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Grimmen Niemand muss an Weihnachten einsam sein
Vorpommern Grimmen Niemand muss an Weihnachten einsam sein
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11:30 26.12.2018
Petra und Marco Holtz füllten die Portionen in der Küche auf und und verwöhnten die Gäste des Weihnachtsessen mit leckeren Getränken. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

„Sonst habe ich mich immer alleine zuhause gesessen. Ein wirklich schönes Weihnachtsfest war das dann nicht“, sagt Ilse Schulz. Beim inzwischen sechsten Weihnachtsessen für Einsame war die Grimmenerin nun das erste Mal mit dabei. „So etwas Schönes habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Das wurde alles so liebevoll für uns zubereitet und man hatte Tisch-Nachbarn zum Erzählen“, war sie gerührt. Und so viele Leute, wie in diesem Jahr, waren es noch nie beim Weihnachtsessen für einsame Menschen. Insgesamt 85 Festbraten wurden im großen Saal des StadtkulturhausesTreffpunkt Europas“ ausgegeben.

Heike Stelzer sang gemeinsam mit den Gästen des Weihnachtsessen bekannte Weihnachtslieder. Quelle: Raik Mielke

Und genau dies war auch das Ziel, das Inge Krohn von der Begegnungsstätte „Gemeinsam statt einsam“ und Erika Böhle vom Seniorenbeirat vor sechs Jahren hatten. Die Besucher der Begegnungsstätte erzählten damals in vielen Gesprächen, wie Weihnachten für sie früher war. Sie berichteten vom gemeinsamen Plätzchen backen, munteren Lieder singen und besinnlichen Stunden mit den Liebsten. Sie erzählten aber auch, wie es ist an den Weihnachtsfeiertagen ganz alleine zu sein. „Die beiden engagierten Frauen kamen dann einfach auf mich zu und fragten, ob wir in Grimmen ein Weihnachtsessen für eben jene Leute auf die Beine gestellt bekommen“, erzählt Bürgermeister Benno Rüster und erinnert sich: „Ich habe damals keine Sekunde überlegt und einfach zugesagt. Wir kennen dieses Gefühl der Einsamkeit doch gar nicht und können nur erahnen, wie sich Einsame in diesen Tagen fühlen“, meint Rüster und schaut dabei seine treuen Helfer an. „Das, was wir hier in Grimmen machen, sollte Vorbildcharakter für viele andere Städte sein“, findet er.

Traditionell konnten die Besucher des Grimmener Weihnachtsessen auch ein kleines Kulturprogramm genießen. Hier die Line-Dancer. Quelle: Raik Mielke

Und allein das Essen war ein wirkliches Festmahl. Sonja Müller und Kai Hirsekorn von der Stadtbäckerei Kühl hatten den Gänsebraten und die leckere Soße zubereitet, Elke Rüster das Festessen mit einem selbstgemachten Rotkohl ergänzt. Familie Gless servierte die leckere Nachspeise und das Team um Festwirt Marco Holtz bewirtete die 85 Personen. Unterstützung gab es hierbei von zahlreiche Helfern. „Es ist einfach so schön, dass sich hier inzwischen fast 50 Leute engagieren, damit andere ein schönes Weihnachtsfest haben. Man braucht bloß fragen und schon bietet jemand seine Hilfe an. Dies gibt es so nur in Grimmen“, freut sich der Bürgermeister der Trebelstadt und betont: „Wir können stolz sagen, dass in Grimmen an den Festtagen niemand alleine sein muss.“

Bürgermeister Benno Rüster serviert den leckeren Festbraten. Quelle: Raik Mielke

Und den Teilnehmern des Weihnachtsessen gefiel es super. „Der Braten war sehr lecker. Es ist schön, dass es so etwas zum Fest gibt. Denn das Schönste ist doch die Geselligkeit“, meint Fred Pegelow. Und so sangen die Grimmener gemeinsam mit Heike Stelzer, die sich selber auf der Gitarre begleitete, wunderschöne Weihnachtslieder und verfolgten anschließend die schwungvolle Linedance-Vorführung junger Tanzmäuse. Als dann sogar noch der Weihnachtsmann persönlich vorbeischaute und die Teilnehmer des Weihnachtsessen Gedicht aufsagten, sah man nur noch strahlende Gesichter. Und darum geht es doch schließlich an Weihnachten.

Festliche Stimmung beim Weihnachtsessen im Stadtkulturhaus "Treffpunkt Europas". Quelle: Raik Mielke

Raik Mielke

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