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Nordvorpommern Gojko Mitic freut sich auf Besuch in Grimmen
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Gojko Mitic freut sich auf Besuch in Grimmen
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00:00 14.10.2017

Sie treten am 22.Oktober im Grimmener Kulturhaus auf. Was dürfen die Besucher dort erwarten?

Gojko Mitic (77)

Einen Plausch mit mir, auf den ich mich schon sehr freue. Es wird einen Moderator geben, der versuchen wird, mich richtig auszuquetschen. Zudem spielen wir Filmsequenzen ein und dann habe ich auch noch ein Liedchen mitgebracht.

Welches?

Ich werde etwas singen aus „Alexis Sorbas“. Den habe ich 2009 bei den Schweriner Schlossfestspielen gesungen und getanzt. Wir hatten eine kleine Kamera dabei und damit Aufnahmen gemacht.

Nun sind sie für die meisten aber vor allem der Defa- Chef-Indianer.

Es ist immer wieder ein Wahnsinn zu erleben, wenn erwachsene Menschen vor einem stehen und von ihren Erlebnissen als Kinder berichten. Sie werden dann wieder zu Kindern. Nach der Wende hatte ich gedacht, die Menschen hätten einen vergessen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Sie wollen sich an das erinnern, was sie in ihrer Jugend geliebt haben.

Gibt es bei ihren vielen Indianerfilmen einen, der ihr Favorit ist?

Es sind alles meine Kinder. Allerdings bin ich heute noch überwältigt davon, dass zur Premiere von „Chingachgook, die große Schlange“ im Jahre 1969 über 12 000 Menschen zur Freilichtbühne „Junge Garde“ nach Dresden gekommen sind.

Was rührt sie eigentlich mehr, „Defa-Chefindianer“ zu sein oder „Winnetou des Ostens“?

Beides zugleich, wobei der Winnetou ja erst aufkam, als ich in Bad Segeberg war. 15 Jahre durfte ich dort den Winnetou bei den Karl-May-Festspielen spielen. Wahnsinn.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade zum Talk in Grimmen sind?

Ich habe in Serbien gerade einen Streifen abgedreht, der für den russischen Markt bestimmt ist. Die haben mich wieder entdeckt. Und ich glaube auch, dass es eine Fortsetzung geben wird. Außerdem haben wir auf der sächsischen Bühne in Radebeul ein Stück zum Lutherjahr rausgebracht, mit dem wir jetzt durch die Gegend touren. Es geht darin um einen Geistlichen, der von Halle aus nach Transilvanien geschickt wurde, um dort die Kirche aufzubauen. Es ist erstaunlich, wieviel deutsche Geschichte sich in dem Stück verbirgt.

Wo leben Sie?

In Berlin. Seit 50 Jahren bin ich Köpenicker. Der Hauptmann ist ein guter Kumpel von mir.

Karten für den 22. Oktober (Beginn: 16 Uhr) gibt es im OZ-Servicecenter

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