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Nordvorpommern Seit zwei Jahrzehnten im neuen Gebäude
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00:04 10.05.2014
Andreas Heite, seit 22 Jahren Chef der Amtsverwaltung Miltzow, vor dem Amtsgebäude. Quelle: Almut Jaekel
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Miltzow

Der vergangenen Sonntag war ein Tag, an dem Andreas Heite zurückblickte. 20 Jahre zuvor war das neue Verwaltungsgebäude in Miltzow eingeweiht worden. Und der Leitende Verwaltungsbeamte hieß auch damals schon Andreas Heite.

„Das eigentliche Amt Miltzow gibt es noch zwei Jahre länger, gegründet am 1. April 1992“, sagt der Verwaltungschef. Diese Funktion hat er vom ersten Tag des Amtes an. Damals war der Miltzower gerade mal 30 Jahre alt. „Das war eine spannende zeit, viel Euphorie begleitete uns durch die täglichen Neuerungen“, erinnert sich Andreas Heite.

Mit sieben Gemeinden startete das Amt Miltzow einst. Erst später kamen Wittenhagen und Elmenhorst dazu. Doch aus den zwischenzeitlich neun Kommunen, die zum Amt gehörten, sind mit der Fusion zur Großgemeinde Sundhagen schließlich drei geworden.

Anfangs habe viel weniger Geld als heute zur Verfügung gestanden, aber auch die Bürokratie sei weniger zu spüren gewesen als jetzt. Andreas Heite: „Das gesamte Berufsbild der Verwaltungsmitarbeiter hat sich gewandelt.“ Heute müssten viele Rechtsstreits ausgetragen werden, das koste Zeit. „Wir sind weniger draußen bei den Menschen vor Ort“, bedauert er. Auch deshalb, weil wesentlich weniger Personal in der Verwaltung beschäftigt werde. Mit ABM-Kräften und Praktikanten arbeiteten in Spitzenzeiten 35 Männer und Frauen im Amt, heute sind es gerade mal 18. Dabei seien völlig neue Aufgaben hinzugekommen, an die früher gar nicht zu denken war. Viele Änderungen hätte beispielsweise der Entschuldungsvertrag der Gemeinde Sundhagen mit der Landesregierung, der vor zwei Jahren abgeschlossen wurde, gebracht. Großprojekte wie der Hafenausbau in Stahlbrode binden die Kräfte der Verwaltung. Heite: „Dabei dürfen wir natürlich die beiden anderen Gemeinden im Amt, Elmenhorst und Wittenhagen, nicht vergessen. Wir sehen uns schließlich als Dienstleister für die Kommunen, dort wird entschieden, die Verwaltung berät.“

Und obwohl das Geld knapp sei, ist der Verwaltungschef zufrieden. Denn sehr wichtig sei doch, dass die Arbeitsatmosphäre stimme, meint er. Und die sei gut. „Das ist unsere Stärke“, ist Andreas Heite überzeugt. Es klappe zwischen den Gemeinden und der Verwaltung. Und auch innerhalb der Verwaltung sei einer für den anderen da. Auch wenn aufgrund der Spezialisierungen die Tätigkeiten nicht mehr so einfach von einem auf den anderen übertragen werden können. Und auch die Zusammenarbeit in der Region hebt Heite hervor.: „Wir arbeiten eng mit der Nachbargemeinde Süderholz und den Ämtern Franzburg-Richtenberg, Niepars, Altenpleen und Landhagen im Nachbarkreis zusammen.“

Sitz des Amtes
Miltzow ist der Sitz des Amtes Miltzow, zu dem die Gemeinden Sundhagen, Elmenhorst und Wittenhagen gehören.
Das Amt umfasst eine Fläche von etwa 230 Quadratkilometern, im Norden begrenzt vom Strelasund.
Das Gebäude wurde vor 20 Jahren eingeweiht, die Amtsverwaltung gibt es seit 22 Jahren.



Almut Jaekel

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