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Grimmen Nie wieder Feierabend
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05:00 18.12.2018
Letzte Amtshandlung: Burkhard Niedermeyer (l.) im Dezember den Schlüssel für ein neues Feuerwehrfahrzeug von Landrat Stefan Kerth. Quelle: Almut Jaekel
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Grimmen

Burkhard Niedermeyer hat ein großes Problem: „Nie wieder Urlaub, nie wieder Feierabend – das wird mir fehlen“, sagt er. Dann schmunzelt er und ergänzt: „Das ist Spaß, ich freue mich auf meinen Ruhestand, nach mehr als 41 Jahren Berufsleben, ist das gut so.“

Burkhard Niedermeyer beendet jetzt in der Grimmener Stadtverwaltung sein aktives Berufsleben. Seit Juni 2002 war er dort zunächst für das Bau- und Ordnungsamt, später für die Ordnungs- und Sozialverwaltung verantwortlich. Viele Jahre davon auch als stellvertretender Bürgermeister. Zuvor leitete der Franzburger das Bauamt im Amt Franzburg-Richtenberg.

Der sympathische Mann mit dem Schalk im Nacken ist in Bad Sülze geboren und in Eixen aufgewachsen. „Nach Franzburg wurde ich geheiratet“, erzählt er. Ursprünglich habe er Landwirtschaft gelernt, studiert und betrieben, und sei erst durch die politische Wende in die Verwaltung gekommen. In Franzburg sind auch seine beiden Söhne aufgewachsen, mittlerweile sind er und seine Frau Opa und Oma von vier Enkeln.

Stressig sei es gewesen in den letzten Arbeitstagen seines Lebens, sagt er. Natürlich gab es noch Arbeit. Die meiste Zeit aber habe er mit Abschiedstelefonaten und -besuchen verbracht. „Meine Kollegen und auch diejenigen, mit denen ich während der vergangenen Jahre außerhalb der Verwaltung zusammengearbeitet habe, haben mir sehr schöne letzte Arbeitstage beschert“, ist er dankbar. Die Arbeit in der Grimmener Stadtverwaltung hätte ihm aber auch zuvor viel Freude bereitet. Niedermeyer: „Eine große Stütze war mir Uta Zoth.“ Sie wird auch jetzt einen Teil seiner Arbeit übernehmen, denn „meine bisherige Arbeit wird aufgeteilt, die Stelle nicht neu besetzt.“

Wichtig sei es für ihn gewesen, immer fair mit Mitarbeitern umzugehen und sie so zu behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte. „Es war ein tolles Miteinander und auch deshalb gehe ich jetzt beruhigt in die passive Altersteilzeitphase“, sagt Niedermeyer. Aber es werde auch nicht leichter für die, die bleiben. „Während meiner Dienstzeit in Grimmen sind wir sieben Mitarbeiter in diesem Fachbereich weniger geworden“, zeigt er die Entwicklung auf. So hätte er auch manchmal unruhig geschlafen, weil Dinge weggelassen werden mussten, um die Gesamtheit zu bewältigen. Nicht mit allen Entwicklungen in Politik und Stadt ist Niedermeyer glücklich. „Aber als Verwaltungsmensch war es mir wichtig, einmal gefallene Entscheidungen umzusetzen, auch wenn ich persönlich vielleicht eine andere Meinung dazu hatte.“

Seine ersten großen Schritte in Grimmen hängen eng mit der Stockcar-Entwicklung zusammen. „Damals liefen die Genehmigungen für die erste Anlage“, erinnert er sich. Sein Job hatte aber viele interessante Facetten. Die Schulen und Kitas gehörten dazu, die Kultur in der Stadt und der Sport, der Tierpark, die Bibliothek und die Feuerwehr. Besonders beim Tierpark freue ihn die gute Entwicklung. „Auch bei den Schulen haben wir einiges auf den Weg gebracht. Leider sind wir bei der Erweiterung Regionalen Schule nicht so weit wie geplant. Die Zusammenarbeit mit allen drei Stadtschulen war aber immer sehr gut, auch wenn ich in der Bildungspolitik nicht alles nachvollziehen kann“, sagt Burkhard Niedermeyer. Seiner Meinung nach werde zum Beispiel mit dem Thema Inklusion zu konzeptlos umgegangen.

Haus, Hof, Garten stehen ab jetzt für ihn auf dem Programm. „Und mal wieder Angeln gehen, das hatte ich 20 Jahre lang so gut wie eingestellt“, sagt er. Das wird alles sicher auch ohne Urlaub und Feierabend in der Zukunft etwas. „Und ich habe meinen Kindern versprochen, keine Memoiren zu schreiben“, sagt Burkhard Niedermeyer.

Almut Jaekel

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