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Sport Grimmen Manuel Abe: „Mein Team ist in der Rückserie gereift“
Vorpommern Grimmen Sport Grimmen Manuel Abe: „Mein Team ist in der Rückserie gereift“
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19:17 28.04.2019
Der HSV Grimmen hat die Leistung aus der vergangenen Saison bestätigt und sprang nach verkorkster Hinrunde noch auf Platz 5. Quelle: fotos (2): Horst Schreiber
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Grimmen

Wieder Platz fünf, wieder drittbeste Offensive der MV-Liga – die Bilanz des HSV Grimmen aus der Spielzeit 2017/18 scheint sich wiederholt zu haben. Denn seit Sonnabend ist klar: Die Handballer aus der Trebelstadt beenden die diesjährige Spielzeit erneut auf dem fünften Rang und stellen mit 622 Treffern die drittbeste Offensive der Liga. Daran änderte auch die 23:29-Niederlage am letzten Spieltag bei der TSG Wismar nichts mehr.

Dabei sah es am Sonnabend zunächst danach aus, als ob der HSV doch noch einen Platz gutmachen könnte. Die Grimmener führten nach Toren von Kevin Mainitz und Martin Pollex nach fünf Minuten mit 3:0. Bis zur 20. Minute hielten sie den Pokalsieger und Vizemeister in Schach. „Da haben wir richtig gut gedeckt“, befand Trainer Manuel Abe. Doch dann kam der Einbruch, von dem sich der HSV nicht mehr erholen sollte. Binnen 92 Sekunden zog die TSG von 11:10 auf 15:10 davon. Der Fünf-Tore-Vorsprung hielt auch zur Pause (16:11).

„In der zweiten Halbzeit waren wir in der Deckung viel zu weit weg. Da war uns Wismar abwehrtechnisch voraus“, gestand Abe, dessen Team nach zwischenzeitlichem Neun-Tore-Rückstand am Ende noch etwas Ergebniskosmetik betrieb. So kassierte der HSV zum Abschluss seine 10. Saisonniederlage.

Trainer Manuel Abe blickt auf die nun abgeschlossene Spielzeit in der MV-Liga zurück.

Der Saisonverlauf

Zwölf Siege, ein Unentschieden gegen den TSV Bützow und zehn Niederlagen stehen beim HSV nach 22 Spielen zu Buche. 622 Treffer sind der drittbeste Ligawert nach Meister Güstrower HV (647) und dem Stralsunder HV II (625). Allerdings weist der HSV auch die drittschlechteste Defensive auf (617). Nach einem durchwachsenen ersten Halbjahr mit nur vier Siegen richtete sich der Blick des HSV nach dem Jahreswechsel nach oben. 2019 blieb die Abe-Sieben daheim ungeschlagen. „Platz 5 ist ein starkes Ergebnis, das vor der Saison und auch nach der Hinrunde nicht zu erwarten war“, freute sich der Trainer.

Die Entwicklung des Teams

„Mein Team ist in der Rückserie gereift. Es hat vermehrt richtige Entscheidungen getroffen und ist in wichtigen Phasen ruhig geblieben. In der Hinrunde waren wir noch zu grün hinter den Ohren“, hebt Abe die Entwicklung hervor. „Einige junge Spieler sind mit den Aufgaben gewachsen. So hat sich zum Beispiel Moritz Hildebrandt als Abwehrchef herauskristallisiert. Andere müssen noch reifen und werden weiter Fehler machen. Allerdings haben sie gelernt, Kritik anzunehmen und umzusetzen.“

Die Grimmener Männermannschaft besticht durch Ausgeglichenheit. Das unterstreicht ein Blick auf die interne Torjägerliste (siehe Infokasten). „Es ist immer ein anderer Spieler herausgestochen. So konnten wir auch knappe Spiele gewinnen“, erkennt Abe einen Vorteil darin, nicht nur von einem Torjäger abhängig zu sein.

Die Schwierigkeiten

„Die große Frage war: Wie kommst du in die Saison rein?“, stand Abe im vergangenen Sommer aufgrund von schwerwiegenden Abgängen und Sperren noch im Ungewissen. Leistungsträger Steve Salbrecht musste zu Saisonbeginn noch eine Strafe absitzen. Dann war auch Martin Pollex gesperrt. Angesichts der vielen Gegentore zeigt sich Abe auch mit der Defensivleistung nicht zufrieden: „Die Abwehr-Torhüter-Abstimmung war nicht gut. Zudem waren unsere Torhüterleistungen zu selten überragend. So mussten wir immer viele Tore werfen, um zu gewinnen.“

Der Ausblick

Mit Martin Pollex und Alexander Kopilow treten zwei verdiente Spieler kürzer. Gleichzeitig enden die beiden Gastspiele von Roman Bernhardt und Steve Salbrecht beim SV Fortuna Neubrandenburg, der ebenso wie der Bad Doberaner SV von der Oberliga in die MV-Liga absteigt. Weitere Neuzugänge sind noch nicht eingetütet. Auch aus dem eigenen Nachwuchs wird aufgrund der fehlenden A-Jugend kein Talent aufrücken.

Für die Handballer geht’s zum Saisonausklang in zwei Wochen beim eigenen Pommerncup noch einmal auf die Platte. Zudem starten ein Frauen- und ein Männerteam beim Beachhandball auf Usedom Ende Mai.

Top-Torjäger HSV

1. HSV intern/15. MV-Liga Matti Pervölz – 95 Tore/21 Spiele – 4,52 Tore/Spiel

2./16. Lucas Kladek-Markau – 92/19 – 4,84

3./17. Martin Pollex – 90/18 – 5

4./32. Alexander Kopilow – 72/21 – 3,43

5./35. Kevin Mainitz – 70/20 – 3,5

6./42. André Machel – 61/12 – 5,08

7./85. Steve Salbrecht – 31/9 – 3,44

8./87. Bastian Köhler – 30/18 – 1,67

9./98. Darius Jahns – 24/16 – 1,5

Horst Schreiber

Wer wird für außergewöhnliches Engagement geehrt? Bis zum 16. Mai läuft die Abstimmung über die elf Vereine aus Vorpommern-Rügen, die in für einen von vier Preisen beim 1. Stralsunder Sportlerball nominiert wurden. Die Gala-Premiere steigt einen Tag später in der Stralsunder Brauerei.

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