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Grimmen Vom Kreisläufer zum Kickboxer
Vorpommern Grimmen Vom Kreisläufer zum Kickboxer
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07:00 10.01.2019
Vor einem Jahr spielte Danny Keil noch aktiv Handball und hatte keinerlei Kampfsporterfahrung. Im Februar nun bestreitet er seinen ersten Fight beim Kickboxen. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

Noch vor einem Jahr kämpfte er als Kreisläufer beim Handballsportverein Grimmen mit seinen Mannschafts-Kollegen der ersten Männerschaft gemeinsam um wichtige Punkte in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga. In wenigen Wochen ist Danny Keil ganz auf sich allein gestellt. Im Rahmen der Stralsunder Benefiz Fight Night steigt der Grimmener im Februar zum ersten Mal als Kickboxer in den Ring. Also in einem guten halben Jahr vom Kreisläufer zum Kampfsportler.

„Ich habe Ende Mai des letzten Jahres angefangen. Schon seid jüngsten Jahren messe ich mich total gerne mit anderen Sportlern. Über zehn Jahre habe ich eine sehr tolle Ausbildung beim Grimmener Handballsportverein genossen. Doch ich hatte nun das Gefühl, dass ich noch einmal eine neue Herausforderung suche“, beschreibt Danny Keil. Der 26-jährige Trebelstädter besucht schon seit vielen Jahren das Grimmener Fitnessstudio und lernte so auch den Kampfsportler Mathias Schuck kennen. „Ich habe Kämpfe von Mathias gesehen und hatte sofort das Gefühl, dass dies auch etwas für mich sein könnte“, erklärt Danny Keil. So wagt der sportbegeisterte Grimmener den ersten Schritt und geht zum Kampfsporttraining des hiesigen Vereins „Athletic Energy“. „Ich habe dort einfach mittrainiert und schnell enorm viel Spaß am Training gehabt“, sagt er.

Sein Trainer Mathias Schuck erkennt sofort das Talent. „Danny ist unglaublich fleißig, verpasst kein Training und ist auch menschlich unglaublich angenehm. Darum kann ich ihn auch guten Gewissens nach so kurzer Zeit in seinen ersten Kampf schicken“, erklärt Schuck.

Und auch die Frage, welche Kampfsportart es werden soll, war schnell geklärt. „Für mich persönlich standen von Beginn an Boxen und Kickboxen zur Auswahl. Und da mich das Kickboxen noch ein wenig mehr fordert, ist die Entscheidung dafür gefallen“, sagt der sympathische Grimmener, der beruflich nach der Schulzeit beim Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in Grimmen lernte und inzwischen dort seit Jahren auch fest arbeitet.

Doch ein Handballer ist noch lange kein Kickboxer. Dies musste auch Danny Keil in den letzten Monaten feststellen. „Handball ist ein toller Mannschaftssport, wo jeder für jeden da ist und man gemeinsam auch Schwächen ausgleichen kann. Beim Kickboxen ist man hingegen komplett auf sich alleine gestellt“, erklärt er. So gilt es alleine im Fitnessstudio an seiner Kraft zu arbeiten, sich strikt an aufgestellte Ernährungspläne zu halten und mit dem Trainer gemeinsam an seiner Technik im Kampf zu arbeiten.“ Neu war für Danny Keil auch die nahezu tägliche Gewichtskontrolle. „Ich musste abnehmen und meine Ernährung komplett umstellen. Eine der wichtigsten Umstellungen war aber die intensive Dehnung, um beweglicher zu werden. Da merkt man erst wie steif man eigentlich war. Ich habe mir diesbezüglich viele Videos im Internet angeguckt, um mir Tipps zu holen“, beschreibt er ausführlich.

Bis zur Benefiz Fight Night am 24. Februar in Stralsund sind es noch einige Tage, doch die Trainingsintensität ist derzeit enorm hoch. „Dreimal in der Woche wird geboxt und dreimal im Kraftraum geschuftet. Zudem geht es einmal in der Woche zum Schwimmtraining und einmal zum Schwitzen in die Sauna“, zählt er auf. Kämpfen wird Danny Keil in der Gewichtsklasse bis 86 Kilo. Zwei Kilogramm müssen noch runter, drei hab ich schon abgenommen“, sagt der Kampfsportler stolz. Privat ist der Grimmener eher zurückhaltend und ein ruhiger Zeitgenosse. Dies ändert sich aber, wenn er die Boxhandschuhe an hat. „Wie auch beim Handball früher, bin ich im Kampf ganz anders, will mich beweisen und immer gewinnen“, betont er und hofft, dass viele Freunde zur Fight Night kommen. „Dies würden mich enorm pushen. Mein Gegner hatte schon ein paar Kämpfe, aber dies spielt für mich keine Rolle. Ich will kämpfen und freue mich auf meinen ersten Fight.“

Raik Mielke

Harry Schmidt (65) aus Grimmen hilft noch heute bei der Organisation des Winterdienstes in der Trebelstadt.

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