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Grimmen So cool ist ein Tag in Grimmen
Vorpommern Grimmen So cool ist ein Tag in Grimmen
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10:34 13.06.2019
Schon schön sieht die Trebelstadt aus der Luft aus. Quelle: Alexander Müller
Grimmen

Wenn man Urlauber an den Ostseestränden nach ihren touristischen Tagesausflugszielen fragen würde, wäre die Stadt Grimmen wahrscheinlich nicht auf den vorderen Plätzen vertreten. Dabei ist das Tourismus-Konzept der Trebelstadt inzwischen sehr ausgefeilt und ein Tag in Grimmen bietet viele kostengünstige Attraktionen für die gesamte Familie. Die OSTSEE-ZEITUNG machte den Test: Wie cool können Touristen einen Tag in der Zehntausend-Einwohner-Stadt verbringen?

Erst einmal einen Überblick verschaffen

Seit der Sanierung und Einweihung des Wasserturmes am 28. September 2002 besteht die Möglichkeit sich Grimmen aus luftigen Höhen anzusehen. Die runde Aussichtsplattform bietet einen Blick auf die gesamte Stadt und sogar die umliegenden Gemeinden. Wer diesen Ausblick in rund 30 Metern Höhe genießen möchte, muss zuvor die 116 Stufen im Inneren des Turms meistern. Gleich im Eingangsbereich des 1933 erbauten Wasserwerks befindet sich zudem die Tourismus-Information der Stadt. „Sehr gefragt ist unser Stadtplan. Diesen gibt es in deutscher und englischer Sprache“, sagt Oda Scheunemann aus der Stadtinformation. In verschiedenen Ausführungen können Touristen so beispielsweise auf einen informativen Spaziergang durch die Altstadt gehen. „Vor Ort gibt es dann jeweils erklärende Schautafeln“, erklärt sie weiter. Auf einer weiteren Karte sind alle wichtigen Einrichtungen der Trebelstadt markiert. „In den vergangenen Jahren haben immer mehr Leute aus nah und fern ihre Erkundungstour hier am Wasserturm begonnen“, freut sich Oda Scheunemann.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10.30 Uhr bis 16 Uhr, erstes und letztes Wochenende im Monat von 12 Uhr bis 16 Uhr

Eintrittspreise: Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren zahlen einen Euro, Erwachsene zwei Euro

Wer die Stufen hinauf zum Wasserturm bewältigt hat, kann diesen tollen Ausblick genießen und merkt zudem schnell: In Grimmen sind alle Attraktionen fußläufig zu erreichen. Quelle: Raik Mielke

Tierisches Vergnügen im städtischen Zoo

Eines der Highlights der Trebelstadt ist der städtische Zoo. Auf einer Fläche von 2,6 Hektar leben derzeit rund 180 Tiere in 54 Arten. Besonders in der Urlaubszeit gibt es regelmäßige Führungen und Schaufütterung. „Über aktuelle Termine informieren wir regelmäßig auf unserer Facebook-Seite. Zudem sind immer Tierpfleger vor Ort, die gerne Fragen zu den einzelnen Tieren beantworten“, erklärt Tierpark-Leiterin Christin Trapp. Aufgrund der Artenvielfalt gibt es zu fast allen Jahreszeiten im Grimmener Zoo Tier-Nachwuchs. Zudem bieten ein großer Spielplatz und diverse Sitzmöglichkeiten die Gelegenheit zum Verweilen.

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9 Uhr bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Kinder ab drei Jahren zahlen zwei Euro, Erwachsene vier Euro

Da Lachen sogar die Schweine: Im Grimmener Heimattierpark kann man Tiere der Region, aber auch den einen oder anderen Exoten hautnah erleben. Quelle: Raik Mielke

Geschichte zum Anfassen im Heimatmuseum

Wer in unmittelbarer Umgebung der Hansestädte Stralsund und Greifswald Lokalkolorit erleben möchte, ist im Heimatmuseum Grimmen an der richtigen Adresse. Das heutige Museum wurde am 15. Juni 1987 anlässlich der 700-Jahrfeier der Stadtgründung eröffnet. Die Ausstellungsräume befinden sich auf zwei Etagen im Tor selbst und auf zwei weiteren im 1986/87 erbauten wiekhausähnlichen Gebäude in der Mühlenstraße. Beide Bauten sind miteinander verbunden worden. Der Bestand umfasst unter anderem Hausrat aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter einige ältere Stickmustertücher und Haubenschachteln, Textilien, Accessoires und Vereinsfahnen. Die handwerkliche Sammlung beinhaltet landwirtschaftliche Geräte, Repräsentationsstücke der Handwerksinnungen, wie Laden, Schaffhölzer, ein Pokal der Zimmerer Grimmens aus dem Jahre 1803, Statuten und Innungsrollen oder Werkzeuge. Das Museum besitzt außerdem eine kleine Grafik- und Gemäldesammlung mit Landschaftsmotiven der Stadt und der Region. Die Fossilien- und Mineraliensammlung steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte der Erdölindustrie und dem Abbau von Liaston in Grimmen.Der Sammlungsteil Frühgeschichte enthält Keramikfunde aus der Altstadt und der näheren Umgebung, Steingeräte und Artefakte.

Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 14 Uhr bis 17 Uhr, Freitag von zehn bis 13 Uhr, erster und letzter Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 17 Uhr

Eintrittspreise: Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren zahlen zwei Euro, Erwachsene drei Euro

Ein Museum verbaut im Stadttor: Im Grimmener Heimatmuseum geben zahlreiche Ausstellungsstücke aus den vergangenen Jahrhundert einen detaillierten Einblick in die Stadtgeschichte. Quelle: Raik Mielke

Ein erfrischender Sprung ins kühle Nass

Das Naturschwimmbad in Grimmen ist in den Sommermonaten der perfekte Ort, um sich schnell abzukühlen oder auch einen ganzen Tag mit der Familie auf dem weitläufigen Gelände zu verbringen. „In den vergangenen Jahren haben wir immer mehr Touristen bei uns im Bad“, freut sich Mario Goß. Wie der leitende Rettungsschwimmer des Naturbades erklärt, sind dies meistens Leute auf der Durchreise. „Diese machen auf unserem Parkplatz mit ihren Wohnmobilen kurz Halt und genießen den Badespaß“, beschreibt er. Auf dem Gelände befinden sich zudem sportliche Aktivitätsmöglichkeiten, wie ein kleiner Bolzplatz und Volleyball-Felder. Ein Imbiss bietet kleine Erfrischungen und Snacks an. Und das Naturbad ist während der Öffnungszeiten ununterbrochen von Rettungsschwimmern der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes besetzt.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14 Uhr bis 19 Uhr (in den Ferien von 13 Uhr bis 19 Uhr), am Wochenende von 13 Uhr bis 19 Uhr (in den Ferien von 10 Uhr bis 19 Uhr)

Eintrittspreise: Kinder und Jugendliche zahlen einen Euro, Erwachsene zwei Euro

Die Empfehlung gibt es jedes Jahr aufs Neue vom Herrscher der Meere persönlich: Im Grimmener Naturbad kann man sich zu fairen Preisen nach einem erlebnisreichen Tag feuchtfröhlich abkühlen. Quelle: Raik Mielke

Digitale Erlebnis-Tour für die ganze Familie

In der Trebelstadt lauern viele Schätze. Ihnen ist in der Trebelstadt noch kein Schatz begegnet? Dabei kann man mit der wahrscheinlich modernsten Form des Stadtrundganges – dem Geocaching – in Grimmen viele Schätze sammeln. Ein ganz besonderer ist dabei „Grimms grimmiger Grimmen-Rundgang“. Der Grimm erzählt von seinen märchenhaften Abenteuern in der Trebelstadt und gibt dabei Hinweise auf die nächsten Stationen. So pustet er aus Frust fast die gesamte Stadtmauer weg, verkauft Ziegelsteine an die sieben Geißlein und versucht, Rotkäppchen mit einer Mohrrübe zu fangen. Sehr hilfreich beim Lösen der Rätsel sind die Hinweisschilder, welche die Touristen auf dem offiziellen Altstadtrundgang begleiten. So findet man leicht heraus, auf welches Haus der Grimm klettert, um den Handwerkerwitwen ein Stück Fleisch zu stibitzen und wie viele Kamine dieses hat. Der Rundgang umfasst 13 Stationen und dauert etwa zwei Stunden. Am Ende müssen nur noch die Lösungen zusammengerechnet werden. Dann hat man die Koordinaten, an denen der Schatz zu finden ist. Hier muss man nach der sagenumwobenen Dose Ausschau halten. Die genaue Anleitung finden Sie unter www.geocaching.com .

Ein paar Souvenirs für die Daheimgebliebenen

Und wem der Aufenthalt in Grimmen so gut gefallen hat, dass er gerne etwas mehr über die Trebelstadt erfahren möchte, ist bei Fotograf Karsten Kraehmer genau an der richtigen Stelle. In seinem Fotostudio verkauft er zahlreiche Bücher über die Geschichte Grimmens. Zudem gibt es moderne, aber auch historische Aufnahmen der prägenden Gebäude. „In den Sommermonaten sind schon einige Touristen unterwegs, die gerne auch ein Andenken mitnehmen möchten“, bestätigt Karsten Kraehmer.

Im Fotostudio von Karsten Kraehmer gibt es historische Bücher und Ansichtskarten der Stadt Grimmen. Quelle: Raik Mielke

Raik Mielke

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