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Grimmen Überqueren der Greifswalder Straße in Grimmen wird sicherer
Vorpommern Grimmen Überqueren der Greifswalder Straße in Grimmen wird sicherer
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14:19 30.08.2019
In diesem Bereich in der Greifswalder Straße beginnen am Montag die Bauarbeiten. Eine Verkehrsinsel wird installiert, um das Überqueren der Straße - unter anderem zur Kita (l.) - zu erleichtern. Quelle: Anja Krüger
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Grimmen

Wer hätte daran noch geglaubt? Seit Jahren bereits kämpfen Anwohner der Greifswalder Straße in Grimmen und vor allem auch Erzieher und Eltern von Kindern aus der dort ansässigen Kita darum, dass in der Straße ein Fußgängerüberweg oder eine Fußgängerampel eingerichtet wird. Beides sei nicht möglich, teilte das Straßenbauamt Stralsund im September 2018 mit.

Nun passiert aber doch etwas. Am Montag beginnen die Bauarbeiten: Eine sogenannte Querungshilfe – eine Verkehrsinsel zwischen den beiden Fahrbahnen – wird installiert, wie Grimmens Straßenmeistereichef Frank Denker mitteilt.

Mehrere Anträge wurden abgelehnt

Rückblick: Bereits 2012 machten sich Eltern von Kita-Kindern für einen Fußgängerüberweg vor der Kita stark. Damals hat die Überprüfung des Straßenbauamtes ergeben, dass zu wenig Leute die Straße queren. Aber Eltern, Kita-Mitarbeiter und auch die Grimmener Stadtverwaltung ließen nicht locker.

Im vergangenen Jahr, nachdem sich in den ersten Monaten zum Teil schwere Unfälle in dem Bereich der Greifswalder Straße häuften, stellte die Stadt erneut einen Antrag für einen Fußgängerüberweg nahe der Kita. Dieser wurde vom Straßenbauamt im Herbst negativ beschieden. Die Begründung: Baulich in dem Bereich der Kita nicht möglich. Grimmens Bauamtsleiterin und Stadträtin Heike Hübner hatte daraufhin versprochen, „im Sinne der Sicherheit für unsere Kinder, gemeinsam mit dem Straßenbauamt andere mögliche Maßnahmen zu prüfen.“

Verkehrseinschränkungen bei zweiwöchiger Bauzeit

Nun ist tatsächlich eine gefunden. In Absprache mit der Stadt Grimmen habe sich das Straßenbauamt entschieden, eine Verkehrsinsel zu installieren, berichtet Denker. Das Fertigteilmodell, das auf die Fahrbahn geschraubt wird, ermöglicht dann Fußgängern und Radfahrern zwischen den Einmündungen Bergstraße und Immenweg, also in unmittelbarer Nähe der Kita, die L 19 etappenweise zu überqueren.

Damit auch ältere Menschen mit Rollator und natürlich auch Eltern mit Kinderwagen diesen etwas sicheren Weg problemlos nutzen können, werden die Bordsteine auf beiden Straßenseiten abgesenkt. Die Kosten für die rund 20 000 Euro teure Maßnahme trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern. Durchgeführt werden die Arbeiten von der Grimmener Firma RESD.

Etwa 14 Tage werden die Bauarbeiten andauern, schätzt Grimmens Straßenmeistereichef. In der Zeit werde es zu Verkehrseinschränkungen, auch halbseitigen Sperrungen, kommen, informiert er. Auch durch das Fällen einer Linde, die für diese Umgestaltung des Straßenabschnitts weichen muss, für die aber Ausgleichspflanzungen vorgenommen werden.

Kita-Leiterin: „Es ist ein Traum!“

In der Kita „Kinderkahn“ sorgt die Nachricht für großen Jubel. „Es ist ein Traum. Ich bin sprachlos“, sagt Rabea Enenkel. Seit einem Jahr leitet sie die Einrichtung. Das Thema kennt sie natürlich. Erst vor einiger Zeit habe sich der Elternrat der Einrichtung beim Straßenbauamt noch einmal erkundigt, ob mit einer Lösung gerechnet werden kann – mit negativer Antwort.

Die Enttäuschung darüber ist nun weg. „Für uns als Einrichtung und für die Eltern unserer Kinder ist es ein Traum, dass nun doch etwas geschieht. Viele Eltern bringen ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Rad. Und wir selbst gehen mit den Kindern auch viel raus in die Stadt“, begründet sie die Freude über das Ende eines leidigen, langwierigen Problems.

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