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Grimmen Es wird noch heißer im Grimmener Hexenkessel
Vorpommern Grimmen Es wird noch heißer im Grimmener Hexenkessel
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14:22 29.08.2019
Spektakuläre Überschläge sind bei den rasanten Rennen keine Seltenheit. Quelle: Elke Rüster
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Grimmen

Der Hexenkessel in Grimmen wird am Wochenende aus mehreren Gründen kochen: Etwa 320 Fahrzeuge liefern sich am Sonnabend und Sonntag jeweils zwischen 9 und 17 Uhr spektakuläre Wettkämpfe. Besonders spannend wird es am Sonntag um die Mittagszeit, wenn die Final-Teilnehmer beim Kessel-Cup ins Rennen gehen und um die Pokale kämpfen.

50 Grad Celsius im Inneren der Bahn

Brodeln wird also nicht nur die Stimmung, sondern auch die etwa 20 Bahnbetreuer werden ins Schwitzen kommen. Benno Rüster, der Vorsitzende der 1.-Grimmener-Stock-Car-Legion, spricht von Temperaturen um 50 Grad Celsius, die im Inneren der Bahn herrschen werden. Die Feuerwehrleute trotzen den Temperaturen in Schutzanzügen, DLRG und das Deutsche Rote Kreuz sichern Fahrer und auch die Zuschauer ab. Rüster ist froh, dass er Jahr für Jahr so eine gute Truppe für die Rennen gewinnen kann. „Unsere Sicherheits- und Rettungskette funktioniert einwandfrei“, sagt er. Das hat sich in den vergangenen Jahren ausgezahlt, denn eines ist sicher: Die Fahrer geben im Hexenkessel alles und schonen weder Mensch noch Maschine. Rasante Überholmanöver und Überschläge sind vorprogrammiert.

Neue Regel wird hart durchgesetzt

Auf die Sicherheit legt Benno Rüster höchsten Wert. Nicht nur weil er sich selbst vor einigen Jahren den Halswirbel bei einem Rennen brach, sondern weil er seine Sorgfaltspflicht ernst nimmt. So ernst, dass die Security in diesem Jahr besonders hart gegen Regelverstöße durchgreifen wird. In den vergangenen Jahren sei es immer wieder vorgekommen, dass Eltern ihre Kinder ohne Aufsicht am Rande der Strecke mit Mopeds und Quads fahren ließen. „Das birgt etliche Gefahren und wird in diesem Jahr bestraft.“ Während in den Vorjahren die Eltern noch höflich gebeten wurden, auf ihren Nachwuchs aufzupassen, werden in diesem Jahr die Fahrzeuge der Kinder für die Zeit des Rennens beschlagnahmt. Bei wiederholtem Fehlverhalten droht den Eltern der Ausschluss vom Rennen. „Das Vermeiden von Unfälle steht im Vordergrund“, betont Benno Rüster.

Fahrzeug spritzt Besucher nass

Und damit auch die Zuschauer bei den hochsommerlichen Temperaturen keinen Sonnenstich bekommen, hat der Vorsitzende kurzerhand einen speziellen Wagen organisiert, der am Wochenende den Zuschauern eine kühle Wasserdusche bereiten soll.

„Den Sachsen war es zu hart.“

Seit 27 Jahren gibt es die legendären Rennen in Grimmen, die sich in der Stockcar-Szene weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben. Die Fahrer kommen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Berlin und Schleswig-Holstein. „Sachsen hatten wir auch mal dabei, aber denen waren die Rennen zu hart“, sagt Benno Rüster lachend. Schätzungsweise zwei bis drei Teilnehmer landen während des Renn-Wochenendes im Krankenhaus. Oft auch aus reiner Vorsicht. War ein Fahrer nach einem Überschlag beispielsweise besinnungslos, entscheidet nur ein Arzt, ob er an den weiteren Rennen teilnehmen darf. „Wir nehmen die Absicherung sehr ernst“, betont Rüster.

Auch auf eventuelle Regenschauer im Falle eines Gewitters hat sich der Organisator vorbereitet. Zwei große Planierraupen besorgte Benno Rüster, um die schlammige Erde auf der Strecke wieder in eine ebene Rennbahn zu verwandeln. „Ist der Boden glatt und eben, können die Fahrzeuge bei einem Überschlag ausrollen und die Fahrer haben ein geringeres Verletzungsrisiko.“

Das Wohnwagenvernichtungsrennen hält, was der Name verspricht. Quelle: Anke Hanusik

Tractor-Pulling in Grimmen: PS-Monster im Hexenkessel

Er ist Rettungssanitäter beim Stockcar-Rennen

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Von Carolin Riemer

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