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Grimmen Trebelquilter seit zehn Jahren aktiv
Vorpommern Grimmen Trebelquilter seit zehn Jahren aktiv
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12:07 15.02.2019
Die sieben Trebelquilter stellen derzeit einige ihrer Arbeiten in der Grimmener Volkshochschule aus - dabei sind extra angefertigte Wandbehänge, die "Quilt-Divas". Quelle: Almut Jaekel
Grimmen

Seit zehn Jahren gibt es die Patchwork-Gruppe in Grimmen. Deshalb wird das kleine Jubiläum jetzt mit einer Sonderausstellung in der Volkshochschule am Tribseeser Damm gefeiert. Nicht ohne Grund genau an diesem Ort. Denn: Vor zehn Jahren kamen die handarbeitsbegeisterten Frauen dort erstmals bei einem Volkshochschulkurs zum Patchworken zusammen, blieben es anschließend und gründeten die Grimmener Gruppe „Trebelquilter“.

„Fast alle von damals sind noch dabei“, sagt Carola Glor, eine der begeisterten Hobby-Textilkünstlerinnen. Drei weitere Frauen haben im Laufe der Jahre dazu gefunden. „Wir treffen uns alle zwei Wochen am Donnerstagnachmittag im SOS-Familienzentrum. Dann wird per Hand genäht – die schweren Nähmaschinen schleppen die Damen nicht extra herbei – es wird geklönt, Ideen entstehen, Unternehmungen werden geplant, Technikfragen geklärt und Fachzeitschriften getauscht. Denn die Trebelquilter (löschen: schneidern und) nähen nicht nur gemeinsam, sondern sind auch öfter auf Tour: Zum Beispiel fahren sie zur Handarbeitsmesse nach Neubrandenburg oder nach Rostock zur Messe SpielIdee und stellen dort auch ihre eigenen Arbeiten aus. „Und wir fahren regelmäßig zu den Patchwork-Tagen, zuletzt nach Celle, wir waren aber auch schon in Fürth“, sagt Carola Glor.

Patchwork-Decken, Taschen, Kissen, große und kleine Wandbehänge – alles was aus den kleinen „Flicken“ genäht werden kann, entsteht unter den geschickten Händen der Textilkünstlerinnen. Neu ist das Wort „Upcycling“ für das Wiederverwerten scheinbar nutzloser Stoffe oder gebrauchter Kleidungsstücke. „Das ist es ja eigentlich, was auch das Patchworken ausmacht. Wir erwecken alte Stoffe zu neuem Leben“, erklärt Carola Glor. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ganze Kleiderschrankladungen ausgedienter Herrenhemnden oder Hosen bei den Patchworkern immer willkommen sind. „Gerade nähe ich mir aus gebrauchter Leinenkleidung eine leichte Sommerdecke“, sagt die Grimmenerin. Für den Eigenbedarf, zum Verschenken und immer wieder auch für Ausstellungen nähen die Quilterinnen.

Alvyda Surkamp ist erst seit etwa einem Jahr Mitglied der „Trebelquilter“. „Ich stamme aus Litauen, bin seit sieben Jahren in Deutschland und kümmere mich in der Süderholzer Laienschauspieltruppe „Comedia povre“ um die Kostüme. Dadurch bin ich zu den Patchworkern gekommen, und es gefällt mir sehr gut“, sagt sie. Schon lange zuvor hatte sie sich gewünscht, diese Handarbeitstechniken zu lernen.

Die Retrospektive „Zehn Jahre Trebelquilter - wo alles begann“ wird in der Volkshochschule bis Mitte März zu sehen sein – von jeder Trebelquilterin etwas, was ihr besonders wichtig ist. Fast alle Frauen haben für diese Exposition extra etwas gefertigt: „Eine Quilt-Diva“, einen witzigen Wandquilt“, erklärt Carola Glor. Jeder nach dem gleichen Muster und der gleichen Form, aber mit unterschiedlichen Stoffen und Farben.

Wer Lust und Laune hat, kann sich die Ausstellung in der Volkshochschule in den nächsten Wochen anschauen. Oder spätestens bei der Finissage am 13. März von 16.30 bis 19 Uhr. Besucher können sich inspirieren lassen oder erfahren, wie welche Technik angewendet wird. Wer dadurch Lust bekommt, selbst eine Patchwork-Arbeit in Angriff zu nehmen, ist bei den Trebelquiltern willkommen.

Almut Jaekel

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