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Grimmen Wohlfühlabend für Ehrenamtler der Kirche in Grimmen
Vorpommern Grimmen Wohlfühlabend für Ehrenamtler der Kirche in Grimmen
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13:29 27.07.2019
Jo Jasper aus Nürnberg unterhielt etwa 40 der ehrenamtlich Tätigen in der evangelischen Kirchengemeinde Grimmen mit einem musikalischen Programm. Quelle: Almut Jaekel
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Grimmen

Ohne Ehrenamtler geht kaum etwas. Das ist in vielen Bereichen so – auch in der evangelischen Kirchengemeinde Grimmen. „Wir sind so dankbar, dass wir sie haben“, sagt Grimmens Pastor Wolfgang Schmidt. Und deshalb hatten er und seine Mitarbeiter 60 ehrenamtlich Tätige am Freitagabend eingeladen. Ein Wohlfühlabend sollte es sein, ein paar Stunden, die die fleißigen Helfer genießen.

Gärtnern für die innere Ruhe

Eine der etwa 40 Gäste ist Ramona Schwandt. „Ich verbringe meine Zeit in den beiden Gärten der Gemeinde, in der Dom- und der Mühlenstraße“, erzählt die Grimmenerin. „Wenn ich hier die Blumen blühen lassen kann, ist das meine Erfüllung“, sagt sie und zeigt auf den Garten in der Domstraße, in der der Dankeschön-Abend stattfindet. Irgendwie hat man den Eindruck, dass nicht nur sie etwas für die Gemeinde tut, sondern selbst dabei sehr viel gewinnt. „Wenn der Garten andere erfreut und zugänglich ist, finde ich das eben schön“, sagt sie kurz und knapp.

Ramona Schwandt hält die Gärten auf Vordermann. Quelle: Almut Jaekel

Ramona Schwandt ist sehr naturverbunden, hat sogar vor vielen Jahren Gärtnerin gelernt und ein paar Jahre in Bremerhagen in diesem Beruf gearbeitet. Jetzt, so erzählt sie, gebe diese Arbeit ihr eher innere Ruhe: „Beim Unkrautzupfen kann ich entspannen“. Dreimal pro Woche ist sie in den Gärten anzutreffen, schneidet dann auch bunte Sträuße, um beispielsweise die Kirche zu schmücken, und freut sich an der Freude, die andere daran haben.

Universelles Talent

Auch für Rolf Schneider ist die Arbeit in der Kirchengemeinde eine Frage der Gegenseitigkeit. „Er hilft, wo er kann, vor allem in der Jugendarbeit“, sagt Diakonin Claudia Seitz. Kinder mit dem Bus von der Schule zu verschiedenen Kreisen abholen, Grillen beim Gemeindefest oder an der Nähmaschine, wenn neue Kostüme fürs Krippenspiel gebraucht werden – Rolf Schreiber ist universell einsetzbar.

Rolf Schreiber ist universell einsetzbar. Quelle: Almut Jaekel

„Ursprünglich sind wir aber über die Musik zusammengekommen“, erzählt er, der selbst seit mehr als 60 Jahren Gitarre spielt. Erst 2015 ist Rolf Schreiber nach Grimmen gezogen, suchte eine Möglichkeit, in der Gemeinschaft Musik zu machen, und hat sie in der Gitarrengruppe von Claudia Seitz gefunden. Schnell sei viel mehr daraus geworden. „Denn immer, wenn er gebraucht wird, ist Rolf Schneider da und hilft“, sagt die Diakonin. „Und das Schönste dabei ist, diese Zusammenarbeit erschöpft sich nicht aufs Helfen und Musik machen, sondern die Mitarbeiter in der Gemeinde führen sehr interessante Gespräche miteinander, wir tauschen uns aus“, nennt Rolf Schreiber einen weiteren Vorteil seines Engagements. Er selbst sei allerdings nicht nur in der Kirche aktiv, auch im Kleingartenverein übernimmt er Verantwortung.

Dankeschön ist sehr wichtig

„Schön, dass du da bist“, lässt sich das Motto des Wohlfühlabend beschreiben. Das Thema stand auf den Servietten und genauso hieß auch das erste Lied von Jo Jasper, Musiker aus Nürnberg, der an diesem lauen Sommerabend im Pfarrgarten sang. „Nach vielen Jahren, in denen ich immer wieder und vielleicht auch immer mehr erbeten und gefordert habe, ist mir dieses Dankeschön sehr wichtig“, sagte Wolfgang Schmidt. Vor fünf Jahren hatte es bereits schon einmal eine solche Veranstaltung gegeben.

Gemeinde Grimmen

Zur Kirchengemeinde Grimmen gehören die Ortsteile Grimmen mit der St. Marienkirche, Borgstedt, Grellenberg, Hohenwarth, Hohenwieden, Jessin, Stoltenhagen, wo es ebenfalls eine Marienkirche gibt, Appelshof, Barkow, Bartmannshagen, Boltenhagen, Gerlachsruh, Groß Lehmhagen, Heidebrink, Holthof, Kaschow, Klein Lehmhagen, Klevenow und Vietlipp. Weitere Kapellen gibt es in Klevenow und Kaschow.

Gut 1000 Mitglieder zählt die Gemeinde. Mehr als 60 Prozent von ihnen sind 60 Jahre oder älter.

In allen möglichen Bereichen seien die Ehrenamtler tätig. Frauen und Männer, die regelmäßig Gemeindebriefe austragen, für Veranstaltungen Kuchen backen, die Kirche schmücken, im Projektchor oder dem Blockflötenensemble üben und auftreten, Ehrenamtler , die sich in den Dörfern verantwortlich fühlen – all jene waren dabei. „Wir könnten jedoch noch weitaus mehr Ehrenamtler gebrauchen. Beispielsweise jemanden, der sich nur um den Rasen rings um die Marienkirche kümmert“, wünscht sich Wolfgang Schmidt.

Almut Jaekel

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