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Grimmen Startschuss für Sanierung des Griebenower Schlosses gefallen
Vorpommern Grimmen Startschuss für Sanierung des Griebenower Schlosses gefallen
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17:10 05.04.2019
Verkündeten gemeinsam den offiziellen Start der Sanierungsarbeiten am Schloss: Süderholz' Bürgermeister Alexander Benkert, Uwe Schwarz als Vorsitzender des Betreibervereins Barockschloss zu Griebenow, Landesminister Harry Glawe und Gemeindevertretervorsteher Wotan Drescher (v. l.).
Verkündeten gemeinsam den offiziellen Start der Sanierungsarbeiten am Schloss: Süderholz' Bürgermeister Alexander Benkert, Uwe Schwarz als Vorsitzender des Betreibervereins Barockschloss zu Griebenow, Landesminister Harry Glawe und Gemeindevertretervorsteher Wotan Drescher (v. l.). Quelle: Anja Krüger
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Griebenow

Der Startschuss für die Sanierungsarbeiten am Barockschloss zu Griebenow ist gefallen. Am Freitag haben es Süderholz’ Bürgermeister Alexander Benkert, Landeswirtschaftsminister Harry Glawe, Uwe Schwarz vom Betreiberverein Barockschloss zu Griebenow und der beauftragte Architekt Michael Baldauf ganz offiziell gemacht. Harry Glawe hat es einen „historischen Tag“ genannt. Denn viele Jahre der Planung liegen hinter der Gemeinde und allen weiteren Beteiligten, wie Alexander Benkert berichtet. „Im Jahr 2013 hat sich die Gemeinde erstmals mit diesem Projekt befasst“, erzählt er.

Die Sanierung des Schlosses ist nur ein Teil eines Gesamtprojektes mit dem Namen „Touristisches Zentrum“. Neben den umfangreichen Arbeiten an dem Schwedenbau – unter anderem mit Schwammsanierung, Fassadenerneuerung, Austausch der Fenster sowie der Heizungs- und Sanitäranlage und nicht zuletzt der Rekonstruierung der Außentreppe – sind auch ein Bewegungsparcours für Jung und Alt sowie ein Rast- und Unterstellplatz geplant. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 3,84 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 3,45 Millionen Euro. Das Innenministerium gibt zur Verstärkung der Eigenmittel rund 263 100 EUR dazu. Den Rest trägt die Gemeinde, kann aber noch auf eine Zusage für Fördermittel aus dem Vorpommern-Fonds hoffen.

In den kommenden Monaten wird das Barockschloss in Griebenow umfangreich saniert. Am Freitag fiel der Startschuss für die Arbeiten.

Schlossanlage soll Tourismusmagnet werden

Harry Glawe ist sich sicher, aus dem historischen Kern Griebenows mit dem Schloss kann ein touristischer Anlaufpunkt werden. „Es gibt kaum eine vergleichbare Anlage im Land, die auch noch so gut erhalten ist. Das Schloss selbst ist ein baukünstlerisches Juwel“, sagt er. Das sehen auch Süderholz’ Gemeindeoberhaupt sowie Architekt Baldauf so. „Immer wieder mussten wir uns der Frage stellen, warum wir so viel Arbeit und Geld in das Schloss stecken. Die Erklärung: Es ist eine Investition für die nächste Generation und die Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt Benkert. Dem kann Süderholz’ Gemeindevertretervorsteher Wotan Drescher nur beipflichten. „Ich hoffe jedoch und drücke dem Betreiberverein die Daumen, dass er die Bauphase unbeschadet übersteht“, sagt er.

Schwere Zeiten für Betreiberverein

Denn für den Betreiberverein sind die Bauarbeiten eine große Herausforderung. Er ist bereits aus den historischen Gemäuern ausgezogen, hat eine Notunterkunft für die Versorgung bei Veranstaltungen und auch die Verköstigung der Bauarbeiter im Nebengebäude vom Pommerschen Diakonieverein angemietet. In den kommenden Monaten können lediglich Veranstaltungen unter freiem Himmel durchgeführt werden. Zur Not will man sich mit großen Zelten behelfen. Im Mai des kommenden Jahres, so zumindest sieht es die Bauablaufplanung vor, kann der Verein dann zumindest den Westflügel des Schlosses mitsamt Café wieder nutzen.

Insgesamt sind für die Umsetzung des Projektes rund zwei Jahre eingeplant. Bereits jetzt ist das Barockschloss von einem hohen Bauzaun umgeben. „Am Dienstag kommen die Gerüstbauer und dann wird zunächst der Putz von den Außenwänden entfernt“, berichtet Architekt Baldauf und hofft, dass sich dann keine Überraschungen auftun.

Anja Krüger

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