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Grimmen Ostern einfach nachgeholt
Vorpommern Grimmen Ostern einfach nachgeholt
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00:10 09.04.2018
Natürlich darf auch bei einem verspäteten Ostereiersammeln der Osterhase nicht fehlen. Es sind aber Kannichen die dafür gestern im Grimmener Tierpark herhalten mussten. Quelle: Fotos: Reinhard Amler
Grimmen

„Es ist nicht der Ansturm gewesen, den wir sonst Ostersonntag gewohnt sind“, sagte gestern Tierpflegerin Heide Jahn, die sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Kassenhäuschen am Eingang des Grimmener Tierparks abwechselte. „Aber ich bin dennoch zufrieden mit der Resonanz“, erklärte Tierparkchefin Christin Trapp. „Das Wetter ist ideal und wir haben alles aufgeboten, wozu wir derzeit in der Lage sind“, fügte sie hinzu. Und das war eine ganze Menge. Denn neben dem Suchen von Osternestern, das der Tierparkförderverein wieder organisiert hatte, gab es unter anderem Schafscheren, Spinnen, Schminken, Stockbrot backen, eine Tombola und Bogenschießen.

Im Tierpark wurden wegen des Schnees vor einer Woche erst gestern Eier gesucht

Familie Kreuth aus Wendorf bei Stralsund und Familie Brüggemann aus dem benachbarten Zarrendorf hatte es vor allem das Streichelgehege mit den Kaninchen angetan. Vor allem Sohn Fiete Kreuth, denn der wollte gar nicht wieder aufhören, die possierlichen Tiere mit einer Möhre zu locken. Mutter Karolin schaute dem Treiben begeistert zu und überlegte schon, ob man sich nicht auch ein Kaninchen für Zuhause anschaffen sollte.

Wie diese beiden Familien hatten auch die Macksimows aus Reinberg kein Problem damit, dass wegen der verschneiten Feiertage Ostern im Tierpark nun um eine Woche verschoben worden war. Zielgerichtet war Sohn Timofej gleich zum Ostereiersuchen marschiert und hatte kein Problem, eines der kurz nach elf Uhr schätzungsweise noch dreißig verbliebenen Osternester zu finden. Denn hier gab es gleich nach Öffnung um 10 Uhr den größten Andrang. 77 Kinder hatten sich in der ersten Stunde auf die Suche gemacht. „Wir haben aber rund 130 Nester versteckt“, beruhigte Heike Bünger vom Förderverein alle Eltern und Kinder, die später eingetroffen waren. Der Förderverein hatte dieses Highlight wie in den Jahren zuvor wieder unter seinen Fittichen. Wie hier herrschte im gesamten Tierpark gestern nur gute Laune.

Auf 17 Grad war das Thermometer bereits am Mittag geklettert. Die Sonne schien ohne Unterlass. Das zauberte auch ein Lächeln in die Gesichter der „Mittwochsspinnerinnen“ aus Stralsund, die zum zweiten Mal in Grimmen ihr Hobby demonstrierten. Die Frauen saßen an mehreren Spinnrädern und erklärten allen, die es wissen wollten, ihr altes Handwerk. Wer selbst mal Hand anlegen wollten, konnte dies tun. „Wir haben unseren Treffpunkt im Stralsunder Zoo“, sagte Margot Poch. 13 Mitglieder zähle ihre Truppe derzeit. Ein Mann sei auch dabei, ergänzte sie stolz.

Großes Interesse gab es auch beim Schaf scheren, das Andreas Trapp demonstrierte. Der Tierpfleger, ebenfalls aus Stralsund, macht diese Tätigkeit bereits seit 2011. Für sein erstes Schaf habe er noch 45 Minuten gebraucht und hatte etwa 20 Schnitte, erklärte er seinen begeisterten Zuschauern. Jetzt benötige er wesentlich weniger Zeit. Ein Rauwolliges Pommersches Landschaf würde er in 15 Minuten von der Wolle befreien, sagte er.

Drei Feste, wie das gestrige Ostereiersammeln, die werde es im Grimmener Tierpark dieses Jahr wieder geben, blickte Tierparkchefin Christin Trapp schon mal voraus. Sie freute sich gestern vor allem darüber, dass viele Familien mit Kindern gekommen waren.

Reinhard Amler

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