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Grimmen Grimmener Gymnasiasten lieben Spanisch
Vorpommern Grimmen Grimmener Gymnasiasten lieben Spanisch
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19:27 23.11.2019
Elea Matthias und Josephine Fanter erzählten den jüngeren Schülern, was sie in der siebenten Klasse erwartet. Quelle: Carolin Riemer
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Grimmen

Vielen Schülern der siebenten Klasse fällt die Wahl ihrer zweiten Fremdsprache nicht schwer. „Spanisch ist der Renner“, sagt der stellvertretende Schulleiter Christian Matthias. Am Tag der offenen Tür am Grimmener Gymnasium dreht sich am Sonnabend vieles um die Sprachen. Etwa 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene lassen sich an Infoständen informieren und schlendern durch die Fachräume. „Eine erfreuliche Resonanz“, findet Matthias.

Etwa 300 Besucher informierten sich am Tag der offenen Tür über das Lehr-Angebot im Gymnasium. Quelle: Carolin Riemer

Die siebente Klasse ist keine leichte Zeit. Nicht nur Chemie und die zweite Fremdsprache wird ab dann unterrichtet, die Klassen ordnen sich neu, Freundschaften lösen sich und neue entstehen. So geht es auch Elea Matthias und Josephine Fanter. Die beiden 13-Jährigen besuchen seit mehreren Monaten die siebente Klasse und wissen, dass die Kennenlernphase eine aufregende Zeit ist. „Wir kannten nur uns“, sagt Josephine. Das habe die beiden zu wahren Freundinnen gemacht.

Eine Fahrt zum Kennenlernen

Auf einer dreitägigen Fahrt nach Güstrow machten sich die neuen Klassenkameraden aus Grimmen, Franzburg und Niepars miteinander vertraut. Das ist mittlerweile eine Tradition an dem Gymnasium. Jetzt haben die 16 Mädchen „ihre“ neun Jungen gut im Griff. Auch sie haben sich nicht für Russisch, Französisch oder Latein, sondern für Spanisch entschieden. Dabei sei Russisch seit zwei Jahren wieder beliebter geworden, sagt Christian Matthias. „Vielleicht liegt es an der Nähe und den beruflichen Möglichkeiten im osteuropäischen Raum. Das ist jedenfalls ein gutes Argument.“

Dass die Schule noch viel mehr als vier verschiedene Fremdsprachen zu bieten hat, beweist der Tag der offenen Tür. Etliche Arbeitsgemeinschaften bereichern den Schulalltag. Während sich die meisten für eine der Sportarten entscheiden, stehen auch die Kurse „Plattdeutsch“, „Schneidern und Nähen“ und die „Lernküche“ bei den Schülern hoch im Kurs. Von Industrieschneiderin Theresita Frank aus Grimmen lernen sie das Nähen. In der AG entstehen Kleider, Röcke, Shirts, Zopfgummis oder auch Kosmetiktaschen. Ein sinnvolles Projekt findet Michelle Lange aus Schönenwalde: „Was wir hier lernen, können wir immer gut gebrauchen.“ Ein abgetrennter Knopf? Das ist für viele Schüler schon lange kein Problem mehr.

Backen, Nähen und Kochen stehen auf dem Lehrplan

Auch in der Lernküche wird praktisches Wissen vermittelt. „Hier wird viel gebackenen und wir kochen nach einfachen Rezepten“, erklärt Betty Barz (13), die an diesem Tag Neugierige durch die Schule führt und ganz nebenbei sogenannte Klassenpunkte sammelt - ebenfalls ein sinnvolles Projekt der Schule. Hat eine Klasse gemeinschaftlich genügend Punkte gesammelt, spendiert die Schule einen Ausflug.

Ohne den Förderverein wäre das wohl nicht möglich. In ihm engagiert sich Carla Alff bereits seit 1992. 64 Mitglieder hat der Verein aktuell. Er springt beispielsweise ein, wenn den Eltern Geld für eine Klassenfahrt oder einen Ausflug fehlt. Sie bezahlen die Miete für das Kulturhaus, wenn die Schüler dort eine Theaterveranstaltung besuchen oder die Übernachtung, wenn sich ein Schüler für eine Matheolympiade qualifizierte, die auswärts stattfindet. Der Förderverein darf Spenden annehmen und besitzt einige Unterstützer. Meistens sind es Eltern, Lehrer oder ehemalige Kollegen.

Fast 80 Prozent sind Fahrschüler

Das Gymnasium Grimmen wurde einst für etwa 900 Kinder und Jugendliche gebaut. Doch durch den Geburtenrückgang lernen hier aktuell nur etwa 450 Gymnasiasten- mit steigendem Trend. Fast 80 Prozent von ihnen sind Fahrschüler. „Die Prognose, dass wir bald nur noch zweizügig, also pro Jahrgang zwei Klassen, aufmachen, hat sich nicht bestätigt. Es gibt nach wie vor vier siebente neue Klassen“, sagt Carla Alff, die viele Jahre lang als Sekretärin an der Schule arbeitete.

Theresita Frank unterrichtet auch Michelle Lange an der Nähmaschine. Schneidern und Kochen stehen in Grimmen auf dem Stundenplan. Quelle: Carolin Riemer

Von Carolin Riemer

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