Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Zwei Urgesteine der Grimmener Polizei sagen Tschüs
Vorpommern Grimmen Zwei Urgesteine der Grimmener Polizei sagen Tschüs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:41 28.06.2019
Marlies Klein und Dierk Thürk sind seit Ende der 80er Jahre in Grimmen als Ordnungshüter unterwegs gewesen. Nun sind sie in den Ruhestand verabschiedet worden. Quelle: privat
Anzeige
Grimmen

Sie gehörten zu den Urgesteinen im Grimmener Polizeirevier. Nun wurden Marlies Klein, die bis vor Kurzem noch Wehr mit Nachnamen hieß, und Dierk Thürk (beide 60) in den Ruhestand versetzt.

Seit Ende der 80er Jahre sorgten die Beiden in Grimmen für Recht und Ordnung, wie es so schön heißt. Dabei war es weder bei Marlies Klein noch bei Dierk Thürk die erste Berufswahl. Während sie eine Ausbildung im Handel absolvierte, lernte er einst bei der Post, im Fernmeldebauamt. 1982 fing Marlies Klein schließlich als Zivilangestellte bei der Kripo in Rostock im Pass- und Meldewesen an und „schlüpfte“ 1989 in Grimmen erstmals in die Polizeiuniform und ließ sich 1992 bis 1994 an der Polizeischule zusätzlich ausbilden. Dierk Thürk verschlug es 1982 nach Brandenburg zur NVA. Danach war er dann bis 1987 bei der staatlichen Forstwirtschaft angestellt, wechselte 1987 ebenfalls den Beruf und wurde Polizist.

Beide blieben der Grimmener Dienststelle über ihre gesamte Dienstzeit treu. „Es hatte Vor- und Nachteile“, meinen Beide rückblickend. Da sowohl Marlies Klein als auch Dierk Thürk im Grimmener Umland wohnen, trafen sie in „Klein Grimmen“ und den umliegenden Orten ständig auf die gleichen Gesichter. „Man kennt sich hier. Da kann man dann aber auch ganz anders mit den Leuten reden“, nennt Marlies Klein einen Vorteil.

Geschichten aus ihrer Dienstzeit der Öffentlichkeit erzählen, das mögen Beide nicht. Aber es gebe sie, die Begebenheiten und Begegnungen, die man nie vergisst, sagt sie. „Die Geschichte von Miss Undercover ist so eine“, erzählt Marlies Klein dann doch. Das gesamte Wochenende seien Kollegen aus Stralsund und letztlich auch sie mit dieser geistig kranken Dame beschäftigt gewesen. „Sie hat überall böse Menschen gesehen, sogar die Notbremse eines Zuges betätigt, weil sie Kinder habe beschützen wollen“, erzählt sie. Letztlich sei es Marlies Klein nur mit List und Tücke gelungen, sie, vom Amtsarzt angeordnet, in die geschlossene Abteilung zu bringen.

„Und es gab Vorfälle, die man nicht vergisst, sich aber nicht gern erinnert“, sagt Dierk Thürk nachdenklich. „Wie schwere Verkehrsunfälle“, nennt er ein Beispiel. Aber daran wollten Beide am Freitag nicht denken als sie sich in geselliger Runde von nun ehemaligen Kollegen verabschiedeten.

Beide wollen ihren verdienten Ruhestand nun der Bezeichnung entsprechend angehen. „Es wird auf alle Fälle erst einmal eine Umstellung – vom vorherigen Schicht- und Wochenenddienst zum geregelten Alltag“, meinen Beide.

Anja Krüger

Auf der konstituierenden Sitzung der Süderholzer Gemeindevertretung wurde Wotan Drescher (CDU) erneut zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Auf ihrer ersten Zusammenkunft nach der Wahl hatte das Gremium seine Zustimmung zur Erhöhung von Kita-Beiträgen abgeben müssen.

28.06.2019

Ausschlafen, lesen, basteln, zeit mit Freunden und Haustieren verbringen und Blödsinn machen: Die Kinder aus der Grundschule „Friedrich Wilhelm Wander“ haben sich für die Ferien viel vorgenommen. Die OZ fragte nach.

28.06.2019

Die Innenausstattung der Greifswalder Uniaula gehört zu den bekanntesten Werken des Stralsunders Jakob Freese. Auch in vielen Kirchen Vorpommerns gibt es Werke von ihm.

28.06.2019