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Grimmen Hunderte Besucher beim Badewannen-Rennen in Nehringen
Vorpommern Grimmen Hunderte Besucher beim Badewannen-Rennen in Nehringen
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13:37 07.07.2019
Die "Trebel-Eber" (l.) hängten das "Team ohne Sinn" mit Max und Moritz an Bord nach einem harten Kampf ab. Quelle: Carolin Riemer
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Nehringen

Petrus und Neptun müssen Kumpels sein: Als die Worte von Bürgermeister Udo Peters zur Eröffnung des Trebelfestes am Sonnabend verstummen und Wolfgang Teubert im Neptun-Kostüm am Ufer der Trebel erscheint, schließen sich die Himmelsschleusen und der Regen verebbt. Doch das Wasser spielt an diesem Nachmittag weiterhin eine große Rolle.

Plastikmüll lastet auf Neptuns Schultern

Horst Müller wirft ein Netz über ein zappelndes Kind und trägt es eigenhändig zu Neptun. Paula wird getauft. „Ich frag’ nicht, ob die wollen, deswegen hab ich doch mein Netz“, sagt der Mann aus Keffenbrink und lächelt ein bisschen. Ein Spritzer Sahne in den Mund, ein Bart aus Sahne ins Gesicht und Neptun zückt sein hölzernes „Messer“, um den Sahne-Bart abzurasieren. Noch ein paar Tropfen Trebelwasser auf den Kopf – jetzt heißt Paula „glitzernde Meerjungfrau“. Hunderte Zuschauer werden Zeuge des unterhaltsamen Spektakels. Auch die kleine Amy-Christin Binder (5), die einen Wochenend-Urlaub bei ihren Großeltern Rüdiger und Iris Frank aus Grimmen verbringt, gehört zu den Täuflingen. „Das war lustig“, ruft das Mädchen und hält ihre Urkunde in den Händen, die Nixe Caroline Beth ausstellte.

Wolfgang Teubert, alias Neptun, der in kurzen Hosen vor dem Publikum steht, gibt dem Publikum nachdenkliche Worte mit auf den Weg: „Falls Sie denken, ich habe O-Beine, so muss ich Ihnen sagen: Es ist der Plastikmüll der Meere, der auf meinen Schultern lastet.“ Die Zuschauer belohnen die mahnenden Worte mit Applaus.

Hunderte Besucher verfolgten das Spektakel auf dem Wasser bei Nehringen

Rettungsschwimmer begleiten das Badewannen-Rennen

Seit sechs Jahren lebt das Trebelfest dank Organisatorin Angela Matthies und ihren fleißigen Helfern wieder. Die Zarrentiner Blaskapelle spielt auf und an den Ständen entlang des Ufers können Besucher gegrilltes Fleisch und geräucherten Fisch vom „Anglerverein Sportfischer Trebel“ kaufen. Auch das Badewannen-Rennen ist Tradition in Nehringen. „Leider haben wir in diesem Jahr nur fünf Teams“, sagt Angela Matthies, doch das mindert nicht den Spaß. Sie schlüpft in ihr Burg-Fräulein-Kostüm und moderiert zusammen mit Christian Rohlfing den Wettkampf auf der Trebel.

In zwei Klassen gehen sie an den Start. Konkurrenzlos, da ihre Gefährte mit Fuß- und nicht mit Armkraft angetrieben werden, startet das „Team ohne Sinn“ mit den Freunden Max und Moritz an Bord. Schnell lassen sie die Trebel-Eber hinter sich, verbrauchen dann jedoch zu viel Zeit beim Wenden vor der historischen Trebelbrücke und kommen als zweite Gewinner ins Ziel. Das Publikum am Ufer spendet trotzdem viel Applaus. Rettungsschwimmer von der Grimmener Ortsgruppe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft begleiten die Teilnehmer im Schlauchboot auf dem Wasser und passen auf, dass nichts passiert. „Zur Not bekommen wir Unterstützung von Christian Rohlfing, er ist auch Rettungsschwimmer. Aber zum Glück gab es noch nie eine gefährliche Situation“, sagt Steuermann Mathias Bäcker, der mit Leonard Braun im selben Boot sitzt.

Trebel-Eber und die „Sechs lustigen Drei“ sind die Gewinner

Im zweiten Durchgang starten „Die sechs lustigen Drei“, die „Schlafmützen“ – natürlich im Pyjama mit Nachtmützen auf den Köpfen – und das einzige Mädels-Team namens „Trebelhaie“. Sie paddeln die etwa 600 Meter lange Strecke und geben alles, vor allem die Damen kämpfen sich durch die verkrautete Trebel. Am Ende siegen die „Sechs lustigen Drei“ vor den „Schlafmützen“ und den „Trebelhaien“. Nach den feuchtfröhlichen Wettkämpfen wird zur Musik der Blaskapelle und am Abend zur Musik von DJane Bärbel Höffelmann gefeiert, bevor ein Feuerwerk am Abend in den Nachthimmel steigt. Zehn Sponsoren, die Angela Matthies für sich gewinnen konnte, sorgten für das Fest an der Trebel und für den Spaß bei hunderten Besuchern.

Carolin Riemer

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