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Vorpommern Pommerns letzter eigener Bischof geht von Bord
Vorpommern Pommerns letzter eigener Bischof geht von Bord
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11:32 14.09.2019
In Zukunft öfter in Zivil als im Talar: Bischof Hans-Jürgen Abromeit. Quelle: Marcelo Hernandez
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Greifswald

Der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit gilt manchmal als unbequem und einigen zuweilen als etwas zu konservativ. Was dabei unbeachtet bleibt: Abromeit hat sich vor Jahren zugleich ebenfalls mit viel Nachdruck gegen den Bau eines großen Steinkohlekraftwerkes in Vorpommern gestemmt. Er selbst mag kein Schubladendenken. Der 64-Jährige wird am Sonnabend mit einem Festgottesdienst im Greifswalder Dom aus seinem Amt verabschiedet. Kein Bischof zuvor war so viele Jahre hintereinander in der Region tätig.

Herr Abromeit, Sie sind seit 18 Jahren in Greifswald als Bischof tätig. So lange war in Pommern bisher kein anderer Bischof im Amt.

Ja, es sind 18 Jahre, bis auf zwei Tage. Ich bin am 16. September 2001 offiziell ins Amt eingeführt worden und werde am 14. September im Dom mit einem Gottesdienst verabschiedet. Allerdings wechsle ich nicht direkt in den Ruhestand, sondern ich habe laut Pfarrerdienstrecht noch acht Monate zu dienen. Meine Amtszeit als Bischof endet zwar jetzt. Ich werde im Oktober 65 Jahre alt, und könnte in den Ruhestand gehen, aber da ich auch unsere Pastorinnen und Pastoren immer ermuntere, bis zum gesetzlichen Rentenalter ihren Dienst zu verrichten, werde ich das auch so halten.

Die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Rentenalters führt bei meinem Jahrgang dazu, dass ich erst am 1. Juli 2020 wirklich in den Ruhestand eintrete. Bis dahin habe ich einen Dienstauftrag am Greifswalder Institut für Evangelisation und Gemeindeentwicklung. Ich werde in dieser Zeit zudem verschiedene Gottesdienste übernehmen – zum Beispiel an Weihnachten, wenn so viele Gottesdienste zu halten sind, dass die Pastoren eigentlich nie alles allein abdecken können.

Wann werden Sie aus der Bischofsvilla ausziehen? Sie haben nun 18 Jahre lang an einer der schönsten Adressen in Greifswald wohnen dürfen.

Und das war wirklich wunderbar. Wir haben dies sehr genossen und noch nie so lange in einem Haus gelebt. Am 30. September werden wir nun endgültig ausziehen.

Was tut ein Bischof im Ruhestand?

Zunächst stehen familiäre Verpflichtungen an. Meine Mutter ist inzwischen 94 Jahre alt und lebt wie meine Schwiegereltern, die ebenfalls hochbetagt sind, in Westfalen. Deshalb wird es familiär notwendig sein, dass wir öfter und auch für eine längere Zeit am Stück dort mit ihnen Zeit verbringen. Ich hatte bisher zu wenig Zeit dafür. Nun darf die Familie das mit gutem Recht von mir erwarten. Zuletzt haben sie gesagt: Ein Bischof hat viel zu tun, das verstehen wir, aber jetzt bist du auch mal dran.

Auf dem theologischen Feld werde ich natürlich einige Dinge weiterführen, auch im ehrenamtlichen Bereich. Ich bleibe beispielsweise Vorsitzender des Jerusalemvereins. Zudem bin ich weiterhin stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Es ist eines meiner Grundanliegen, dass es gute Bibeln gibt. Dort stehen wir übrigens vor der Herausforderung, wie wir die Jüngeren mit guten Apps und digitalen Ausgaben erreichen können. Viele in dieser Generation kaufen keine Bücher mehr, auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass man eine Bibel als gedrucktes Exemplar lesen sollte.

