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Nordvorpommern Förderverein trennt sich von Wanderkoje
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Förderverein trennt sich von Wanderkoje
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03:49 20.08.2013
Die Wanderkoje war viele Jahre beliebte Anlaufstätte für Jugendgruppen. Fotos (2): Reinhard Amler
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Stremlow

140 Ein-Euro-Jobber sind aktuell über den Strukturförderverein Stremlow beschäftigt. Hinzu kommen 24 Arbeitnehmer in der Bürgerarbeit und 54 über den Bundesfreiwilligendienst Beschäftigte.

„Das ist viel“, sagt Marita Dehring, die Vereins-Geschäftsführerin. Sie freut sich darüber, weil der Bedarf für derartige Tätigkeiten im zweiten Arbeitsmarkt immer noch groß ist, auch wenn die gesunkenen Arbeitslosenzahlen ein anderes Bild vermitteln würden.

16 ländliche Kommunen tragen den vor über 20 Jahren ins Leben gerufenen Verein in Stremlow. Nach der Wende waren hier viele Arbeitsplätze, vor allem im ländlichen Bereich, weggebrochen. Bis heute konnten sie in keinster Weise auch nur ännähernd kompensiert werden. „Insofern werden die Maßnahmen auch künftig notwendig sein“, blickt Dehring in die Zukunft. Im Wesentlichen kommen sie den Kommunen zugute. Denn Ein- Euro-Jobber leisten notwendige Hilfsarbeiten, wenn es darum geht, Unrat wegzufahren, Stadt- oder Dorffeste zu unterstützen, in der Jugendarbeit zu helfen, oder, wie rund um Tribsees geschehen, Sitzgruppen und Bänke an Rad- und Wanderwegen aufstellen.

Ähnliches gilt auch für den Bundesfreiwilligendienst. Hier sind über Stremlow derzeit 54 Menschen in Arbeit. Bis 1. Oktober steigt die Zahl auf 69 an. Zwölf oder 18 Monate dauert eine solche Maßnahme, von denen die Dörfer und Städte ebenfalls gern Gebrauch machen. Denn auch die hier Begünstigten sind für die Kommen tätig, zum Beispiel, wenn es um der Erhöhung der touristischen Präsenz geht. In der Bürgerarbeit, sagt die Vereinsgeschäftsführerin, gibt es derzeit 21 Projekte.

Erst seit 1. Januar 2013 leitet Marita Dehring, die 1994 zum Strukturförderverein über ein Praktikum gestoßen war, dessen Geschicke. Gleichzeitig macht sie die Buchhaltung. Die ersten Monate als Chefin seien anstrengend gewesen, resümiert die 56-Jährige, weil viele Anfragen und Gespräche zu führen waren. Über den Sommer sei es aber etwas ruhiger geworden, sagt sie. Als neue Nachricht vermeldete sie die Tatsache, dass der Verein jetzt den Pachtvertrag für seine Wanderkoje in Stremlow gekündigt hat. Sie war einst aus einem Kornlager mit dem Ziel entstanden, Schulklassen, Kindergruppen und Radwanderern preiswerte Übernachtungen anzubieten. Leider würden immer weniger Gruppen kommen, erklärt Dehring. 2013 sei erst eine hier gewesen. Möglicherweise hängt das sinkende Interesse mit der Schließung des Heimat- und Agrarmuseums zusammen. Außerdem gibt es keine Kreativwerkstatt mehr, wo Jugendliche Möglichkeiten der sinnvollen Beschäftigung finden, versucht Dering Gründe aufzuzählen. Es gäbe kaum noch Leute in der Region, die alte Handwerks- oder Handarbeitstechniken beherrschen, sagt sie. Ohne sie lohne keine Kreativwerkstatt. „Allerdings“, so fügt sie an, werde die Wanderkoje nicht komplett geschlossen werden , sondern weiter existieren Denn sie soll privat übernommen werden, so dass hier traditionell stattfindende Feste, wie zum Frauentag oder auch die Mitgliederversammlung des Vereins weiterhin eine Bleibe behalten.

Reinhard Amler

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