so klappt wie es sich Bürgermeister Frederic Beeskow (Wählergemeinschaft) vorstellt, könnten an der Straße nach Franzburg zunächst bis zu 15 Wohneinheiten entstehen.

„Als Gemeinde Wittenhagen haben wir keine Flächen, auf denen wir so etwas in Angriff nehmen könnten, aber der Bedarf ist da“, sagt Beeskow. Deshalb freut er sich, dass er mit Manfred Fracke jemanden gefunden hat, der Land für die Wohnbebauung zur Verfügung stellen will. „Das Gelände gehörte zur alten Hofstelle unserer Familie, sagt Manfred Fracke. Sein Opa hätte den Hof vor etwa 110 Jahren übernommen und er selbst habe ihn zurückgekauft, als schon fast der jetzige Zustand erreicht war. „Einiges haben wir aber noch abgerissen“, sagt Fracke.

Zunächst könnten etwa 12000 Quadratmeter als Wohngebiet entstehen, weitere Flächen seien möglich. „Und das Schönste ist, dass dort im vereinfachten Verfahren Baurecht zu bekommen ist“, freut sich der Bürgermeister. Denn irgendwo auf freier Fläche zu bauen, sei schließlich aus baurechtlichen Erwägungen sehr schwierig. An der Franzburger Straße sei das im Anschluss an die letzten Häuser auf der linken Straßenseite ortsauswärts aber möglich. Außerdem war die große Wiesenfläche als Hofstelle einst bebaut. „Eine Vorprüfung ist erfolgt“, sagt Beeskow. „Gas, Wasser, Abwasser liegt an der Straße, Strom auf dem Gelände, sagt Fracke. Die Grundstücksgrößen sollen so geschnitten werden, das es für Familien genügend Platz gibt. „Wir wollen als Gemeinde gesund wachsen und einen ländlichen Charakter behalten“, beschreibt Beeskow.

Allerdings will nicht die Gemeinde selbst das Wohngebiet entwickeln, sondern sie sucht einen Investor, der das übernimmt. Beeskow: „Wir als Gemeinde wollen das gern aktiv begleiten, sehen uns aber nicht in der Lage, solch ein Wohngebiet allein auf die Beine zu stellen.“

Seit Jahren steht dieses Haus in Abtshagen an der Elmenhorster Straße leer und verfällt immer mehr. Quelle: Almut Jaekel

Der Bedarf sei da, regelmäßig gebe es in der Gemeinde Anfragen nach Bauland“, sagt der Bürgermeister. Auch nach Baulücken. Mindestens zehn Interessenten, die ein Eigenheim bauen möchten, kennt der Bürgermeister. Deshalb sei es umso ärgerlicher, dass in mehreren Orten der Gemeinde, marode, leer stehende Häuser immer mehr verfallen, und „wir als Gemeinde nichts dagegen unternehmen können, obwohl junge Familie dort gern aktiv werden würden“. Fünf bis sechs solcher baufälligen Immobilien gebe es in der Gemeinde. Ein solches Grundstück befindet sich in der Elmenhorster Straße 39 in Abtshagen. „Der jetzige Besitzer hat es aus einer Versteigerung heraus übernommen und lebt in Spanien, zahlt weder Grundsteuer noch kümmert er sich. Was sollen wir mit solch einer Schrottimmobilie tun?“, fragt der Bürgermeister. Zumal das Haus zentral mitten im Abtshagen stehe, beim letzten Sturm von dort Dachpappe auf Grundstück und Straße wehte und Bäume aus Dach und Mauer wachsen. Irgendwann sind die Bäume dann vielleicht sogar zu groß, um sie fällen zu dürfen, befürchtet Beeskow. „Nichts ist gesichert – das ist doch eine Gefahr“, sagt er. Schon allein aufgrund der Steuerschuld sollte doch eine Zwangsversteigerung möglich sein, meint er. Die Gemeinde würde gern übernehmen und auch dort Baurecht schaffen.

Almut Jaekel

Manfred Dramsch ist seit vielen Jahren im Supermarkt am Jarpenbeeker Damm tätig

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