In Vorpommern lebt es sich entspannter

Aber Sie bleiben Greifswald erhalten.

Wir werden in eine Doppelhaushälfte in der Stadtrandsiedlung ziehen. Meine letzte Stelle, ehe ich vor 18 Jahren hergekommen bin, war in Schwerte in Westfalen, also direkt an der A 1. Es war eine unheimliche Geduldsprobe, dort immer in den Staus zu stehen. Hier in der Region kenne ich Staus erst seit der eingebrochenen Autobahn bei Tribsees, sonst gibt es so etwas bei uns ja eigentlich kaum. Es lebt sich in Vorpommern einfach entspannter, was auch einer der Gründe war, dass wir hier weiter bleiben wollen. Wir haben in Pommern so viele persönliche Beziehungen aufbauen können, die wir nicht aufgeben wollten.

Könnte das für Ihren Nachfolger Tilman Jeremias, der in Kürze Ihre Nachfolge antreten wird, nicht ein komisches Gefühl sein, wenn der Vorgänger noch in der gleichen Stadt lebt? Unter Umständen schauen Sie sehr genau auf ihn.

Ich halte Tilman Jeremias für eine geprägte Persönlichkeit, die eigene Akzente setzen wird. Ich werde mich in kirchliche und bischöfliche Belange in keiner Weise einmischen. Wenn mich die eine oder andere Kirchengemeinde bittet, werde ich sicher hier und dort einen Gottesdienst halten. Das machen alle Pfarrer im Ruhestand.

Werden Ihnen die Annehmlichkeiten, die ein Bischofsamt mit sich bringt, fehlen? Sie haben hier einen Mitarbeiterstab und einen schönen Dienstwagen mit Fahrer, auch wenn Sie in Greifswald viel mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Den Dienstwagen betrachte ich schlicht als Instrument. Allein angesichts der Termindichte, die von einem Bischof erwartet wird, wäre es anders gar nicht zu machen. Wenn Sie in dieser großen Nordkirche in einer Woche zweimal in Hamburg, einmal in Schleswig und einmal in Schwerin sein müssen und trotzdem die restliche Arbeit erledigen wollen, schaffen Sie das ohne einen Fahrer nicht. Und die Bahn ist bei uns in der Region keine echte Alternative.

Wenn ich diese Unterstützung nun nicht mehr habe, wird eine gewisse Entschleunigung eintreten. Nach der sehne ich mich durchaus auch. Und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren über die vielen Jahren sicher mehr als eine Annehmlichkeit und mehr als ein Stab. Es war eine wunderbare Dienstgemeinschaft.

Was gab den Ausschlag, dass Sie sich als Westfale damals für Greifswald entschieden haben? War es der Karriereschritt, den Sie damit gemacht haben?

Natürlich war es eine faszinierende Anfrage, Bischof einer solchen Landeskirche sein zu können. Auch wenn die Pommersche Evangelische Kirche damals zu den kleineren Landeskirchen zählte. Die Hauptsache war die Herausforderung, an einer herausragenden Stelle etwas zur Entwicklung der Kirche beitragen zu können.

Daneben gab es zwei Dinge, die mich gelockt haben. Ich habe über Dietrich Bonhoeffer promoviert und mich deshalb sehr ausführlich mit seinem Leben beschäftigt. In seinen Briefen habe ich Ortsnamen gelesen, die ich aus meiner westfälischen Heimat nicht kannte: Zingst, Behrenhoff oder Stolp und Köslin in Hinterpommern. Hier eine neue Wirkungsstätte zu finden, reizte mich.

Ein weiterer Aspekt war, dass mein Vater, der aus Ostpreußen stammte, stets von der anderen Luft und dem weiten Himmel in seiner Heimat geschwärmt hat. Als ich dann hier war, habe ich gemerkt, dass dies auch auf Vorpommern zutrifft. Wir hatten also auch familiäre Anknüpfungspunkte.

