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Grimmen Zugeparkt: Kaum Platz für Fußgänger in Grimmens Altstadt
Vorpommern Grimmen Zugeparkt: Kaum Platz für Fußgänger in Grimmens Altstadt
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08:33 13.11.2019
Wildes Parken ist immer wieder ein Thema in Grimmen. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

Verkehrssünder müssen mit härteren Strafen rechnen. Das beschloss die Bundesregierung vergangene Woche (die OZ berichtete). Unter anderem sollen Falschparker wesentlich härter bestraft werden.

Den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) findet der Grimmener Harry Schmidt (64) aus Grimmen super. Schließlich ist das Thema „Wildes Parken“ in Grimmen allgegenwärtig. Allerdings fragt er, wer denn überhaupt zuständig sei für den sogenannten ruhenden Verkehr in Grimmen. „Denn so richtig kümmert sich hier doch weder das Ordnungsamt noch die Polizei“, beschwert er sich. Die OSTSEE-ZEITUNG fragt nach.

Polizei nur im Ausnahmefall zuständig

Zuständig für den ruhenden Verkehr sei laut Sicherheits- und Ordnungsgesetz die Ordnungsbehörde, also in Grimmen das Ordnungsamt, wie der Leiter des Grimmener Polizeireviers, Dietmar Grotzky, erklärt. „Außerhalb der Dienstzeiten der Ordnungsamtsmitarbeiter liegt es in unserem Ermessen einzuschreiten“, sagt der Polizeihauptkommissar.

Allerdings lege man den Schwerpunkt auf den fließenden Verkehr. Denn der Zuständigkeitsbereich des Grimmener Reviers ist groß – 930 Quadratkilometer, um genau zu sein. Dem gegenüber steht wohl die Personalsituation. „Ich bin bemüht, für jede Schicht zwei Funkstreifenwagen besetzen zu können“, macht der Revierleiter deutlich.

Nicht täglich, aber regelmäßig werden Knöllchen verteilt

Das Thema „Wildes Parken“ in Grimmen ist nicht neu. Seitens der Stadt verschließt man sich dem nicht, wie Stadtrat Roland Wildgans sagt. „Wir kennen das Problem und wir arbeiten an einer Lösung“, verspricht er. Nicht täglich, aber regelmäßig – vor allem zu Straßenreinigungszeiten – würden Mitarbeiter des Ordnungsamtes Falschparker auch abstrafen. Bislang habe man seitens der Stadtverwaltung immer kulant gehandelt, auf die Vernunft und eigenverantwortliches Handeln aller Verkehrsteilnehmer gesetzt, sagt er. Und deshalb gibt er allen Verkehrsteilnehmern zu bedenken: „Was man selbst nicht erfahren will, sollte man auch keinem anderen antun.“

Haustür zugeparkt: Kein Rauskommen aus dem eigenen Haus

Detlef Hardtke kommt mitunter mit seinem Rollator nicht aus der Tür. Quelle: privat

Appelle nützen den Anwohnern der Straße Neuberlin wenig. Der Grimmener Detlef Hardtke berichtet, sie trifft das wilde Parken mitunter richtig hart. Zunehmend werde in der Straße auf dem Fußgängerweg geparkt – manchmal auch direkt vor den Hauseingangstüren. Das Problem eines Anwohners: Er ist behindert und auf einen Rollator angewiesen. Es gibt Zeiten, zu denen er nicht mal aus dem Haus kommt. Nämlich genau dann, wenn wieder ein Pkw auf dem Gehweg vor seinem Haus in parkt. Schlichtweg zu wenig Platz ist dann, um den Rollator zwischen parkendem Fahrzeug und Hauswand hindurch zu manövrieren.

Dass die Bußgelder fürs Parken auf Geh- und Radwegen, die laut Beschluss der Bundesregierung, steigen sollen, dürfte die Anwohner freuen. Statt 15 Euro droht jenen Falschparkern dann eine Strafe von bis zu 100 Euro. Zustimmen müssen nur noch die Bundesländer. Letztlich muss es dann aber auch jemanden geben, der das Parken überwacht.

Von Anja Krüger

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