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Grimmen Radweg an B 109: Fertigstellung verzögert sich um Monate
Vorpommern Grimmen Radweg an B 109: Fertigstellung verzögert sich um Monate
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14:00 22.11.2019
Über die Wintermonate werden die Maschinen beim Radwegebau an der B 109 stillstehen. Quelle: Anja Krüger
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Griebenow

Der Radweg zwischen Groß Bisdorf und Levenhagen wird wohl erst zum Osterfest des kommenden Jahres fertig. Ursprünglich war die Fertigstellung für diesen Monat avisiert. Nun aber wird die Baustelle winterfest gemacht, wie Manfred Borowy vom Straßenbauamt Stralsund informiert. Der Grund: Probleme mit Wasser an der Trasse.

„Wir haben auf einem Teilstück – auf einem 400 Meter langen Abschnitt – zu viel Wasser stehen“, präzisiert Manfred Borowy. Eine wasserundurchlässige Lehmschicht verhindere, dass das Regenwasser versickert. „Normalerweise lässt man den Boden einfach trocknen, aber das ist bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen nicht möglich“, begründet er den über die Wintermonate andauernden Baustopp.

Asphaltschicht weggebrochen

Gerade noch hat man sich in der Gemeinde Süderholz gefreut, dass die Bauarbeiten gut vorangehen. Schließlich ist von der Gemeinde und den Einwohnern Griebenows gleichermaßen 25 Jahre lang für diesen Radweg entlang der vielbefahrenen Bundesstraße, die in Richtung Kandelin an der Autobahnanschlussstelle in die Landesstraße 26 übergeht, gekämpft, der erste Spatenstich im Juli dieses Jahres in Griebenow entsprechend zelebriert worden.

Mehr als 100 Süderholzer kamen im Juli und zelebrierten in einer langen Reihe gemeinsam den ersten Spatenstich für den Radweg in Richtung Greifswald. Quelle: Carolin Riemer

Tatsächlich ist auch vor einigen Wochen die Asphaltiermaschine angerückt, hat den Radweg an Landes- und Bundesstraße mit einer Asphaltschicht versehen. „Aufgrund des Wassers ist der Asphalt aber an einigen Abschnitten gebrochen und musste wieder raus“, informiert Borowy. Auf kleinen Abschnitten hätten die Mitarbeiter der bauausführenden Firma GP Günter Papenburg AG den Boden ausgetauscht. „Das ist aber wirklich nur auf kleinen Abschnitten möglich, nicht auf einer Strecke von 400 Metern“, sagt der Dezernent des Stralsunder Straßenbauamtes.

Mehrkosten noch nicht beziffert

Deshalb werde erst weitergebaut, wenn das Wetter es wieder zulässt. Also im kommenden Frühjahr. Die Fertigstellung zum Osterfest, das im kommenden Jahr auf das zweite Aprilwochenende fällt, scheint damit optimistisch geplant. Inwieweit sich diese Verzögerung und der Mehraufwand auf die Kosten niederschlagen, lasse sich noch nicht abschätzen, würde sich aber im Rahmen halten, sagt Borowy. „Fakt ist aber: Hätten wir weitergebaut, wären die Mehrkosten unkalkulierbar gewesen“, fügt er hinzu. Und es bringe nichts, den Radweg auf Krampf fertigzustellen und dann in zwei Jahren wieder anzurücken, um Reparaturen vornehmen zu müssen.

Rund 895 000 Euro sind für die rund 3,4 Kilometer lange Trasse im Zuständigkeitsbereich des Straßenbauamtes Stralsund ursprünglich eingeplant gewesen. Finanziert wird der Radweg durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Bundesrepublik. Im Bereich der Landesstraße, auf einer Länge von etwa 700 Metern, wird der Weg aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Richtung Greifswald wird kommendes Jahr weitergebaut

Das Problem des Grunderwerbs, das zuvor auch im Bereich der Gemeinde Süderholz für Verzögerungen gesorgt hat, belastet derweil den von Levenhagen nach Greifswald weiterführenden Radweg. In diesem Bereich ist das Straßenbauamt Neustrelitz zuständig. Im Oktober haben dort ursprünglich die Bauarbeiten beginnen sollen. Nach langem Hickhack mit der Universität Greifswald ist ein erstes großes Problem durch Grundstückstausch mit den Anliegergemeinden in diesem Jahr gelöst worden. Es stehe aber noch ein Grunderwerb aus, hat Andreas Herold, Dezernent im Straßenbauamt Neustrelitz, Anfang des Monats gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG gesagt. Ab Anfang nächsten Jahres sei aber der Radwegebau mit geplanten Kosten von 780 000 Euro möglich, schätzt er ein.

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Von Anja Krüger

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