Mit 15 Jahren stand der Berufswunsch fest

Die Rolle der Kirche in der Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren an Relevanz eingebüßt – besonders im Osten.

In Pommern habe ich eine Kirchenwirklichkeit wahrgenommen, von der ich relativ schnell den Eindruck hatte, dass im Osten Deutschlands Entwicklungen vorweggenommen sind, die auf die kirchlichen Strukturen in Deutschland insgesamt noch zukommen werden. Ich habe mich bereits mit 15 Jahren entschieden, Theologie zu studieren, und schon vor meiner beruflichen Laufbahn erkannt, dass man die Kirche unterbewerten würde, wenn man sie nur als Verzierung einer bürgerlichen Gesellschaft begreift. Es liegt vielmehr eine befreiende Kraft in ihr. Das Wort Gottes eröffnet uns einen Raum der Freiheit. Dieser Ansatz hat mich während meiner beruflichen Laufbahn stets begleitet.

Dennoch schwindet der Einfluss der Kirche weiter.

Auf Dauer wird die Kirche nicht so bleiben, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten gewesen ist. Im Nachdenken darüber wurde mir deutlich, dass die 1919 in der Weimarer Verfassung neu geordnete Trennung zwischen Kirche und Staat, also der Übergang von der Staatskirche zur Volkskirche, ihre Auswirkungen bis heute zeigt.

Unter den Bedingungen völliger Religionsfreiheit bleiben naturgemäß nur diejenigen in der Kirche, denen sie etwas bedeutet. Die aus Tradition zugeschriebene Mitgliedschaft geht seitdem nach und nach zurück. Das ist zum Teil ein schmerzhafter Prozess, weil die Kirche kleiner wird. Wir leben als Kirche seit 1919 in einem fortwährenden Transformationsprozess.

Im Osten ist diese Entwicklung durch 40 Jahre Sozialismus stark beschleunigt worden. Im Ergebnis sind die Entwicklungen, die damals begonnen haben und befürchtet worden sind, heute – 100 Jahre später – erst richtig spürbar. Dennoch ist die religiöse Aktivität der Christen im Osten nicht geringer als im Westen. Ich erleben hier lebendige Gottesdienste und viel Engagement. Die Gemeinden sind aber kleiner.

Gemeinden brauchen Anstoß für neues Engagement und Besinnung auf eigene Kräfte

Was glauben Sie, wie die Kirche hier in der Region in 20 Jahren aussehen wird?

Die Zeiten, in denen der Pastor oder die Pastorin immer alles angeboten hat und zwar auch dann, wenn die Resonanz nicht so groß war, diese Zeiten werden vorbei sein. Es wird bestimmte Kirchen in Städten und größeren Dörfern geben, in denen die Resonanz stimmt. Dort werden wir auch ein lebendiges Gemeindeleben haben, mit dem es gelingt, lebensnah Gemeinschaft aus dem Glauben heraus zu gestalten.

Aber in Dörfern, wo niemand mehr zum Gottesdienst geht, werden wir auf Dauer, vielleicht abgesehen von Weihnachten, keine Veranstaltungen mehr anbieten können. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Manchmal ist das in den Gemeinden ein Anstoß, dass sie sich auf die eigenen Kräfte besinnen, sich neu engagieren und stärker für das Gemeinschaftsleben des Dorfes öffnen und sich das Kirchenleben damit nicht mehr nur auf den sonntäglichen Gottesdienst beschränkt, sondern wahrnehmbar in den Alltag hineinzieht. Dazu helfen auch Kindertagesstätten und evangelische Schulen. Die wird es aber nicht flächendeckend geben.

Was soll dann aus den vielen kleinen Dorfkirchen werden? Zumal sich in den meisten Fällen der Friedhof drumherum befindet, auf dem die Menschen am Ende in ihrem Dorf gern beerdigt werden wollen. Sie können das Tor deshalb schlecht einfach abschließen.

