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Grimmen Stahlbrode/Glewitz: Seit 25 Jahren pendeln zwei Fähren
Vorpommern Grimmen Stahlbrode/Glewitz: Seit 25 Jahren pendeln zwei Fähren
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14:49 29.07.2019
Seit 25 Jahren pendeln die beiden Fähren von Frühjahr bis Herbst zwischen Stahlbrode und Glewitz. Quelle: Raik Mielke
Stahlbrode

Seit 25 Jahren pendeln in den Sommermonaten zwei Fähren zwischen den Orten Stahlbrode und Glewitz hin und her. „Wir feiern in diesem Jahr sozusagen unser Silber-Jubiläum“, sagt Detlev Düwel, Vertriebsleiter der Reederei „Weiße Flotte“ und erklärt: „Mit den Schiffen ’MS Stahlbrode’ und der ’MF Glewitz’ bieten wir Einheimischen, aber vor allem auch vielen Urlaubern, eine romantische Überfahrt und insbesondere eine entspannte Tour auf die Insel Rügen.“

Seit 1994 jährlich rund 175 000 Autos transportiert

Die Autofähren wurden 1965 gebaut und bieten jeweils Platz für 45 Autos und 300 Passagiere pro Überfahrt. Beide Schiffe haben eine Länge von 58 Metern und eine Breite von 12 Metern. „Wir rechnen damit, dass in diesem Jahr erneut rund 175 000 Fahrzeuge transportiert werden“, nennt Detlev Düwel eine beeindruckende Zahl. Die Weiße Flotte bietet diesen Fährverkehr seit 1994 an. Seit dem Bau der Rügenbrücke ist der Weg übers Wasser eine von drei Möglichkeiten um auf die Insel Rügen zu gelangen. „Damit haben die Insulaner und ihre Gäste die Möglichkeit, bei der An- beziehungsweise Abreise staubelastete Verkehrsknotenpunkte zu umschiffen‘“, wirbt der Vertriebsleiter für diesen Weg von und zur Insel Rügen.

„Wir transportieren aber nicht nur Privatleute und deren Fahrzeuge. Unsere Fähre nutzen täglich auch zahlreiche landwirtschaftliche Maschinen“, erklärt Detlev Düwel.

Alle 20 bis 30 Minuten legt eine Fähre ab

Die beiden Fähren fahren in den Sommermonaten von den beiden Standorten aus im 20 bis 30 Minutentakt ab. Unterwegs auf der rund eine Seemeile langen Tour (1852 Meter) sind die beiden Fährschiffe mit sieben Knoten, also etwa 13 Kilometern in der Stunde.

Von Stahlbrode aus geht bis zum 1. September jeden Morgen um 6.30 Uhr die erste Fähre. Eine Viertelstunde später startet die Glewitz-Fähre. Die letzte Tour startet in Stahlbrode um 21 Uhr und in Glewitz erneut 15 Minuten später. Der Pendelverkehr findet bis zehn Uhr alle 30 Minuten statt. Von zehn bis 17 Uhr hat man alle 20 Minuten die Möglichkeit zwischen Stahlbrode und Glewitz zu pendeln. Ab 17 Uhr starten die Fähren dann wieder alle 30 Minuten. „Von September bis Anfang November werden die Zeiten dann wieder verkürzt“, informiert Detlev Düwel.

Preisliste

Pkw (auch mit Anhänger) bis drei Tonnen zahlen für eine einfache Fahrt 6,50 Euro. Die Hin- und Rückfahrt kostet elf Euro.

Fahrzeuge bis fünf Tonnen zahlen 11, 50 Euro. Eine kombiniertes Hin- und Rückfahr-Ticket gibt es nicht.

Für das Mitführen eines Fahrrads zahlt man 1,30 Euro.

Motorräder kosten 4,50 Euro beziehungsweise 7,50 Euro für das Kombi-Ticket.

Erwachsene können für 1,30 Euro die Überfahrt genießen. Kinder bis elf Jahre zahlen 90 Cent.

Zudem gibt es eine Fünf-Fahrtenkarte. Diese ist gültig für Personen und Fahrräder. Sie kostet fünf Euro.

Für Pkw gibt es zudem eine Zehner-Fahrkarte. Bis drei Tonnen kostet diese Karte 40 Euro. Für Pkw bis fünf Tonnen 92 Euro.

Bei Urlaubern und Einheimischen sehr beliebt

„Wir machen seit vielen Jahren auf der Insel Rügen Urlaub und nutzen in jedem Jahr die Fähre von Stahlbrode aus“, sagt Christian Janker aus Eppendorf und erklärt: „Zum einen umgehen wir so dem Stau, aber vor allem auch unsere Kinder freuen sich immer auf die kurze, aber sehr schöne Tour übers Wasser.“

Aber auch „Wasserratten“ nutzen den schnellen Weg auf die Insel Rügen. „Wir haben derzeit unser Zelt auf dem Camping-Platz in Stahlbrode aufgeschlagen“, verrät Simone Kluth aus Hannover und meint: „Der Strand in Stahlbrode ist nicht so schön. Darum fahren wir bei diesem tollen Sommerwetter in den Nachmittagsstunden immer Mal rüber nach Glewitz. Dort wird dann ausgiebig gebadet. Zudem hat man von der Fähre aus einen tollen Ausblick auf die Region.“

Raik Mielke

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