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Nordvorpommern „Die Heimbewohner werden mir fehlen“
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00:00 17.11.2017
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Grimmen

Den sprichwörtlichen Staffelstab gab Elfriede Henning (64) im Kursana-Domizil in Grimmen jetzt weiter: Pflegedienstleiterin im Seniorenheim in der Bahnhofstraße mit seinen 110 Betten ist ab sofort Sylvia Reich. Die 55-Jährige feierte gleichzeitig mit der neuen Aufgabe auch ihr 35-jähriges Dienstjubiläum.

Sylvia Reich (l.) übernimmt die Pflegedienstleitung im Kursana-Domizil von Elfriede Henning. Quelle: Foto: Almut Jaekel

Seniorenheim

110 Betten in Ein- und Zweibettzimmern stehen im Kursana-Domizil in der Grimmener Bahnhofstraße für die Betreuung von Senioren zur Verfügung.

Betreut werden Senioren mit Pflegegraden zwischen II und V.

70 Mitarbeiter sind in der Pflege, der Betreuung und der Verwaltung tätig.

Ganz neu ist der Job für die Grimmenerin nicht: Jahrelang war Sylvia Reich Stellvertreterin und während der letzten zwei Jahre vertrat sie ihre Vorgängerin vollständig, weil diese außerhalb tätig und teilweise auch krankheitsbedingt verhindert war.

Elfriede Henning hat 45 Jahre Arbeitsleben hinter sich gebracht. „Und damit hast du auch genug gearbeitet und dir ein bisschen Ruhe verdient. Vielen Dank und genieße den neuen Lebensabschnitt“, sagte Kursana-Direktorion Irene Salomo zum feierlichen Abschied, bei dem zahlreiche Mitarbeiter des Hauses anwesend waren und ihre guten Wünsche überbrachten.

Engagiert und ehrgeizig sei Elfriede Henning stets im Haus, aber auch in anderen Einrichtungen des Unternehmens aufgetreten. Jede Menge Geschichten und Geschichtchen aus den 27 Jahren, die sie bei Kursana für ihre Mitarbeiterinnen in der Pflege und gleichermaßen für die Bewohner verantwortlich war, kann die Neu-Ruheständlerin jetzt in einer ganz individuellen Chronik nachlesen, die sie zum Abschied erhielt und die sie zu Tränen rührte.

„Ich habe mit meinen Mitarbeiterinnen immer auf einer Ebene gearbeitet, das war mir sehr wichtig“, blickte Elfriede Henning zurück. Auch wenn es mal Diskussionen gegeben hätte. „Hauptsache war, das Unternehmen nach vorn zu bringen. Und das haben wir geschafft“, ist sie überzeugt.

Jetzt will sich Elfriede Henning zunächst ihrer Gesundheit, der Familie und den Enkelkindern widmen. Beide Töchter leben mit ihren Familien ebenfalls in Grimmen, das sei ein großes Glück für sie.

Auch im Handballsportverein Grimmen sei sie engagiert, und sie fahre gern Rad. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass hier alles weiterläuft und freue mich jetzt auf meinen Ruhestand“, sagte sie. „Aber die Heimbewohner werden mir wohl doch fehlen“, blickt sie andererseits voraus.

„Mitarbeiter und Bewohner können sich aber auf jeden Fall darauf freuen, dass der hohe Qualitätsanspruch an die Pflege und das Miteinander bestehen bleiben wird“, ist sich Chefin Irene Salomo gewiss und weiß die Arbeit bei Sylvia Reich in guten Händen. Schließlich habe sie bei ihrer Vorgängerin gute Lehrjahre gehabt, meinte daraufhin Sylvia Reich. „Ich freue mich auf meine berufliche Zukunft“, sagte sie weiter. Denn die Arbeit mache Spaß, die Mitarbeiter seien motiviert und würden sie unterstützen.

Almut Jaekel

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