Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Nordvorpommern Franzburg schnuppert wieder Zirkusluft
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Franzburg schnuppert wieder Zirkusluft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:36 21.08.2013
Ramon tritt mit Jonglage auf. Der 21-jährige ist im Zirkus geboren worden. Vor 21 Jahren auf der Insel Rügen. Quelle: Reinhard Amler
Anzeige
Franzburg

Alle zwei Jahre kommt ein Zirkus auch ins nur 1400 Einwohner zählende Franzburg. Jetzt ist es wieder soweit, denn von Freitag bis Sonntag gibt der aus Oebisfelde bei Magdeburg stammende Zirkus „Malford“ hier drei Vorstellungen. Das Chapiteau steht am Richtenberger See, direkt neben Peti‘s Eiscafé.

„Wir haben über 60 Tiere dabei“, erzählt Juniorchef Sascha Sperlich. „Darunter auch sehr seltene“, fügt er hinzu, „wie die Girgentaner Ziegen.“ Die kommen ursprünglich aus Australien und haben gedrehte Hörner. Wie auch einige Schafe. „Eines bei uns hat sogar vier Hörner“, verrät der Zirkusmann stolz. Hörner besitzen auch die Watussi-Rinder bei „Malford“. Daneben kommt der Zirkus auch mit Kamelen und Lamas.

Sperlich denkt, dass der Zirkus ein Programm bietet, das die komplette Familie anspricht. „Wir haben einen 4er-Zug Araberhengste und ein Exotentableau, eine Hundenummer und natürlich die zwei Clowns Fritz und Banane.“ Etwas ganz Besonderes seien die russischen Seile, an denen Shannon in schwindelerregender Höhe Kraft und Können demonstriert, schwärmt Sperlich. „So etwas sieht man heute nicht mehr oft im Zirkus.“ Auch ein Schlangenmädchen gibt es in den Vorstellungen. Es tritt aus einer Wasserrose hervor.

Begleitet werden die Darbietungen von einem Live-Orchester. Daneben gibt es viele Lichteffekte. „Wir geben uns modern, aber auch traditionell“, betont der Juniorchef.

Zirkus „Malford“ ist das zweite Jahr wieder in Deutschland. Davor tourte er 17 Jahre im Ausland, vor allem in Belgien und Holland, wo das 800 Zuschauer fassende Zelt nicht selten ausverkauft war.

„Vor allem die Holländer lieben Zirkus“, erklärt Sperlich. In Deutschland sei das anders. „Hier wird viel gegen uns getan, obwohl Zirkus eine Jahrhunderte alte Tradition besitzt.“ Bevor „Malford“

sein Zelt in Franzburg aufgestellt hat, gastierte das Unternehmen in Grimmen. „Wir wurden hier nicht überrannt, sind aber trotzdem zufrieden“, meint Sperlich. „Malford“ hat es als relativ unbekannter Zirkus ohnehin schwer, bezahlbare Gastspielorte zu finden. „Vor allem größere Städte machen es uns schwer“, sagt er. Greifswald sei solch ein Beispiel. „Dort will die Stadt viel Geld, obwohl der Zirkusplatz versteckt im Gewerbegebeit liegt.“ Dieses Jahr sind dort schon vier Zirkusse gemeldet. Deshalb hat „Malford“ seine Anfrage zurückgezogen und ist aufs platte Land ausgewichen. Vor Grimmen gastierte er in Gützkow. Nächste Station ist Loitz. „In Franzburg“, freut sich Sperlich, „steht der Zirkus an der Straße, wo er von vielen gesehen wird.“ Das sei ein Vorteil. Außerdem komme ihnen zugute, dass es hier nicht so oft Gastspiele gibt. „Malford“ selber war vor 20 Jahren letztmalig in der Region.

Das Familienunternehmen gibt es bereits seit 1836. Damals agierte es noch unter freiem Himmel. Erst der Urgroßvater von Sascha Sperlich habe dann ein Zelt angeschafft.

Zwei Euro sparen
Vorstellungen sind am Freitag und Sonnabend jeweils um 16 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr. Freitag ist Familientag. Erwachsene zahlen dann Kinderpreise.

Wer diesen Zeitungsbeitrag ausschneidet und ihn an der Kasse vorlegt, erhält auf seine Karte zwei Euro Rabatt. Man kann sich eine Rabattmarke auch im Internet unter www.circus-malford.de herunterladen.

ReinhardAmler

Über Stremlow sind derzeit weit mehr als 200 Menschen in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes tätig.

20.08.2013

Tribseeser Feuerwehr testet den Ernstfall.

20.08.2013

„Was ich über die Landschaftsgeschichte erfahren und die Vogelbestimmung gelernt habe, war schon interessant. Alles war hier im Nationalpark hautnah zu erleben“, sagte Line Grottian.

20.08.2013