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Grimmen Rotzgöre aus pommerscher Provinz liest in Grimmen aus ihrem Buch
Vorpommern Grimmen Rotzgöre aus pommerscher Provinz liest in Grimmen aus ihrem Buch
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08:30 21.10.2019
Renate Rasch auf ihrem roten Roller, mit dem sie durch Italien fuhr. Quelle: privat
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Grimmen

Sie fuhr mit einem roten Roller quer durch Italien, bestritt den norddeutschen Pilgerweg „Via Baltica“ vom polnischen Swinemünde bis nach Bremen. Über beide Erlebnisse schrieb Nati, eigentlich Renate, Rasch ein Buch. Am Donnerstag um 16 Uhr ist die junge Buchautorin, die einst in Elmenhorst und Ahrendsee lebte, das Grimmener Gymnasium besuchte und auch im Jugendblasorchester der Trebelstadt spielte, in der Grimmener Stadtbibliothek zu Gast.

Am Tag der Bibliotheken wird sie dort aus ihrem zweiten Buch „Zweieinhalb Fischköppe auf der Via Baltica“ lesen, wie Bibliotheksmitarbeiterin Simone Darda informiert. Sie selbst habe das Buch bereits gelesen, in der Bibliothek könne es sich ausgeliehen werden. „Sie beschreibt auf wirklich amüsante Weise ihre Erlebnisse. Interessant ist, dass ausgerechnet Grimmen nicht so gut wegkommt“, macht sie neugierig auf die Lesung.

Nati Rasch Quelle: privat

Erschienen ist das Buch Anfang des vergangenen Jahres im Traveldiary Verlag. Auf Pilgerreise war Nati Rasch bereits 2015 – zunächst gemeinsam mit zwei Freundinnen, später dann allein. Die Abenteuerlust sei, seit sie denken kann, tief in ihrer DNA verankert, meint die 1979 in Stralsund geborene Autorin. Mittlerweile lebt sie in Rostock, ist dort als Musiklehrerin und Autorin tätig. Aber sie sei heute immer noch dieselbe „Rotzgöre“, wie in ihrer Kindheit und Jugendzeit. „Mit zehn Jahren durchpflügte ich mit Vaters ’Schwalbe’ die Wiesen und Wälder meiner norddeutschen Heimat, überquerte mit selbst gebauten Flößen mehr oder minder erfolgreich die Dorfteiche meiner Umgebung, büchste regelmäßig aus, ruinierte, sehr zum Leidwesen meiner Frau Mama, unzählige hübsch berüschte Sonntagskleidchen, badete in Pfützen“, schreibt sie über sich selbst.

Und diese Abenteuerlust führte sie, nachdem sie im Jahr 2012 schon mit ihrem feuerroten Motorroller namens „Mimi“ 14 Wochen lang Italien erkundete, auf den norddeutschen Pilgerweg. „Fremd ist mir meine norddeutsche Heimat keinesfalls gewesen. Doch eben diese, so war mein Begehr, wollte ich unbedingt mit neuen Augen sehen“, erklärt sie in ihrem Blog. 33 Tage war sie schließlich unterwegs. In ihrem Buch berichtet sie von herzerfrischenden Begegnungen, aber auch Irrwegen und auch einigen Strapazen der drei ungleichen Frauen auf ihrem 500 Kilometer langen Fußmarsch. „Ebenso herzerfrischend, wie die Begegnungen der Frauen, wird auch die Lesung sein“, verspricht Simone Darda.

Aber nicht nur auf die Lesung können sich Leseratten und die, die es werden wollen, am Donnerstag freuen. „Geöffnet ist die Bibliothek bereits ab 14 Uhr“, informiert Simone Darda. Zwangloses Kaffee trinken, plaudern und in den Regalen stöbern können die Besucher in der Zeit bis zur Lesung. „Oder sich auf unserem kleinen Bücherflohmarkt mit neuem, aber günstigen Lesestoff für die dunkle Jahreszeit eindecken“, informiert sie.

Rechtzeitiges Erscheinen am Donnerstag in der Bibliothek sichert auf alle Fälle für die Lesung die besten Plätze. „Da die Lesung kostenlos ist, werden wir im Vorfeld keine Anmeldungen entgegennehmen“, sagt Simone Darda.

Tag der Bibliotheken in Grimmen: Donnerstag, 24. Oktober, ab 14 Uhr in der Stadtbibliothek; Lesung Nati Rasch: 16 Uhr

Von Anja Krüger

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