Wir haben in Pommern fast 500 Kirchen. Und es hat etwas mit Lebensqualität auf dem Land zu tun, wenn es den Friedhof noch im Dorf gibt und nicht irgendwo anders an einer zentralen Stelle. Ich erlebe viele Menschen, die zwar nicht Mitglied der Kirche sind, sich aber in unseren Kirchbaufördervereinen engagieren, weil sie finden, dass die Kirche im Dorf erhalten bleiben soll. Wir werden die Kirchen in den kleinen Dörfern weiterhin in Ordnung halten, allerdings auf einem sehr einfachen Niveau, also in der Regel ohne Heizung.

In zentralen Dörfern mit ihren Hauptkirchen liegen die baulichen Anforderungen naturgemäß höher, hier erwarten Menschen, die regelmäßig den Gottesdienst besuchen, dass diese Kirchen geheizt werden können. Aber wir geben bislang keine Kirche auf, höchstens dann, wenn der Baugrund nachgibt, wie das aktuell in Klempenow der Fall ist. Eine Sanierung würde in diesen Fällen Millionen kosten.

„Ich bin kein Theologe, der in eine Schublade passt“

Sie haben sich gegen die Eheschließung zwischen homosexuellen Menschen ausgesprochen oder in Berlin bei einer Veranstaltung von Abtreibungsgegnern den Abschlussgottesdienst gehalten. Wie würden Sie damit umgehen, wenn man Sie deshalb als einen konservativen Geistlichen bezeichnet?

Was heißt konservativ? Wenn „konservativ“ so viel bedeutet wie „bewahren“ – und das ist ja die wörtliche Bedeutung – dann stehe ich für eine theologische Richtung, die das Wesentliche aus der Bibel und unserer christlichen Tradition bewahren möchte. Ich bin dennoch kein Theologe, der in eine bestimmte Schublade passt. Ich bin ein konsequenter Verfechter, alles dafür zu tun, das Leben, das Gott uns geschenkt hat, zu bewahren. Das hat für mich die Konsequenz, zu hinterfragen, ob vor jeder Abtreibung immer alles dafür getan worden ist, dem Kind nicht doch eine Lebensmöglichkeit zu eröffnen.

Zugleich habe ich vor Jahren als einer der Ersten gegen die Pläne Stellung bezogen, hier in der Region ein Steinkohlekraftwerk zu bauen und mein Möglichstes getan, das zu verhindern. Dies ist ein Grundanliegen grüner Politik, das ich genauso vertrete. Aus heutiger Sicht würde man sagen: Es wäre doch Wahnsinn gewesen, wenn wir vor gut zehn Jahren hier noch ein großes Steinkohlekraftwerk gebaut hätten.

Sie haben zuletzt mit einem umstrittenen Vortrag eine Debatte über eine Lösung des Nahostkonfliktes ausgelöst, deren Heftigkeit durch eine mediale Überhitzung auf die Spitze getrieben worden ist. Wenn man Ihren Vortrag liest, fällt aber eine Formulierung auf, mit der Sie betonen, dass deutsche Politiker so weit gehen würden, die Solidarität mit Israel zur Staatsräson zu erklären. Was wäre nach dem millionenfachen Leid durch den Holocaust kritikwürdig daran, wenn diese Frage in der Tat zur Staatsräson zählen würde?

Staatsräson, das ist ein großes Wort. Was hat Israel konkret von solchen Erklärungen? Eigentlich meinen wir doch: Wir haben als Deutsche gegenüber Israel eine große Verantwortung. Ich bin durch die teilnehmende Beobachtung seit meinem Vikariat in Jerusalem vor rund 40 Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass wir in Deutschland ein Problem damit haben, den Konflikt dort in seiner ganzen Dimension wahrzunehmen.

