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Grimmen Stimmung brodelt wie im Hexenkessel
Vorpommern Grimmen Stimmung brodelt wie im Hexenkessel
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02:24 25.11.2013
Fast tausend Stock-Car-Fans verwandelten den „Treffpunkt Europas“ in einen stimmungsvollen Hexenkessel. Fotos (6): Raik Mielke
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Grimmen — Im „Treffpunkt Europas“ brodelt es am Samstag wie in einem echten Hexenkessel. Über 950 Besucher feiern mit der PS-Party den stimmungsvollen Abschluss einer spektakulären Stock-Car-Saison. „Das Rennjahr war ein voller Erfolg“, freut sich Sven Friedrich, stellvertretender Vorsitzender der 1. Grimmener Stock-Car-Legion.

Der Wahnsinn auf vier Rädern fesselte auch in diesem Jahr mit atemberaubenden Überschlägen und packenden Duellen tausende Besucher im Grimmener Motodrom. „Ich verfolge die Rennen erst seit zwei Jahren — seit dem bin ich aber ein absoluter Fan dieses einmaligen Motorsportevents“, sagt Nadine Schuknecht (21), als plötzlich ein Jubelsturm im Saal ausbricht. Schuld daran ist Ivonne Holz. Die motorsportbegeisterte Frau ist die erste weibliche Starterin, die einen Podiumsplatz beim „Kessel-Cup“ erringen konnte. In der Klasse bis 80 PS setzte sich die Fahrerin der „Blue Tank‘s“ gegen viele männliche Mitstreiter durch und wurde Dritte. „Es ist für mich der bis dato größte Erfolg in meiner Stock-Car-Laufbahn“, ist sie begeistert.

Bei den Männer hat derweilen vor allem Robin Rahn (25) ein Dauergrinsen auf den Lippen. Eine überragende Saison schloss der Motorsportler der „Rennratten“ mit zwei ersten Plätzen im „Kessel-Cup“ ab. „Das ist wirklich eine außergewöhnliche Leistung“, betont auch Ulf Schnackenberg, Moderator der Stock-Car-Rennen. „Ein Traum wird wahr. Gleich zwei Klassen in einem Jahr zu gewinnen — das passiert nicht oft“, ist Robin Rahn glücklich und verspricht, auch in der kommenden Saison wieder jede freie Sekunde an seinem Gefährt zu schrauben und erneut anzugreifen. Traditionell lassen vor allem die Männer der Szene dann die Muskeln spielen. Gesucht wurde das stärkste Team des Jahres. Und diese Suche gestaltet sich jedes Jahr aufs Neue zu einem emotionalen Wettkampf am Tau. Zwölf Teams haben sich angemeldet, um ihre Kontrahenten im wahrsten Sinne des Wortes einmal durch den Saal zu ziehen. Die Rolle der Schiedsrichterin übernimmt Yvonne Block. Auch wenn die 35-jährige Blondine den Männern bereits die ersten Schweißperlen auf die Stirn treibt, so richtig anstrengend wird es erst, als sie das Start-Kommando gibt.

Angefeuert von hunderten brüllenden und kreischenden Menschen entwickelt sich das Tauziehen zu einem der stimmungsvollen Highlights des Abends. Am Ende haben die Männer der „Blue Tank‘s“ nicht nur die dicksten Arme und die beste Technik. Sie sichern sich auch den Titel „Strongest Team of the Year“.

Das Team des Jahres werden die „Zetelvitzer Flitzer“. „Für die einzelnen Vereine hat dieser Preis inzwischen einen enorm hohen Stellenwert“, betont Ulf Schnackenberg. „Für uns ist es eine Ehre, zum Team des Jahres 2013 gewählt worden zu sein. Wir haben lediglich drei Fahrer, aber stecken unser ganzes Herzblut in den Stock-Car-Sport“, betont Mario Wodrich (32).

Mit stimmungsvoller Partymusik von Thorsten Erdmann feiern die Massen anschließend weiter. „Ein tolles Finale einer erneut überragenden Saison. Es gibt einfach nichts Vergleichbares und ich denke, bei fast allen steigt jetzt schon die Vorfreude aufs nächste Jahr“, ist sich Anke Bahls (40) von den „Wühlmäusen“ sicher.

Stock-Car-Gewinner vom Kessel-Cup 2013
Trabant Original: Eric Wiezorrek

(1. Buggy Team Vorland e.V.)

Trabant Tuning: Erik Schwabe

(Bomber Team)

Buggy: Ole Kasten (Black Fighters)

Offene Klasse bis 60 PS:

Christian Bünger (Bomber Team)

Offene Klasse bis 80 PS: Robin Rahn (Rennratten e.V.)

Offene Klasse 81-140 PS: Robin Rahn

(Rennratten e.V.)

Offene Klasse über 140 PS und Allrad: Majo Fischer (Team Engelswacht)

Offene Klasse Heckantrieb: Tim Wiese (Speedline V8)


Team of the year: Zetelwitzer Flitzer

Strongest team of the year: Blue Tank‘s

Raik Mielke

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