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Grimmen Zarrendorfs Unternehmer wollen Dorfleben voranbringen
Vorpommern Grimmen Zarrendorfs Unternehmer wollen Dorfleben voranbringen
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07:00 30.03.2019
Tino Borchert, Geschäftsführer des Vereins Lebensräume in Zarrendorf: "Wir Unternehmer des Ortes wünschen uns eine größere Wertschätzung der Gemeindevertreter." Quelle: Raik Mielke
Zarrendorf

Der erste Unternehmer-Stammtisch in Zarrendorf war ein voller Erfolg. „Ich bin super zufrieden“, sagte Tino Borchert. Der Geschäftsführer des Zarrendorfer Vereins „Lebensräume“ hatte die Unternehmer des Ortes zu einer kleinen Diskussionsrunde eingeladen. „In Vorbereitung dieser Veranstaltung war ich total erstaunt, dass wir alleine in Zarrendorf 18 gemeldete Unternehmen haben. Leider arbeiten diese bis dato mehr oder weniger aneinander vorbei. Der Stammtisch soll nun unter anderem für ein besseres Miteinander sorgen“, betonte Borchert und freute sich: „Mit acht Unternehmern heute loszulegen, sehe ich als einen ersten großen Erfolg.“

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es beim ersten Stammtisch um zwei konkrete Fragen über die sich die anwesenden Unternehmer austauschen wollten. Wie sehen die Gewerbetreibenden die Zusammenarbeit in und mit der Gemeinde und welches Potential könnten gemeinsame Kooperationen bringen. Einer der ersten Unternehmer, der sich diesbezüglich äußerte war Michael Rothaupt. Der Chef der Firma Gala-Bau kritisierte, dass es seiner Meinung nach in Zarrendorf keine spürbare Kommunikation gibt. „Als Unternehmer in Zarrendorf hat man keinen Kontakt zu den Gemeindevertretern. Es fehlt mir einfach die Wertschätzung und das Einbeziehen in Vorhaben des Ortes“, kritisierte er und nannte ein konkretes Beispiel: „Wenn in Zarrendorf der Feuerwehr-Neubau ansteht, wäre es doch schön als Bauunternehmer davon zeitnah mal etwas zu erfahren. Es geht mir hierbei nicht darum, dass ich den Zuschlag bekomme. Aber wenn es Unternehmen im Ort gibt, wäre es aus meiner Sicht doch nur fair, ihnen auch anzubieten an der Ausschreibung teilzunehmen.“

Tino Borchert, der die Moderation übernahm, ging diesbezüglich noch einen Schritt weiter. „An diesem Standort nimmt der Verein ’Lebensräume’ sehr viel Geld in die Hand. Alleine durch unsere Kindertagesstätte sind wir zudem ein wichtiger Versorger der Gemeinde. Jedoch erhalten wir und insbesondere auch unsere Kinder keinerlei Wertschätzung für dieses Engagement.“ Hierbei seien es vor allem die kleinen Gesten, an denen es fehlt. „Ich würde mir schon wünschen, dass Gemeindevertreter sich ab und zu bei unseren Vereinsfesten sehen lassen. Oder einfach mal nachfragen, wie es aktuell läuft oder sogar ihre Unterstützung anbieten. Dies ist leider nicht der Fall“, ärgert sich Tino Borchert.

Ein weiteres viel diskutiertes Thema war das kaum wahrnehmbare Miteinander der Bewohner Zarrendorfs. „Dies liegt zum einen sicher an der Länge des Dorfes. Aber es ist leider tatsächlich so, dass man sich maximal mit seinem Nachbarn austauscht und man nur sehr wenig über die Leute im Dorf weiß, geschweige denn Kontakt hat“, beschrieb Finanzierungsberaterin Kati Mandelkow. Kritisch hinterfragte sich Kristian Ruh von der Zarrendorfer Allianz-Agentur zu diesem Thema. „Natürlich müssen wir Unternehmer uns auch fragen, wie sehr man sich selber einbringt, um das Dorfleben voranzutreiben. Ich bin seit 30 Jahren hier tätig und fühle mich wohl in Zarrendorf. Jedoch ist es unumstritten so, dass jeder mehr oder weniger sein eigenes Ding macht“, findet er.

Mit dem Ziel vor den bevorstehenden Kommunalwahlen ein Bürgermeister-Forum mit den beiden Kandidaten Ulrike Graap und Christian Röwer zu organisieren, endete der erste Stammtisch. „Es gab viele ehrliche und angeregte Gespräche und bei allen bestand der Wunsch diesen Stammtisch weiterzuführen“, freute sich Tino Borchert und betonte: „Es wurde deutlich, dass den Teilnehmern die Gemeinde sehr am Herzen liegt, sie aber der festen Überzeugung sind, dass sich vor allem in Sachen ’Kommunikation’ und ’Transparenz’ einiges ändern muss.“

Raik Mielke

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