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Grimmen Autos aus Pommern in Australien
Vorpommern Grimmen Autos aus Pommern in Australien
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13:34 25.11.2019
Stoewer-Treffen in Eggesin, rechts steht Klaus Möller. Quelle: Sammlung Klaus Möller
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Pommern

Die Stettiner Firma Stoewer war sehr innovativ und hat edle Autos produziert. In einer Serie auf der OZ-Heimatseite erinnerte Erwin Rosenthal an den bis 1945 bestehenden drittältesten deutschen Autobauer. Anlass war der Kauf der Sammlung von Stoewer-Autos durch Stettin, nachdem Sammler Manfried Bauer den Bestand seines Stoewer-Museums in Hessen altersbedingt zum Verkauf anbot. Die innovative Edelmarke gewann viele Schönheits- oder Designwettbewerbe, wie man heute sagen würde, sowie Rallyes und exportierte nicht nur in europäische Länder, sondern auch nach Indien und Australien. Innovationen wie der Frontantrieb gehören zum Erbe der Pommern.

Stoewer-Treffen in Eggesin 2015 Quelle: Sammlung Klaus Möller

Der Greifswalder Klaus Möller bedauert, dass das Pommersche Landesmuseum die Sammlung Manfried Bauers nicht erworben hat und künftig auf dem Gelände des Schlosses Ludwigsburg ausstellt. Er kennt sich nicht nur mit der Unternehmensgeschichte aus. Der gebürtige Berliner fuhr auch schon bei den Stoewer-Treffen und -Rallyes ab Eggesin. Möller kennt Manfried Bauer und auch die Enkelin von Bernhard Stoewer, Jutta Barckmann, von diesen Treffen. In Eggesin gibt es eine Stoewerstraße.

Auch australische Stoewer-Fans kamen schon nach Eggesin. Auf der anderen Seite der Erde, in der Nähe von Melbourne, gibt es das größte Museum von Fahrzeugen, aber auch anderen Erzeugnissen wie Schreibmaschinen des pommerschen Herstellers. An Anfang stand die Suche nach einem restaurierungsbedürftigen Oldtimer durch John Stanley. Er hat in den 1960er-Jahren auf einer Farm eine ganze Reihe unrestaurierter alter Fahrzeuge entdeckt, darunter ein 1923 gebautes Stoewer-Auto, ein D3A. Es war der Anlass eines Kontaktes mit einem DDR-Bürger, der Beginn einer Sammelleidenschaft und der Bekanntschaft mit den Nachkommen und der Geschichte der Familie, der Firma, die auch Traktoren, Lkw und Motorräder baute.

Stoewer-Treffen in Eggesin, vor dem Start Quelle: Sammlung Klaus Möller

15 Stoewerautobesitzer machte Stanley schon in den 1960er-Jahren in Australien ausfindig. Was für noble Pkw das waren, zeigt sich beispielsweise darin, dass US-Präsident Truman nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Stoewer-Auto zur Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens fuhr. Von den ungefähr 40 000 produzierten Fahrzeugen existieren laut dem Stoewermuseum noch etwa 250 und nur 50 Pkw sind fahrbereit. In Australien stehen neun dieser Autos und der einzige noch existierende Traktor.

Wie modern die Gebrüder Stoewer waren, zeigt sich schon darin, dass sie 1899 bis 1905 Elektrofahrzeuge wie Autos, Busse, Lkw und Taxis produzierten. Das erste Elektromobil trieben zwei Motoren mit 3,2 PS Leistung an. In einem Katalog von 1902 werden 22 unterschiedliche Fahrzeuge angeboten. Zwei Jahre später hieß es in der „Allgemeinen Automobil-Zeitung“, dass die Gebrüder Stoewer an der Spitze Elektromobilkonstrukteure stehen. 1905 wurde die Herstellung beendet – die Reichweite waren wegen der zu niedrigen Batteriekapazitäten zu gering. Benzingetriebene Motoren setzten sich durch.

Beim Stoewer-Treffen in Eggesin wurde auch ein Kettenkrad gezeigt, das für die Wehrmacht produziert wurde. Quelle: Sammlung KIaus Möller

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