Natürlich ist es furchtbar, dass hier im Land vor allen Synagogen Polizei stehen muss, um Juden während ihrer Religionsausübung zu schützen. Genauso furchtbar ist, dass Juden, die sich mit einer Kippa auf der Straße zeigen, mit persönlichen Nachstellungen zu rechnen haben. Das darf auf keinen Fall sein, was ich übrigens bereits während der Diskussion direkt nach meinem Vortrag ausgeführt habe. Wir haben als Deutsche in unserem Land die Pflicht, für eine freie Religionsausübung und die Sicherheit der jüdischen Bevölkerung einzutreten. Wir haben darüber hinaus eine Verantwortung für die Sicherheit israelischer Bürger und ihres Staates. Dies ist aber nicht der entscheidende Beitrag zur Lösung des Konfliktes in Israel. Sondern entscheidend ist dort die Frage, wie mit den Palästinensern umgegangen wird und welche Zukunft sie haben.

Alle, die in diesem Land leben, sollen die gleichen Rechte bekommen

Sie meinen die Frage, ob angesichts der Siedlungspolitik Israels, in der Region überhaupt eine dauerhafte friedliche Lösung möglich ist.

Genau. Derzeit werden beide Dinge vermengt. Wir dürfen unsere Verantwortung, den Nachkommen der Überlebenden der Shoa gegenüber, die wir als Deutsche haben, nicht auf Kosten des palästinensischen Volkes praktizieren. Sondern, weil wir diese Verantwortung gegenüber den Nachkommen der Überlebenden der Shoa haben, haben wir zugleich eine Verantwortung für die Zukunft der Palästinenser. Das ist schon deshalb klug, weil sich kein Konflikt lösen lässt, wenn nur eine Seite Recht bekommt. Dazu ist immer ein Kompromiss nötig, in dem essenzielle Rechte beider Seiten zum Tragen kommen müssen.

Wie könnte eine Lösung konkret aussehen? Über die Zwei-Staaten-Variante wird seit Jahrzehnten gesprochen.

An der Zwei-Staaten-Lösung ist bis auf eine kurze hoffnungsvolle Phase zu Beginn der 90er-Jahre nie ernsthaft gearbeitet worden. Aus meiner Sicht hatte bisher keine israelische Regierung die Macht, der großen Zahl von Siedlern ihre Wohnungen wieder wegzunehmen und die Gebiete den Palästinensern zurückzugeben. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das möglich sein sollte. Deshalb habe ich in meinem Vortrag wirklich lediglich vorsichtig tastend nach einer Lösung gesucht und gefragt, ob nicht ein gemeinsamer Staat die Lösung sein könnte. Selbstverständlich ist, dass alle, die jetzt in diesem Land leben, die gleichen Rechte bekommen müssen.

Der Bischof Hans-Jürgen Abromeit

Dr. Hans-Jürgen Abromeit wurde am 13. Oktober 1954 in Gevelsberg in Nordrhein-Westfalen geboren. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder im Alter zwischen 25 und 42 Jahren. Abromeit studierte in Wuppertal und Heidelberg Evangelische Theologie. Sein Vikariat absolvierte er in Heidelberg und Jerusalem. Anschließend war er zunächst als Pfarrer in seiner Heimatstadt Gevelsberg und als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Münster tätig. 1991 wurde er mit einer Arbeit über die christliche Theologie Dietrich Bonhoeffers promoviert.

Am 16. September 2001 wurde er zum Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche berufen. Dieses Amt veränderte sich nach der Fusion der drei norddeutschen Landeskirchen zur gemeinsamen Nordkirche im Jahr 2012. Seitdem war Abromeit Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche – weiterhin mit Sitz in Greifswald. Unter allen Bischöfen, die in der Hansestadt bisher tätig waren, übte er das Amt so lange aus wie kein anderer vor ihm. Abromeit wird heute mit einem Festgottesdienst im Greifswalder Dom verabschiedet (Beginn: 14 Uhr).

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