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Grimmen Nur die mutigsten Pferde und Reiter starten in Elmenhorst beim Flutlichtspringen
Vorpommern Grimmen Nur die mutigsten Pferde und Reiter starten in Elmenhorst beim Flutlichtspringen
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05:00 07.06.2019
Maria Zilian aus Barth gewann vor einigen Jahren das Hauptspringen beim Pfingstturnier in Elmenhorst auf Pferd Gouliver. Quelle: Jutta Wego
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Elmenhorst

 Pferdeliebhaber aufgepasst: Am Pfingst-Wochenende findet in Elmenhorst das 56. Reit- und Springturnier in Elmenhorst statt. Mehr als 150 Pferde erwarten die Veranstalter, die mit ihren Reiterinnen und Reitern in etlichen Klassen Prüfungen im Spring- und Dressurreiten ablegen. Die Veranstaltung blickt auf eine lange Tradition zurück und ist das größte Turnier in der Region Grimmen.

Nur die mutigsten Pferde springen auch in der Dunkelheit

Eine Besonderheit ist auch das Flutlichtspringen. Am Sonnabendabend um 22 Uhr betreten nur die mutigsten Pferde und Reiter den Parcours und legen ihre Prüfungen ab. Sylvia Becker ist Turnierleiterin, organisiert das tierische Spektakel und ist die Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins in Elmenhorst. Seit 35 Jahren ist die 54-Jährige in dem Verein aktiv. Sie kennt die edlen Huftiere ganz genau: „Das Flutlichtspringen ist nicht für alle Pferde möglich. Das kann man nicht trainieren, sondern es liegt am Charakter des Tieres. Was ein Pferd nicht kennt, kann es erschrecken. Es ist gar nicht so einfach, das sollten die Zuschauer wissen.“ Die Hindernisse des Parcours werden absichtlich mit hellen Stangen versehen, damit die Pferde sie in der Dunkelheit besser erkennen können. „Ein Flutlichtspringen, das ist in ganz Mecklenburg-Vorpommern zur Seltenheit geworden“, weiß auch Bürgermeister Rudi Wendorf (CDU), der das Turnier unterstützt und als Schirmherr der Veranstaltung fungiert.

Knochentrocken und knüppelhart

Doch bevor es am Sonnabend um 9 Uhr losgeht, gebe es noch etwas ganz Wichtiges zu erledigen, sagt Sylvia Becker. „Der Reitplatz muss dringend gewässert werden.“ Durch die Sonnenstrahlung der vergangenen Tage sei der Boden nicht nur knochentrocken, sondern auch knüppelhart. Und das ist gefährlich für die empfindlichen Gelenke der Pferde. Doch es gibt eine Lösung für das Problem. Dirk Hopp aus Elmenhorst besitzt nicht nur ein Unternehmen und Herz für den Reitsport in seinem Heimatdorf, er besitzt auch einen Kesselwagen. „Dank ihm kann der Platz gewässert werden. So ist Elmenhorst. . . Wir helfen und unterstützen uns alle“, sagt der Bürgermeister nicht ohne Stolz.

1,20 Meter hohe Hindernisse

Bis zu 1,20 Meter hoch sind die Hindernisse, die die Pferde überwinden müssen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene stellen sich den Prüfungen. Die jüngsten Reiter stellen sich dem Führzügel-Wettbewerb. In ihm werden die Haltung und der perfekte Sitz des Reiters bewertet. Vor allem in den jüngeren Altersklassen gebe es mehr Mädchen als Jungen, die dem Reitsport verfallen sind. „In den höheren Altersklassen gibt es jedoch mehr Männer“, sagt Sylvia Becker, deren Ehemann Horst Becker das Pfingstturnier vor vielen Jahren aus der Taufe hob. „Er war der Pferdenarr der LPG“, sagt er in liebevoller Erinnerung an den verstorbenen Horst Becker.

Die Zuschauer erwartet neben schönen Pferden und erstklassigen Reitern ein kleines Programm abseits des Parcours. Es gibt Eis, Kaffee, Kuchen und Bratwurst und Musik aus den Lautsprechern des Richterturms. Platz können sie auf den Bänken nehmen, die Sylvia Becker und ihr Team am Rande der Anlagen aufstellen. Parken können die Besucher auf einer Stellfläche vor der Freiwilligen Feuerwehr von Elmenhorst.

Das Programm

Sonnabend und Sonntags geht es jeweils um 9 Uhr mit den Prüfungen in den Klassen „E“ bis „M“ des Reit- und Springturniers los.

Um 22 Uhr beginnt am Sonnabend das Flutlichspringen der Klasse „A“. Für Essen, Trinken, Musik und Sitzplätze ist neben dem Parcours gesorgt.

Der Eintritt kostet 3 Euro; Wer nur das Flutlichtspringen sehen möchte, zahlt 2 Euro. Kostenlose Parkplätze stehen vor dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Elmenhorst zur Verfügung.

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