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Ribnitz-Damgarten 20. Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop mit Regentrude und Einhorn gefeiert
Vorpommern Ribnitz-Damgarten 20. Lange Nacht der Kunst in Ahrenshoop mit Regentrude und Einhorn gefeiert
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15:10 18.08.2019
Uwe Albrecht war auf einem schneeweißen Einhorn in Begleitung eines bunten Schmetterlings unterwegs. Quelle: Elke Erdmann
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Ahrenshoop

Zum Auftakt der 20. Langen Nacht der Kunst in Ahrenshoop erzählte Ana Rhukiz frei nach Theodor Storm das Kunstmärchen „Die Regentrude“. Myriam Kammerlander musizierte dazu auf ihrer Wanderharfe.

Kaum hatte die Märchenfigur Maren die Regentrude geweckt, ging ein heftiger Schauer nieder. Die Besucher im Garten vom Kunstmuseum flüchteten unter die Schirme und in die Zelte, wo die Malerin Inge Böseleger und Museumspädagogin Birgitt Sandke als Paul Palette die Kinder zu schönen Motiven anleiteten.

Vielseitiges Kinderprogramm

Das Publikum hoffte auf besseres Wetter, denn schließlich war hoher Besuch mit dem Gestiefelten Kater angesagt. Grimms Märchen spielte Uwe Albrecht mit seinem Figurentheater Puppenstelz auf einer entzückenden Kleinbühne mit wechselnder Kulisse. „Das Kinderprogramm ist vielseitig und kreativ“, sagte Johanna Husarek. Die Journalistin aus Nürnberg war mit zwei Kindern gekommen.

Ein Abguss der weltberühmten Bronzeplastik „Der Rufer“ von Gerhard Marcks steht auf dem Anwesen dessen einstiger Büdnerei. Quelle: Elke Erdmann

Kurdirektor Roland Völcker begrüßte Freunde und Flaneure der 20. langen Nacht der Kunst und erinnerte an die Künstlerkolonie, die 1892 der Oldenburger Maler Paul Müller-Kaempff ins Leben rief und freute sich, „dass wir noch ein Künstlerort sind.“ Er lobte Mareike und Torsten Frühauf, die durch ihre Privatinitiative die bereits verfallene Büdnerei des Bildhauers Gerhard Marcks retteten (die OZ berichtete). Ein Abguss der weltberühmten Bronzeplastik „Der Rufer“ von Gerhard Marcks steht nun auf dem Anwesen mit dem Blick zum Bodden.

Führung im Zehn-Minuten-Takt

Torsten Frühauf führte im Zehn-Minuten-Takt durch das Haus, in dem auch Studien zur überlebensgroßen Plastik zu sehen sind. Die Gäste saßen an blumengeschmückten Tischen, tranken Wein und standen in der Schlange, um das Kleinod zu besichtigen. So auch Ursula Schäfer-Preuss aus Potsdam, Mitglied im Beirat und Verein vom Künstlerhaus Lukas/Neues Kunsthaus. Sie sagte: „Das Besondere der langen Nacht der Kunst ist, dass an dem Abend alle Galerien geöffnet sind und jeder sein Bestes präsentiert.“

Im Kunstmuseum ist gegenwärtig noch die Ausstellung „Gerhard Marcks und Alfred Partikel – Eine Künstlerfreundschaft in Ahrenshoop“ zu sehen. Der Besucher begreift, was eine gute Zeichnung ausmacht. Doch bei einer Kette mit Angeboten an 21 Plätzen sind nicht alle erreichbar. Aufsehen erlangte noch einmal Uwe Albrecht, der auf einem schneeweißen Einhorn in Begleitung eines bunten Schmetterlings zur Galerie Alte Schule stelzte, wo Robert Dämmig die Schau mit Malerei und Zeichnung von Christine Schlegel eröffnete.

Fabelwesen auf Besuchstour

Mia Morgane Arand hatte zur musikalischen Wanderung am Klavier eingeladen. Quelle: Elke Erdmann

Das edelste Fabelwesen, Symbol für das Gute, besuchte auch noch die Bunte Stube, drang aber nicht bis zum Kabinett mit der neuen Ausstellung „blue blue yellow“, Malerei und Grafik von Stefanie Pojar, vor. Im lauschigen Garten der Familie Arand in Althagen lud die 17-jährige Mia Morgane Arand zur musikalischen Wanderung am Klavier ein.

Von Elke Erdmann

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