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Grimmen Parkhaus-Skulpturen im Landsdorfer Park
Vorpommern Grimmen Parkhaus-Skulpturen im Landsdorfer Park
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00:00 31.05.2017
Ein Parkhaus im Landsdorfer Gutspark? Wer sich das Kunstprojekt nicht entegehen lassen will, ist heute Abend bei Familie Schäfer herzlich willkommen.
Ein Parkhaus im Landsdorfer Gutspark? Wer sich das Kunstprojekt nicht entegehen lassen will, ist heute Abend bei Familie Schäfer herzlich willkommen. Quelle: Foto: Privat
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Landsdorf

Zwei Highlights warten heute Abend in Landsdorf: Um 19 Uhr werden im Kornspeicher in Landsdorf die Ausstellung „Das Nichts in der Kunst des Zen-Buddhismus“ und im Park das Parkhaus eröffnet.

Grundlegend anders als alle buddhistischen Glaubensrichtungen bietet der Zen-Buddhismus seinen Anhängern keine goldenen Paradiese, erfüllt von Duft, Blüten und Myriaden von Heilsgestalten. Im Zen geht es um die Erleuchtung im Hier und Jetzt.

„Völlig ungewöhnliche Hilfsmittel werden geboten, die Radikalität von Lehre und Heilssuche schlägt sich in der Kunst nieder“, sagt Gerd Schäfer unserer Zeitung und ergänzt: „Im Osten Erleuchtungshilfe für den Suchenden, im Westen Stimulans der Kunstszene.“ Er berichtet, dass Projektleiterin Dr. Bettina Klein (1947 in Gießen geboren) Kunsthistorikerin für Ostasiatische Kunstgeschichte ist, die in Heidelberg, Kyoto und Tokyo studiert, geforscht und veröffentlicht hat. 1992 hat sie ihre Asian Art Gallery von Tokyo nach Oberursel verlegt. Höhepunkt Nummer 2: Mark Pepper und Thomas Woll zeigen im Landsdorfer Park Skulpturen, die zuvor auf Parkhäusern zu sehen waren, so von 2012 bis 2013 in Düsseldorf auf dem Dach des Parkhauses Charlottenstraße. 2017 war das Projekt zwei Monate im Malkasten in Düsseldorf zu Gast. Vom 31. Mai bis zum 30. Juli 2017 macht es nun Station in Landsdorf.

Der Kornspeicher des Gutes Landsdorf bietet für das musikalische Highlight natürlich die richtige Kulisse. Der Speicher wurde aufwändig saniert und im Sommer 2015 im Rahmen der Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern feierlich eröffnet. Und die Gäste können inzwischen auch durch den neu gestalteten Gutspark wandeln.

2001 hatten Angela und Gerd Schäfer in ihrer damaligen Heimat Meerbusch bei Düsseldorf ein Zeitungsinserat gelesen. Darin war das neoklassizistische Gutshaus Landsdorf samt sieben Hektar großem Park zum Kauf angeboten worden. Schäfers griffen zu, obwohl alles zugewuchert und verfallen war. Seither ist unglaublich viel passiert.

Nicht nur Gutshaus und Park wurden liebevoll hergerichtet. Inzwischen haben sich in Landsdorf, einem Ortsteil von Tribsees, auch die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt. Übrigens: Vom 3.

bis zum 5. Juni präsentieren Angela und David Caspar Schäfer, ebenfalls Gastgeber im Landsdorfer Kornspeicher, eine Auswahl ihrer Arbeiten im Rahmen von Kunst:Offen.

Auch das Café im Landsdorfer Speicher ist das ganze Pfingstwochenende geöffnet.

Ines Sommer

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31.05.2017