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Grimmen Stockcar-Saison im Grimmener Hexenkessel eröffnet
Vorpommern Grimmen Stockcar-Saison im Grimmener Hexenkessel eröffnet
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19:00 05.05.2019
200 Starts an zwei Tagen: Die Eröffnung der Stockcar-Saison im Grimmener Hexenkessel bot abermals spektakuläre Rennen. Quelle: Anja Krüger
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Grimmen

Spannende Duelle und spektakuläre Überschläge auf der Rennpiste im Grimmener Hexenkessel: Am Wochenende sind Stockcar-Fans wieder voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. 300 Starter haben sich zuvor für die Rennen zum Hexenkessel-Opening, der Eröffnung der 26. Stockcar-Saison in Grimmen, angemeldet. Insgesamt rund 200 Mal wirbeln die Startflaggen durch die Luft. Für die Motorsport-Fans bedeutet dies: Stockcar-Rennen am laufenden Band.

Was für die Zuschauer auf den Wällen rund um die Erdpiste Unterhaltung pur ist, bedeutet für die zahlreichen Helfer Anspannung pur. Mit Argusaugen beobachten 13 junge Frauen durch die Scheiben eines ausrangierten Gelenkbuses die Rennen. Die Platzierung und gefahrene Zeit jedes einzelnen Fahrers eines Rennens notieren und schließlich auch die Listen erstellen für die nächsten Runden sind ihre Aufgaben. „Jedes Mädel verfolgt einen Wagen auf der Strecke. Jeweils zwei von uns schauen auf das gesamte Feld und notieren ebenfalls die Platzierungen. Am Ende wird dann abgeglichen, ob alles übereinstimmt. Sozusagen als Gegenkontrolle“, erklären Franziska Drabant und Sophie Plath ihren Arbeitsablauf. Alles muss seine Richtigkeit haben, schließlich geht es nach Vor- und Hoffnungsläufen sowie den Halbfinals für die Fahrer um die Teilnahme am Finale und dort letztlich um einen Platz auf dem Siegerpodest.

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Franziska Drabant sitzt bereits seit acht Jahren in der Rennleitung, Sophie Plath seit sechs Jahren. „Ich gehörte selbst mal zu einem Rennteam. Durch eine Freundin bin ich dann zur Rennleitung gekommen“, erzählt Franziska Drabant. Sie habe schließlich Sophie Plath für diese wichtige Aufgabe gewonnen. Rund neun Stunden am Sonnabend und noch einmal acht Stunden am Sonntag sitzen die jungen Frauen hinter den Busscheiben. Große Pausen, bis auf eine 30-minütige Mittagspause, gibt es nicht. Schließlich erwarten die Zuschauer Rennen non stop.

Die 13 jungen Frauen sind Teil eines insgesamt 100-köpfigen Helferteams, wie Rennleiter Niels Hübner informiert. Er ist ständig irgendwo gefragt. Nach- oder Ummeldungen beispielsweise gibt es zahlreiche am Sonnabendmorgen. Ein Grund: „An diesem Rennwochenende haben wir erstmals auf die Massenstarts verzichtet“, informiert er. Zu gering sei die Zahl der gemeldeten Fahrzeuge gewesen, der Zeitaufwand dafür zu groß. „Eventuell wird es am letzten Rennwochenende des Jahres, am 1. September, die Massenstarts geben“, sagt er bei der Fahrerbelehrung am frühen Sonnabendmorgen.

Auch Grimmens Bürgermeister Benno Rüster in seiner Funktion als Vorsitzender der 1. Grimmener Stock-Car-Legion ist vor Ort, begrüßt die Mitglieder der Stockcar-Familie und wünscht allen, das Wochenende heil zu überstehen. Nicht unfallfrei. Denn das ist bei den Rennen nicht wirklich erwünscht. Ganz im Gegenteil: Die Zuschauer lieben es, wenn es auf der Piste richtig zur Sache geht, die Fahrer etwas riskieren. Bereits vor einigen Jahren hat deshalb die Stock-Car-Legion die Bestimmungen in Sachen Schutzvorrichtungen für die umgebauten Fahrzeuge erhöht und kontrolliert dies natürlich.

So wird auch an diesem Wochenende kein Fahrer beziehungsweise keine Fahrerin bei den insgesamt 200 Starts ernsthaft verletzt. Auch wenn die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Grimmen, die Sanitäter vom Rettungsdienst des Landkreises und die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Grimmen mehrfach zur Hilfe eilen müssen.

300 Starter präsentierten den Motorsport-Fans im Grimmener Hexenkessel am Wochenende rund 200 spannende Rennen und spektakuläre Überschläge. Rund 100 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit.

Anja Krüger

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