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Grimmen Zwischen Rückgang und Anstieg: Die Gästezahlen in Hotels rund um Grimmen
Vorpommern Grimmen Zwischen Rückgang und Anstieg: Die Gästezahlen in Hotels rund um Grimmen
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15:13 29.08.2019
Ein idyllischer Ort: Das Jagdschloss in Quitzin ist bei Urlaubern und Geschäftsleuten sehr beliebt. Quelle: Raik Mielke
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Grimmen

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und mit ihm die Tourismussaison. Die Hotels und Pensionen in Grimmen und Umgebung blicken mit gemischten Gefühlen auf die vergangenen Monate.

Der Golfpark Strelasund in Kaschow konnte im gesamten Jahr bisher 5 700 Gäste begrüßen. Zwar sei die Kundenzufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, aber: „Mit der Auslastung sind wir nicht ganz zufrieden, da wir im vergangenen Jahr im gleichen Zeitraum mehr Gäste beherbergen durften“, sagt Ulrike Baer, Marketingmanagerin des Golfparks. „Außerdem haben wir uns für 2019 ein Wachstum von drei Prozent vorgenommen, da auch die Kosten stetig steigen. Dieses Ziel konnten wir leider nicht erreichen.“

Staus auf A 20 als Abschreckung

Als möglichen Grund für diese Entwicklung nennt Baer die Staugefahr an der A 20-Behelfsbrücke, die einige Touristen abschrecke. Dabei habe man in diesem Jahr viele Investitionen getätigt: Eine Bar wurde eröffnet, der Frühstücksbereich umgebaut und ein neues Rezeptionsgebäude mit Sportshop ist entstanden. Durch den Wegfall der Golftouristen rechne man im Winter mit einem fünfzigprozentigen Rückgang der Auslastung. Ein Höhepunkt im Dezember werde der traditionelle Adventsmarkt sein.

Besser lief die Saison im Landhotel Gut Zarrentin. „Wir waren schon überrascht von den hohen Gästezahlen“, sagt Bernhard Lunkenheimer, der das Hotel zusammen mit seiner Frau betreibt. Insgesamt verfügt es über neun Doppel- und zwei Einzelzimmer sowie eine Ferienwohnung. Mit Aufbettungen hätten 26 Gäste Platz. Seit Mitte Juni waren die Betten fast durchgängig belegt, so Lunkenheimer und ergänzt: „Im Frühjahr gab es noch nicht so viele Vorbuchungen. Die meisten Besucher haben sich spontan für einen Aufenthalt bei uns entschieden.“

Buchungsstop vor Überlastung

In den kommenden Monaten erwartet der Hotelinhaber ebenfalls eine gute Auslastung. Besonders Veranstaltungen wie das traditionelle Entenessen oder das Krimidinner, das bisher immer ausgebucht war, könnten zahlreiche Gäste locken. Zudem hoffe man wieder auf die Geschäftsreisenden und Monteure, die erfahrungsgemäß über die Wintermonate viele Betten besetzten. Ein erheblicher Teil der Einnahmen durch die Besucher fließe allerdings noch immer in Renovierungsarbeiten des alten Landhauses. Lunkenheimer hofft, diese bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen zu haben. „Der Erhalt des Hauses als Kulturgut war uns ein wesentliches Anliegen beim Kauf.“

Im Jagdschloss Quitzin ist man ebenfalls sehr zufrieden mit der bisherigen Saison. „Es läuft deutlich besser als im vergangenen Jahr. Teilweise müssen wir schon Anfragen bei Booking.com blocken, da wir sonst einfach überlastet wären“, sagt Inhaberin Friderike von Veltheim. Das Jagdschloss hat eine Gesamtkapazität von 30 Betten, davon zehn im Haupthaus. Der Rest verteilt sich auf die Ferienwohnungen, die oft von Werftarbeitern oder Kabelverlegern gebucht werden. Nicht selten kämen diese aus Ländern wie Spanien, der Türkei und Polen.

Tanz- und Themenabende im Winter

Während im Haupthaus Übernachtung und Frühstück angeboten werden, müssen sich die Gäste der Ferienwohnungen selbst versorgen. „Die meisten die kommen, sind Kurzzeitgäste, die zwei bis drei Tage bleiben und von hier Ausflüge nach Stralsund oder Rügen unternehmen“, so Veltheim. Dem kommenden Winter blickt sie zwar optimistisch entgegen, sagt aber auch: „Falls es doch weniger Buchungen gibt, werden wir eine Zeit lang schließen.“

Im Fährmann’s Hus in Stahlbrode versucht man die kalten Monate des Jahres hingegen mit Tanz- und Themenabenden zu verbringen. „So kriegen wir ein bisschen Bewegung in den Ort“, meint Geschäftsführer Steffen Samland. So lädt das Fährmann’s Hus am 19. Oktober wieder zum Oktoberfest. Bereits am 21. September plane man eine Travestie-Show, die bereits ausverkauft ist. Auch im Tagesbetrieb sieht es gut aus. Die sechs Zimmer, so Samland, welche die Pension in Stahlbrode anbietet, seien seit Anfang April fast immer ausgebucht gewesen.

Von Flemming Goldbecher

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