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Grimmen Straße in Zarnekow kann vorerst nicht saniert werden
Vorpommern Grimmen Straße in Zarnekow kann vorerst nicht saniert werden
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09:00 16.05.2019
Die alte Kopfsteinpflasterstraße in Zarnekow müsste dringend saniert werden. Quelle: Anja Krüger
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Zarnekow

Entschleunigung in Zarnekow: Abgesehen davon, dass das kleine idyllische Dorf der Gemeinde Glewitz mit Abgeschiedenheit und Ruhe punktet. Wer motorisiert in den Ort möchte, muss seinen fahrbaren Untersatz in Schrittgeschwindigkeit über das alte von Kastanien gesäumte Kopfsteinpflaster manövrieren. Denn tiefe Löcher geben sich ein Stelldichein mit Rillen. Wer nicht gut zu Fuß ist, hat in dem kleinen Ort keine besseren Karten – auch der Gehweg entlang der Allee hat seine besten Tage schon lange hinter sich. Die Wurzeln der Alleebäume drücken unaufhörlich die Gehwegplatten an.

„Ein unzumutbarer Zustand“, schimpfen Alwin Buske und Ingrid Strasdas. „Mein Mann hatte einen Schlaganfall. Mehr als ein paar Schritte kann er ohne Rollator nicht gehen“, erzählt Ingrid Strasdas. Auf dem Gehweg sei mit der Gehhilfe kein Vorwärtskommen, auf der Straße erst recht nicht. Seit Jahren planen deshalb die Gemeinde und das Amt Franzburg-Richtenberg die Sanierung der Straße, die unter Denkmalschutz steht. Berücksichtigt werden muss dabei allerdings, dass auch die Alleebäume, die Kastanien, besonderem Schutz unterstehen.

Im vergangenen Jahr verlangte deshalb die Naturschutzbehörde ein Gutachten über den Zustand der alten Bäume, die das Schicksal mit ihren Artgenossen anderswo teilen. Die Miniermotte setzt ihnen zu. Über das Ergebnis des Gutachtens informierte auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung Ruth Düsing vom Bauamt des Amtes Franzburg-Richtenberg. „Für die Kastanien werden wir in den kommenden Jahren keine nötige Fällgenehmigung bekommen“, berichtet sie. Bedeutet: Die Straße kann in der Zeit nicht saniert werden. Denn, wie Glewitz’ Bürgermeister Hartmut Löhrke informierte, müsste die Straße um rund 50 Zentimeter angehoben werden. Das sei nicht möglich, so lange die Kastanien stehen. Unsinnig wäre es ebenfalls, da sonst die starken Baumwurzeln unweigerlich wieder zu Schäden führen würden. Und auch für den Gehweg bedeutet die Auswertung des Gutachtens, dass diesbezüglich erstmal ebenfalls keine Besserung in Sicht ist.

Ob denn nicht wenigstens die Steine in den tiefsten Löchern angehoben werden könnten, wollte Gemeindevertreter Claus-Jürgen Vogt wissen. Könnten sie, antwortete das Gemeindeoberhaupt. Auch mit Firmen sei schon gesprochen worden. „Aber keine Firma ist bereit gewesen, die Arbeiten auszuführen. Der Aufwand ist ihnen zu groß für das, was es einbringt“, berichtete Löhrke.

Für die Zarnekower und deren Besucher heißt das wohl, dass sie sich auch in Zukunft mehr um den Zustand ihres Pkw, als um Raserei im Ort sorgen müssen.

Anja Krüger

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