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Nordvorpommern Prohner Kirchturm wird runderneuert
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Prohner Kirchturm wird runderneuert
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00:00 21.08.2014
Der Prohner Kirchturm ist eingerüstet. Bis Ende des Jahres soll er saniert werden. Quelle: Fotos: Ines Engelbrecht (2), Ines Sommer
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Prohn

Die Gerüste am Prohner Kirchturm sind schon von Weitem zu sehen: Hier ist die ersehnte Sanierung in vollem Gange.

84 000 Euro werden in die Arbeit von vier Gewerken investiert. Maurer, Zimmerleute, Dachdecker und und Blitzschutzfachleute geben sich in den nächsten Wochen die Klinke in die Hand.

42 000 Euro dafür kommen aus dem Landes-Fördertopf für die Entwicklung ländlicher Räume. 20 000 Euro steuert der Pommersche Evangelische Kirchenkreis bei, und 22 000 Euro sind Eigenmittel der Prohner Kirchengemeinde. „Für uns ist das eine sehr große Summe Geld. Wir haben für die Maßnahme jetzt Fördermittel über die Kommune beantragt. Mit Bürgermeister Peter Messing und Bauamtsleiter Klaus Marquardt hatten wir als Kirchgemeinde große Unterstützung, über die wir sehr froh sind“, sagt Pastorin Mechthild Karopka bei der OZ-Stippvisite. Die 48-Jährige freut sich, dass nun wieder ein weiterer Schritt in puncto Kirchensanierung möglich ist.

In 30 Meter Höhe arbeitet Maurer Hans-Dieter Lange am Prohner Kirchturm. Der Bau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Ersatz für den alten Turm angesetzt. Damals hat man einen schlanken, neugotischen Backsteinturm ans Kirchenschiff angebaut.

In die vorher ausgekratzten Fugen bringt Maurer Lange ein ähnliches Gemisch hinein, das die Bauleute bereits damals verwendet haben. Es besteht aus Muschelkalk, schwarzen Farbpigmenten und Wasser.

Die Zutaten hat der 62-Jährige etliche Gerüstleitern mit nach oben geschleppt und dort angerührt. Auch für den erfahrenen Maurer ist dieser Fugenputz nicht alltäglich. „Viele Fugen müssen erneuert werden, da sie an manchen Stellen stark verwittert sind. Die Schwarzverfugung ist das Besondere an der Prohner Kirche. Sie ist typisch für die Wirkungszeit des Stralsunder Stadtbaumeisters Ernst von Haselberg “, sagt Architektin Elke Meißner vom Ingenieurteam Nord aus Stralsund. Gemeinsam mit Trend-Bau-Geschäftsführer Frank Stüwe aus Hohendorf berät sie am Fuße des Kirchturms die weiteren Bauschritte.

„Das Mauerwerk wird mechanisch gereinigt. Der alte Putz in den Blendnischen wird erneuert, Formsteine werden ausgewechselt, vor allem an den Ortgängen der Schildgiebel, dem Übergang vom Dach zum Mauerwerk, sowie an den Rippen der Blendnischen“, erklärt Frank Stüwe. „Von den Formsteinen haben wir noch einige auf dem Dachboden aus der Bauzeit gefunden, das ist natürlich ein toller Fund für uns“, fügt die Architektin hinzu.

Die Schieferplatten auf dem ersten und zweiten Gesims, die teilweise noch aus der Erbauungszeit des Turmes stammen, sind stark abgewittert, und einige haben sich bereits gelöst. Nach Begutachtung und in Abstimmung mit dem Baubeauftragten der Propstei wurde der Abbruch der Schieferabdeckung und der desolaten Brüstungsabdeckung der Luken festgelegt. Die Dachdeckerei Menofs aus Hinrichshagen wird die neue Schieferplatteneindeckung vornehmen.

Die Uhr an der Nordseite soll von der Grimmener Firma Turmuhren- und Läuteanlagenbau Udo Griwahn von außen repariert werden. Das mechanische Uhrwerk bleibt allerdings erhalten, so dass es auch weiterhin zu Störungen des Uhrwerks kommen kann, meint die Pastorin. Auch die Blitzschutzanlage muss erneuert werden. Das übernimmt die Elmenhorster Firma von Torsten Schneider.

Die geplante Bauzeit beträgt vier Monate. „Auf jeden Fall ist nach Fertigstellung ein schöner Abschluss geplant“, sagt Mechthild Karopka. Mehr lässt sich die Pastorin aber noch nicht entlocken.



Ines Engelbrecht und Ines Sommer

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