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Grimmen Selbstständigkeit soll wieder Spaß machen
Vorpommern Grimmen Selbstständigkeit soll wieder Spaß machen
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10:49 04.03.2019
Das neue Projekt der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG) wurde im Barockschloss Griebenow vorgestellt. Quelle: Anja Krüger
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Griebenow

Mehr Unternehmensgründungen in Vorpommern und die Sicherung von Unternehmensnachfolgen – das sind die Ziele eines neuen, mit mehr als 300 000 Euro finanzierten Projekts der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG). Mit im Boot sind der Regionale Planungsverband Vorpommern, die Witeno GmbH und die Bürgschaftsbank MV. Vorgestellt wurde das neue Projekt im Barockschloss Griebenow.

Das Land verliere jährlich etwa 1500 registrierte Betriebe. Gleichzeitig stünden in den nächsten Jahren rund 25000 Unternehmen zur Nachfolge an, weil die Eigentümer ins Rentenalter kommen, informierte Rolf Kammann, Geschäftsführer WFG. „Natürlich werden nicht all diese Betriebe in die Nachfolge überführt werden können“, räumt er ein. Aber die Hälfte sei übergabefähig.

Rolf kammann, Geschäftsführer Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern Quelle: Almut Jaekel

„Das Projekt ist Standortmarketing, aber eben auch viel mehr“, sagte Kammann. „Wir wollen den Unternehmergeist in der Region aktivieren, Selbstständigkeit muss wieder Spaß machen und nicht eine letzte Alternative sein.“ Denn ein Nebeneffekt des immer größer werdenden Fachkräftemangels sei eine geringe Gründerquote. Sichere Arbeitsplätze würden viele potenzielle Unternehmensgründer abhalten. Um das zu ändern, will die Wirtschaftsfördergesellschaft Unterstützung bieten, Dienstleister und Helfer sein. Für das Vorhaben ergänzt deshalb seit Mitte Januar Marie Büchler als Projektmanagerin das Team der WFG Vorpommern.

Aber: „Wir werden das Problem nicht allein aus unserer Region lösen“, sind sich die Organisatoren sicher. „Wir wollen uns auf Metropolen wie Berlin konzentrieren und dort aktiv auf potenzielle Unternehmensgründer und -nachfolger zugehen“, erklärte Kammann die Strategie. „Crossmedial und indem wir die durchaus vorhandenen Standortvorteile hervorheben“, sagte Marie Büchler, die aus Rostock stammt und in Flensburg International Management Studies studierte, bevor sie wieder in ihr Heimatland zurückkehrte.

Warum sollten denn diese Menschen ausgerechnet nach Vorpommern kommen? „Wir rechnen mit einer Renaissance des ländlichen Raumes“, sagte Kammann. „Standortvorteile haben wir durchaus“, ergänzte Stefan Kerth, Landrat Vorpommern-Rügens und Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Vorpommern. Kita-Plätze, Schulen, saubere Luft, Landschaft, Lebensqualität nannte er als Gründe, warum sich beispielsweise eine Berliner Familie für Vorpommern entscheiden sollte.

Stefan Kerth, Landrat Vorpommern-Rügen Quelle: Almut Jaekel

Eine Nachfolgezentrale gibt es bereits seit drei Monaten bei der Bürgschaftsbank“, erläuterte Frank Bartelsen, Teamleiter dieses Projekts, das Kontakte zwischen Unternehmen und potenziellen Nachfolgern herstellt. Unter dem Stichwort „Nachfolge mv.de“ haben sich bisher 130 Interessenten gemeldet, erste Kontakte seien hergestellt.

Neben Eigenmitteln, die die WFG Vorpommern und die Bürgschaftsbank bereitstellen, wird „Neue Unternehmer“ vom Regionalen Planungsverband Vorpommern (178000 Euro) sowie über eine SEM-Förderung des Regionalbeirats Vorpommern (30000 Euro) finanziert. Das Gesamtbudget beträgt etwa 315000 €.

Almut Jaekel

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